Auf den Punkt: Ioan Lloyd und Sion Williams haben den zweiten Wertungslauf des ADAC Opel GSE Rally Cup 2026 bei der Rallye Vosges Grand-Est gewonnen. Der 23-jährige Waliser profitierte davon, dass Meisterschaftsführender Timo Schulz kurz vor Schluss in einen Graben rutschte. Tom Dufour wurde Zweiter, Claire Schönborn als Dritte als zweite Frau in der Cup-Geschichte auf das Podest. Im Gesamtklassement führt nun Lloyd mit 60 Punkten vor Dufour (58).

Ioan Lloyd und Sion Williams haben den zweiten Lauf des ADAC Opel GSE Rally Cup 2026 bei der Rallye Vosges Grand-Est in Gérardmer gewonnen. Der 23-jährige Waliser siegte mit einer Gesamtzeit von 1:16:21,1 Stunden vor Tom Dufour/Alex Dubois (+8,5 Sekunden) und Claire Schönborn/Michael Wenzel (+1:43,7 Minuten).

Wie verlor Timo Schulz die komfortable Führung?

Timo Schulz und seine Beifahrerin Maresa Lade waren als Auftaktsieger der ELE Rally mit klarem Selbstvertrauen in die französischen Vogesen gereist. Über weite Strecken des Rennens kontrollierten sie das Geschehen und lagen komfortabel in Führung. In der vorletzten Wertungsprüfung blockierten beim Anbremsen einer schnellen Linkskurve die Räder – das Fahrzeug rutschte in einen Graben, die Spurstange riss ab. Das Aus für den Deutschen, der bis dahin als Favorit galt.

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„Auf diesem harten Asphalt darfst du dir nicht den kleinsten Fehler erlauben“, erklärte Schulz nach dem Rennen. „Wir hatten alles im Griff, bis beim Anbremsen kurz vor Ende die Räder blockiert haben.“ Sein Ausfall kostet ihn im Gesamtklassement viel: Nach zwei von sieben Wertungsläufen rangiert Schulz mit 35 Punkten nur noch auf dem dritten Rang.

Wie profitierte Ioan Lloyd vom Drama um Schulz?

Während Schulz im Graben stand, hatten Lloyd und Williams ihre konstante Linie schon über das gesamte Wochenende durchgehalten. Der Waliser war nicht der schnellste Mann im Feld – Dufour stellte in der ersten Wertungsprüfung am Samstag die Bestzeit auf –, aber er machte keine gravierenden Fehler. Genau das reichte zum Sieg.

„Es war ein sehr intensives, herausforderndes Wochenende. Die vielen Cuts haben allen das Leben sehr schwer gemacht“, sagte Lloyd. „Noch immer lernen wir im Mokka GSE Rally auf jedem Kilometer dazu. Umso glücklicher sind wir über diesen Sieg.“ Mit 60 Punkten aus zwei Läufen führt Lloyd jetzt die Gesamtwertung an.

Opel Mokka GSE Rally Cup, Startnr. 21, nimmt eine enge Kurve bei der Rallye Vosges Grand-Est
Ein Opel Mokka GSE des ADAC Opel GSE Rally Cups in den Kurven der Vogesen. Der Cup-Kalender 2026 umfasst sechs Rallyes. Quelle: ADAC Opel GSE Rally Cup

Was steckte hinter dem zweiten Platz von Tom Dufour?

Tom Dufour zeigte bei seiner Heim-Rallye eine zweigeteilte Vorstellung. Der 20-jährige Franzose fuhr im ersten Wertungsabschnitt am Samstag die Tagesbestzeit heraus und setzte Schulz damit permanent unter Druck – was auf beiden Seiten Fehler provozierte. Kurz darauf leistete sich Dufour selbst einen Ausrutscher und musste mit beschädigtem Mokka GSE Rally in den Service nach Gérardmer. Die Mechaniker reparierten das Fahrzeug rechtzeitig für die nächste Prüfung.

Am Ende stand Rang zwei – sein zweites Podiumsresultat in Serie. „Die Rallye war extrem schwierig und hielt den einen oder anderen Rückschlag für uns bereit. Dennoch können wir zufrieden sein. Die Pace war wirklich gut“, resümierte Dufour. Mit 58 Zählern liegt er im Gesamtklassement zwei Punkte hinter Lloyd.

Was bedeutet Schönborns dritter Platz für die Cup-Geschichte?

Claire Schönborn lieferte das Gegenstück zu den Dramen an der Spitze. Die 26-jährige Hunsrückerin fuhr mit Beifahrer Michael Wenzel eine fehlerarme, konstante Rallye und kam als Gesamtdritte ins Ziel – 1:43,7 Minuten hinter dem Sieger. Damit ist sie erst die zweite Frau in der Geschichte des Elektro-Cups, der auf das Podest gefahren ist.

