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DS Steilheck

4 E-Tense

ab 45.900 €
Reichweite WLTP
450 km
Verbrauch WLTP
15 kWh/100 km
Leistung
157 kW (213 PS)
0–100 km/h
7.1 s
Vmax
160 km/h
Batterie netto
58.3 kWh
Laden DC max
120 kW
Laden AC max
11 kW
Antrieb
FWD
Sitze
5

Alle Daten

Antrieb & Leistung

Antriebsart
BEV
Leistung (kW)
157 kW
Leistung (PS)
213 PS
Antrieb
FWD
0–100 km/h
7.1 s
Höchstgeschwindigkeit
160 km/h

Batterie & Reichweite

Batterie (netto)
58.3 kWh
Batterie (brutto)
61.9 kWh
Reichweite WLTP
450 km
Verbrauch WLTP
15 kWh/100 km

Laden

AC max
11 kW
DC max
120 kW
Systemspannung
400 V

Karosserie & Markt

Karosserie
Steilheck
Fahrzeugkategorie
C - Kompaktklasse
Länge
4400 mm
Sitze
5
Variante
Automobiles N4 E Tense

Versicherung (Typklassen)

Haftpflicht (KH)
16
Teilkasko (TK)
19
Vollkasko (VK)
21
Einstufung
2024

Hersteller & Markt

Konzern
Stellantis
Herkunftsland
Frankreich
Marktstart
2025
Status
bestellbar
Preis
ab 45.900 €
Datenstand
3. Juni 2026

Einleitung

Wer nicht Gefahr laufen will, sein Auto im oftmals designerischen Einheitsbrei unserer Straßen nicht wiederzuerkennen, lag mit der Marke DS schon immer richtig. Genau diese Qualität zeichnet auch den neuen DS 4 aus, der dazu mit feinster Technik glänzt. Wir sind den Plug-In gefahren, haben es genossen und freuen uns jetzt schon auf die reinelektrische Variante. Über Plattformstrategien ist an dieser Stelle schon viel geschrieben worden. Der Stellantis-Konzern setzt sie unserer Meinung nach mit Bravour um. Trotz technischer Gemeinsamkeiten haben die einzelnen Marken dennoch ihren Charakter bewahrt, und das trifft auf DS sicherlich im ganz Speziellen zu. Der DS 4 ist der vorläufige Höhepunkt dieser Reise, denn schon das Design darf durchweg als das markanteste und markentypischste gelten.

Design

DS selbst beschreibt es als eine Art Kreuzung aus einem SUV-Coupé und einer kompakten Schräghecklimousine. Wir finden aber: Dieses Schubladendenken braucht die Marke überhaupt nicht. Der DS 4 steht kraftvoll da. Große Räder tragen die dynamisch gezeichnete Karosserie, markante Leuchteneinheiten unterstützen die Proportionen und bieten gleichzeitig eine Lichtsignatur, die ebenfalls unverwechselbar ist. Würde man heute eine neue, originale DS zeichnen, könnte das durchaus die Konsequenz aus diesem Ansinnen sein. Wohldosierte Kanten und Kurven strukturieren das Blech und untermalen die Proportionen und sorgen so dafür, dass der Blick genau dort hängenbleibt, wo es sein soll. Die Frontansicht ist ebenfalls markentypisch, und auch hier trägt die nochmals geschärftere Lichtsignatur ganz wesentlich zur Markenwahrnehmung bei. Der Pariser Chic geht im Inneren nahtlos weiter. Man steigt ein und weiß direkt, um welchen Hersteller es sich handelt. Das liegt zum einen am edlen Materialmix, der je nach Ausstattung von eleganten Stoffsitzen über Canvas bis hin zu wirklich edel verarbeitetem Leder erreicht. Vor allem sind es aber die typischen Bedienelemente in Rhombenform. Quer über das Armaturenbrett zieht sich ein zentrales Element mit dem schönen Namen Schwert, das einerseits Bedienelemente integriert, andererseits nahezu unsichtbar die Luftausströmer strukturiert. Zugegeben, das ist im ersten Moment nicht alles intuitiv bedienbar, aber schon nach kurzer Zeit weiß man, wo alles sitzt, und geht spielerisch damit um. Das gilt auch für die in den Türen untergebrachten Bedienelemente für Fenster und Verriegelung. Kurz gefasst: Man steigt ein und fühlt sich sofort wie in einem DS. In der Mittelarmlehne verbirgt sich ein kompaktes, gekühltes Fach, das perfekt zur Unterbringung von Snacks geeignet ist. Das große Glasdach lässt sehr viel Licht ins Fahrzeug und schafft eine sehr angenehme Atmosphäre.

