EV5
- Reichweite WLTP
- 530 km
- Verbrauch WLTP
- 16.9 kWh/100 km
- Leistung
- 160 kW (218 PS)
- 0–100 km/h
- 8.4 s
- Vmax
- 165 km/h
- Batterie netto
- 78 kWh
- Laden DC max
- 150 kW
- Laden AC max
- 11 kW
- Antrieb
- AWD
- Sitze
- 5
Versionen im Überblick 2
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| 814 kWh Basis | 814 kWh AWD | |
|---|---|---|
| Preis ab | 45.990 € | 52.990 € |
| Reichweite WLTP | 530 km | 491 km |
| Verbrauch WLTP | 16,9 kWh/100 km | 18,1 kWh/100 km |
| Leistung | 160 kW · 218 PS | 195 kW · 265 PS |
| 0–100 km/h | 8,4 s | 7,3 s |
| Vmax | 165 km/h | 180 km/h |
| Batterie brutto | 81,4 kWh | 81,4 kWh |
| Laden DC max | 150 kW | 150 kW |
| Laden AC max | 11 kW | 11 kW |
| Antrieb | AWD | AWD |
Alle Daten (814 kWh)
Antrieb & Leistung
- Antriebsart
- BEV
- Leistung (kW)
- 160 kW
- Leistung (PS)
- 218 PS
- Antrieb
- AWD
- 0–100 km/h
- 8.4 s
- Höchstgeschwindigkeit
- 165 km/h
Batterie & Reichweite
- Batterie (netto)
- 78 kWh
- Batterie (brutto)
- 81.4 kWh
- Reichweite WLTP
- 530 km
- Verbrauch WLTP
- 16.9 kWh/100 km
Laden
- AC max
- 11 kW
- DC max
- 150 kW
- Systemspannung
- 400 V
Karosserie & Markt
- Karosserie
- SUV
- Fahrzeugkategorie
- C - Kompaktklasse
- Länge
- 4610 mm
- Sitze
- 5
- Variante
- 814 kWh
Versicherung (Typklassen)
- Haftpflicht (KH)
- 18
- Teilkasko (TK)
- 25
- Vollkasko (VK)
- 26
- Einstufung
- 2024
Hersteller & Markt
- Konzern
- Hyundai-Kia
- Herkunftsland
- Suedkorea
- Marktstart
- 2025
- Status
- bestellbar
- Preis
- ab 45.990 €
- Datenstand
- 3. Juni 2026
Einleitung
Während das Flaggschiff EV9 mit der prestigeträchtigen 800-Volt-Technik für Furore sorgt und Ladestopps zu einem kurzen Wimpernschlag degradiert, schlägt der EV5 technisch leisere Töne an. Unter dem Blech arbeitet ein 400-Volt-System. Das mag für Technik-Enthusiasten zunächst wie ein Rückschritt klingen, ist aber bei genauerer Betrachtung eine bewusste Entscheidung für die Wirtschaftlichkeit.
Technik
Der Frontmotor leistet 160 kW (218 PS) und stellt ein Drehmoment von 295 Nm bereit. Das ist alles andere als sportwagenverdächtig, aber es reicht völlig aus, um den über zwei Tonnen schweren Wagen souverän durch den Alltag zu bewegen. Gespeist wird der Antrieb von einer 81,4 kWh starken Lithium-Ionen-Batterie. Dass der EV5 kein Leichtgewicht ist, verrät allein der Blick auf das Batteriegewicht von knapp 483 Kilogramm.
Ladeleistung
Bei der Ladeleistung muss man im Vergleich zu den Top-Modellen der E-GMP-Plattform Abstriche machen: Maximal 150 kW fließen am DC-Schnelllader in den Akku. Laut Datenblatt dauert der Ladesprint von 10 auf 80 Prozent rund 30 Minuten. Das ist im Jahr 2026 sicherlich kein neuer Rekordwert, aber in der Praxis absolut brauchbar. Wer überwiegend zu Hause oder beim Arbeitgeber lädt, wird die fehlenden 800 Volt kaum vermissen. Nur wer beruflich täglich hunderte Kilometer auf der Autobahn verbringt, könnte mit den schnelleren Brüdern glücklicher werden. Am AC-Lader gönnt sich der EV5 übrigens rund 7,25 Stunden für eine volle Ladung – ein klassischer Wert für die Nachtruhe in der Garage.
Fahrleistung
Auf den Straßen rund um Barcelona präsentiert sich der EV5 als ausgesprochen ausgewogener Gleiter. Wer hier eine giftige Gasannahme oder ein knallhartes Fahrwerk erwartet, wird enttäuscht – und das ist gut so. Die Lenkung verlangt spürbar Kraft, was jedoch ein angenehmes Gefühl von Kontrolle und Vertrauen vermittelt. Das Fahrzeug liegt satt auf der Straße, was nicht zuletzt dem hohen Gewicht und dem niedrigen Schwerpunkt durch die im Boden verbaute Batterie geschuldet ist. Das Fahrwerk, eine Kombination aus bewährten McPherson-Federbeinen vorne und einer aufwändigen Mehrlenkerachse hinten, filtert Unebenheiten souverän weg. Selbst die berüchtigten Temposchwellen in spanischen Wohngebieten verlieren ihren Schrecken. In Kurven bleibt der EV5 präzise und erstaunlich agil für seine Statur, auch wenn er keine sportlichen Ambitionen weckt. Besonders beeindruckend war unser Verbrauchstest: Während der WLTP-Wert mit bis zu 17,8 kWh angegeben wird, schaffte es unser Testwagen (GT-Line auf 19-Zöllern) bei defensiver Fahrweise auf beachtliche 16,3 kWh. Wer jedoch normal im Verkehr mitschwimmt und auch mal die Autobahn nutzt, sollte sich realistisch auf Werte um die 20 kWh einstellen. Das Soundsystem rundet das Reiseerlebnis ab: Es ist natürlich abgestimmt und verzichtet auf künstliche Bass-Gewitter – ideal für entspannte Langstrecken.