Der Samstag verlief für Schönborn noch holprig: Den Rhythmus fand sie erst am zweiten Renntag. „Die letzten WP-Zeiten waren so, wie ich mir das erhofft hatte. Wir hatten zwar auch den einen oder anderen Aha-Moment, sind aber ohne gravierende Schnitzer durchgekommen“, sagte sie. Mit 29 Punkten liegt sie im Gesamtklassement auf Rang sechs.

Opel Mokka GSE Rally Cup #E31 von Claire Schönborn/M. Wenzel in Kurve mit Reifenrauch
Claire Schönborn und M. Wenzel (Startnr. E 31) bei der Rallye Vosges Grand-Est – Schönborn fuhr als zweite Frau der Cup-Geschichte aufs Podest. Quelle: Opel

Wie sieht die Gesamtwertung nach zwei Läufen aus?

Nach dem zweiten von insgesamt sieben Wertungsläufen hat sich das Klassement deutlich verschoben. Ioan Lloyd führt mit 60 Punkten, Tom Dufour folgt mit 58 Punkten auf Rang zwei. Timo Schulz liegt mit 35 Punkten gleichauf mit Fabian Kamermans/Stefan Müller auf dem gemeinsamen dritten Tabellenplatz. Dahinter folgen Dante Johansson (31 Punkte) und Claire Schönborn (29 Punkte).

Die vollständigen Ergebnisse der Rallye Vosges Grand-Est: 1. Lloyd/Williams (GB) 1:16:21,1 h; 2. Dufour/Dubois (F) +8,5 sek; 3. Schönborn/Wenzel (D) +1:43,7 min; 4. Johansson/Bergsten (S) +2:26,6 min; 5. Wilhelm/Ettel (A) +3:01,5 min; 6. Kamermans/Müller (NL) +3:17,0 min; 7. Eertmans/Ons (B) +5:24,7 min; 8. Español/Velasco (E) +8:17,4 min; 9. Luif/Kugler (A/D) +8:35,6 min.

Welche Rolle spielt der Opel Mokka GSE Rally als Fahrzeug?

Alle Teilnehmer des Cups fahren denselben Opel Mokka GSE Rally – ein Einheitsfahrzeug, das die Serie als Markenpokalserie definiert. Die Rennen auf hartem französischem Asphalt mit zahlreichen Spurrinnen (Cuts) stellten das Fahrzeug laut den Aussagen der Fahrer vor erhebliche Anforderungen. Mehrere Teams kämpften mit Fahrwerksschäden und mussten im Service repariert werden.

Opel Motorsport-Chef Jörg Schrott hob nach dem Rennen hervor, dass das Teilnehmerfeld in der laufenden Saison in dieser Dichte und auf diesem Niveau bislang einmalig für den Cup sei. Die enge Zeitabfolge an der Spitze – Dufour lag am Ende nur 8,5 Sekunden hinter Lloyd – unterstreicht, wie eng das Leistungsgefüge im Einheitscup tatsächlich ist.

Häufige Fragen

Wer hat den zweiten Lauf des ADAC Opel GSE Rally Cup 2026 gewonnen?

Ioan Lloyd und Sion Williams aus Wales haben die Rallye Vosges Grand-Est in Gérardmer gewonnen. Ihre Gesamtzeit betrug 1:16:21,1 Stunden. Zweiter wurde Tom Dufour, Dritte Claire Schönborn.

Warum ist Timo Schulz bei der Rallye Vosges Grand-Est ausgeschieden?

Schulz lag komfortabel in Führung, als in der vorletzten Wertungsprüfung beim Anbremsen einer Linkskurve die Räder blockierten. Das Fahrzeug rutschte in einen Graben, die Spurstange riss ab – Schulz musste aufgeben.

Wie steht es im Gesamtklassement des ADAC Opel GSE Rally Cup 2026?

Nach zwei von sieben Läufen führt Ioan Lloyd mit 60 Punkten vor Tom Dufour (58). Timo Schulz und Fabian Kamermans folgen gemeinsam mit je 35 Punkten auf Rang drei.

Was ist die historische Bedeutung von Claire Schönborns Podiumsplatz?

Claire Schönborn ist erst die zweite Frau in der Geschichte des ADAC Opel GSE Rally Cup, der auf das Podest gefahren ist. Die 26-jährige Hunsrückerin belegte den dritten Gesamtrang bei der Rallye Vosges Grand-Est.

Wie viele Läufe hat der ADAC Opel GSE Rally Cup 2026 insgesamt?

Die Saison 2026 des ADAC Opel GSE Rally Cup umfasst insgesamt sieben Wertungsläufe. Die Rallye Vosges Grand-Est war der zweite Lauf der Saison.