Technik

Der DS 4 E-Tense 225 bietet den von anderen Modellen gewohnten Mix aus einem Benziner mit 133 kW und einem Elektromotor mit 81 kW. Die resultierende Systemleistung von 165 kW und 360 Nm befähigt den DS 4 zu respektablen Fahrleistungen. Der 12,4 kWh fassende Akku soll laut WLTP für rein elektrische Distanzen von bis zu 55 Kilometern ausreichen. Ab 2024 fährt der DS 4 als reines BEV vor, und das dann bereits auf Basis der neuen STLA-Plattform des Konzerns. Dann soll er mit Batteriekapazitäten von bis zu 104 kWh und Reichweiten von bis zu 700 km ein verlockendes Angebot für Elektropuristen werden.

Ladeleistung

Die Ladezeit auf 100 Prozent beträgt circa 120 Minuten per AC-Laden. Der Ladestecker ist ein Typ 2 und befindet sich links hinten am Fahrzeug.

Fahrleistung

Die 100er-Marke ist nach 7,7 Sekunden gerissen, und erst bei 230 km/h hört der Vortrieb auf. Im Alltag wird man es jedoch meist deutlich gemächlicher angehen lassen, denn der DS 4 verführt geradezu zum Gleiten. Das makellos abgestimmte Fahrwerk bügelt nahezu alle Fahrbahnunebenheiten aus und vermittelt dieses typische DS-Feeling. Man schwebt, ohne aber allzu sehr von der Straße entkoppelt zu sein. Der Wechsel vom Verbrenner- zum Elektroantrieb erfolgt sehr harmonisch und nahezu unspürbar. Auf unserer Teststrecke von circa 120 km und einem Mix aus Autobahn, Landstraße und Stadtverkehr haben wir bei langsamer Fahrt mit einer zu 85 Prozent geladenen Batterie insgesamt einen Verbrauch von 4,7 l auf 100 km realisiert. Wer das ausreizen möchte, kann das im reinelektrischen Modus tun. Im Alltag wird man den schicken Franzosen vermutlich meist im Hybrid-Modus fahren, der dem ersten Eindruck nach sehr effizient zwischen den verschiedenen Betriebsarten jongliert.

Infotainment

Was zum Glück nicht an die bisherigen DS erinnert, ist das Infotainment, denn dieses ist einfach um Klassen besser. Das merkt man grundsätzlich an der komplett neuen Bedienoberfläche, aber auch an Details wie der Rückfahrkamera, die nun brillante, hochauflösende Bilder liefert und beim Wechsel in den Rückwärtsgang nicht erst die fehlenden Daten für die Ansicht von oben errechnen muss, sondern gleich ein komplettes Abbild der Umgebung liefert. Zur Steuerung der neuen Funktionsvielfalt kann man entweder den großformatigen Touchscreen im Armaturenbrett nutzen oder aber die brandneue Gestensteuerung sowie den zusätzlichen Bildschirm in der Mittelkonsole. Über diesen lassen sich bequem sechs Favoriten ansteuern beziehungsweise neu belegen. Ist auch das nicht genehm, kommt Iris zum Einsatz. Hinter dem hübschen Namen, der sich sicher nur zufällig wie eine rückwärts buchstabierte Siri schreibt, verbirgt sich die Sprachassistentin. Die kommt mit natürlichen Sätzen wie Mir ist kalt oder Brauche ich einen Regenschirm klar, ermöglicht aber auch die Senderwahl per DAB oder die Wiedergabe von Musik von angeschlossenen Medien per Sprache. Bemerkenswert ist auch das sehr gute Audiosystem von Focal mit angewinkelten Hochtönern. Das sehr schnell reagierende Infotainment überzeugt zudem mit einer sehr guten Einbindung von Apple CarPlay. Durch langes Drücken der Home-Taste gelangt man zu CarPlay, durch kurzes Drücken wieder zum Home-Menü des DS 4 selbst. Nicht vergessen wollen wir auch das großformatige, farbige Head-Up-Display, das sehr zum sicheren Fahren beiträgt. Apropos Sicherheit: Auch das Nachtsichtsystem namens Night Vision gehört zu den Annehmlichkeiten, an die man sich schnell gewöhnt. Es erkennt bei Nacht Fußgänger, Radfahrer sowie Wild, markiert diese im Display und warnt vor drohenden Kollisionen.

Ausstattung

Plug-In-Hybride sind ja hierzulande noch recht beliebt, da sie interessant gefördert werden und als Dienstwagen nur mit 50 Prozent des üblichen Steuersatzes angerechnet werden. Der Kaufpreis beginnt bei 37.900 Euro.

Fazit

Die intellektuelle und designverliebte Variante im Stellantis-Konzern. Noch nur als PHEV, ab 2024 dann auch vollelektrisch mit verlockenden Daten. Mittelfristig führt aber an der reinen Elektrovariante kein Weg vorbei, und das weiß man auch bei Stellantis bzw. DS. Für Designliebhaber ist er das ohnehin schon.

Im Heft erschienen

Getestet in

  • Getestet in Electric Drive 01/2022, S. 50 — DS 4 E-Tense (PHEV)

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