Platzangebot
Mit 566 Litern Kofferraumvolumen, die sich bei umgeklappten Sitzen auf beeindruckende 1.650 Liter erweitern lassen, schluckt er klaglos das Urlaubsgepäck einer vierköpfigen Familie oder den sperrigen Einkauf im Baumarkt. Die Ladekante liegt mit 77 Zentimetern auf einem klassentypischen Niveau, was das Beladen von schweren Kisten noch halbwegs rückenfreundlich gestaltet. Dass Kia mitgedacht hat, zeigt der Frunk unter der Fronthaube: 44,4 Liter Volumen bieten den perfekten Platz für Ladekabel, das Pannenset oder anderen Kleinkram, den man im Ernstfall nicht unter dem restlichen Gepäck im Heck ausgraben möchte. Auch die Anhängelast von 1,2 Tonnen (gebremst) und eine Stützlast von stolzen 100 Kilogramm unterstreichen den Nutzwert. Letzteres ist besonders für E-Bike-Fans wichtig, da moderne Pedelecs inklusive Träger schnell an der Gewichtsgrenze herkömmlicher PKW kratzen. Mit einer maximalen Zuladung von 511 Kilogramm zeigt der EV5 zudem, dass er nicht nur Volumen, sondern auch echte Lasten verträgt.
Infotainment
Im Interieur setzt Kia den Weg fort, hochwertige Materialien mit einer durchdachten Bedienlogik zu verknüpfen. Man fühlt sich sofort erwachsen untergebracht. Das Cockpit wird von einer Display-Landschaft dominiert, die aus zwei großen Bildschirmen besteht, die fast nahtlos ineinander übergehen. Dank Android Automotive OS ist das System schnell, intuitiv und vor allem vernetzt. Ein Detail am Rande: Navigationshinweise werden im Head-up-Display leider nur dann angezeigt, wenn man Google Maps via Apple CarPlay nutzt – andere Drittanbieter-Apps schauen hier noch in die Röhre. Doch Kia begeht nicht den Fehler vieler Konkurrenten, alles – vom Gebläse bis zur Sitzheizung – in tiefen Untermenüs zu verstecken. Es gibt sie noch, die haptischen Tasten und Walzen für die wichtigsten Funktionen. Ein echtes Lob verdient die Entschärfung der oft nervigen, gesetzlich vorgeschriebenen Assistenzsysteme: Der Tempowarner lässt sich durch einen einfachen, langen Druck auf die Lautstärkewalze am Lenkrad stummschalten. Kein Suchen in drei Untermenüs während der Fahrt. Zudem gibt es einen frei belegbaren Favoritenknopf, der den Fahrer direkt zur Übersicht aller Assistenten führt. Das ist gelebte Alltagstauglichkeit statt technologischer Bevormundung. Die Verarbeitungsqualität ist dabei auf einem Niveau, das den Premium-Anspruch der Marke unterstreicht, ohne in unnötigen Prunk zu verfallen.
Ausstattung
Kia staffelt den EV5 in logische Ausstattungslinien. Der Einstieg beginnt bei 45.990 Euro, was in diesem Segment ein wettbewerbsfähiger Kampfpreis ist. Unser Testwagen in Dark Ocean Blue Metallic rollte in der GT-Line vor, die mit 51.990 Euro in der Liste steht. Rechnet man die Metallic-Lackierung (790 Euro) und das umfangreiche DriveWise-Paket (1.890 Euro) hinzu, landet man bei knapp 55.000 Euro. Das ist kein Pappenstiel, aber man bekommt dafür ein fast voll ausgestattetes Fahrzeug, das wenig Wünsche offen lässt. Die Earth-Ausstattung dürfte für viele der Sweetspot sein – sie bietet bereits alle wichtigen Komfortfeatures, ohne den Preis zu sehr in die Höhe zu treiben. Die GT-Line Launch Edition hingegen richtet sich an diejenigen, die das volle Technik-Paket inklusive Rundumsicht-Kamera und Remote-Parkassistent wollen. Es ist erwähnenswert, dass der freie Handel bereits mit ersten Nachlässen reagiert, was den EV5 im Vergleich zum Wettbewerb noch attraktiver macht.
Fazit
Der Kia EV5 ist kein Auto für Schlagzeilenjäger oder Menschen, die Rekordwerte auf dem Datenblatt quartettartig vergleichen. Er ist die rationale, gut gemachte Antwort auf die Frage nach einem modernen, geräumigen und vor allem stressfreien Elektro-SUV. Der EV5 punktet mit einem stimmigen Gesamtpaket aus Design, Platz und einer Bedienung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Er füllt die Lücke im Kia-Sortiment nicht nur aus – er besetzt sie mit einer Gelassenheit, die man im hektischen Automobilmarkt heute oft vermisst. Wer ein Fahrzeug sucht, das einfach funktioniert und dabei auch noch verdammt gut aussieht, sollte dem EV5 eine Chance geben.
Videos 2
Fahrberichte
Vorstellungen
Im Heft erschienen
Getestet in
- Getestet in Electric Drive 01/2026, S. 40 — Kia EV5 – der souveräne Brückenbauer