Auf den Punkt: Der Peugeot E-208 GTi ist ab sofort bestellbar. Der von Peugeot Sport entwickelte Elektro-Hot-Hatch leistet 207 kW (281 PS), beschleunigt in 5,5 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine WLTP-Reichweite von bis zu 374 km. Die Batterie hat eine Bruttokapazität von 54 kWh. Der Einstiegspreis liegt bei 44.900 Euro inkl. MwSt. Es ist das erste vollelektrische GTi-Modell der Marke.

Peugeot hat am 12. Juni 2026 beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans den Bestellstart sowie die vollständigen Leistungsdaten des E-208 GTi bekannt gegeben. Der erste vollelektrische GTi der Marke kostet ab 44.900 Euro und wurde vollständig von Peugeot Sport entwickelt – derselben Motorsportabteilung, die auch den WEC-Hypercar 9X8 betreut.

Warum trägt ausgerechnet dieser 208 die drei GTi-Buchstaben?

Die GTi-Tradition bei Peugeot beginnt mit dem 205 GTi, der in den späten 1980er-Jahren für viele Autofans der kompakte, sportliche und vor allem erschwingliche Traumwagen war. Jetzt, gut vier Jahrzehnte später, trägt erstmals ein vollelektrisches Modell dieses Kürzel. Und wenn man sich ansieht, was Peugeot Sport technisch verändert hat, lässt sich sagen: Die Modifikationen gegenüber dem Serien-E-208 sind so umfassend, dass der Name nicht bloß Marketingvokabular ist.

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plugged konnte den E-208 GTi am Rande des 24-Stunden-Rennens von Le Mans in Augenschein nehmen und bereits Platz nehmen. Optisch hat er jedenfalls das Zeug dazu, Menschen den Kopf zu verdrehen – und wir freuen uns auf die erste richtige Ausfahrt.

Für die technische Entwicklung war Peugeot Sport mit Sitz in Satory bei Paris verantwortlich. Die Ingenieure, die sonst die Elektronik und Motorsteuerung des 9X8-Hypercars abstimmen, haben denselben Ansatz auf den E-208 GTi angewendet: Komponenten der Elektronikplatine und die Steuerungssoftware stammen direkt aus dem Motorsport.

Peugeot E-208 GTi in Weiß neben dem roten 205 GTi – Generationenvergleich von hinten
Der neue E-208 GTi (rechts) tritt das Erbe des legendären 205 GTi (links) an – nun rein elektrisch mit 281 PS. Quelle: Peugeot

Was leistet der E-208 GTi technisch?

Im Zentrum steht der Elektromotor M4+, der 207 kW (281 PS) und ein Drehmoment von 345 Nm liefert. Das Triebwerk wird im ostfranzösischen Trémery gefertigt, einem Werk, das früher Verbrennungsmotoren produzierte und heute im Rahmen des Joint Ventures Emotors zwischen Stellantis und Nidec Leroy Somer elektrische Antriebsstränge herstellt.

Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h liegt bei 5,5 Sekunden – laut Peugeot 0,2 Sekunden schneller als ursprünglich angekündigt. Von 0 auf 1.000 Meter vergehen 25,8 Sekunden, der Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h ist in 3,2 Sekunden erledigt. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 180 km/h begrenzt. Das Leistungsgewicht von 5,5 kg/PS soll im B-Segment unerreicht sein.

Die Batterie entspricht mit einer Bruttokapazität von 54 kWh (51 kWh nutzbar) dem Serienmodell, das Batteriemanagementsystem wurde jedoch für die höheren Anforderungen des GTi-Motors angepasst. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Kühlmittelströmungsstrategie: Wann und wie viel Kühlmittel je nach Temperatur zugeführt wird, entscheidet darüber, ob die Batterie ihre maximale Leistung auch unter anhaltender Last liefern kann – etwa beim langen Bergauffahren im Sportmodus. Drosselung durch Überhitzung soll so verhindert werden.

Die WLTP-Reichweite hängt von der Reifenwahl ab: Mit den serienmäßigen Michelin Pilot Sport 4S sind es bis zu 350 km, mit den optional erhältlichen Hankook Ventus S1 Evo3 bis zu 374 km.

Peugeot E-208 GTi Innenraum mit roter Ambientebeleuchtung, GTi-Lenkrad und Panorama-Touchscreen
Das GTi-Cockpit setzt auf rote Ambientebeleuchtung, Alcantara-Sitze und einen breiten Panorama-Touchscreen mit sportlichem Rundinstrumenten-Display. Quelle: Peugeot

Was wurde am Fahrwerk verändert?

Peugeot Sport hat das Fahrwerk des E-208 in mehreren Punkten grundlegend überarbeitet. Die Karosserie wurde um 25 mm tiefergelegt, die Spurweite vorne um 56 mm und hinten um 28 mm verbreitert. Dazu kommen 18-Zoll-Räder mit 215/40-R18-Reifen.

Hinten wurde ein zusätzlicher 31-mm-Stabilisator eingebaut; der ursprüngliche 17-mm-Stabilisator vorne bleibt erhalten. Gemeinsam optimieren sie das Kurvenverhalten trotz des durch die unterflurig montierte Batterie ohnehin niedrigen Schwerpunkts. Ein mechanisches Sperrdifferenzial im Untersetzungsgetriebe sorgt für Traktion auch bei schlechter Bodenhaftung. Spezielle Federn und Dämpfer mit hydraulischen Anschlagpuffern – eine Technologie, die Peugeot Sport in der WEC einsetzt – komplettieren das Setup.

Die vorderen Bremsscheiben messen 355 mm und werden von feststehenden 4-Kolben-Bremssätteln geklemmt, in charakteristischem Rot mit Peugeot-Sport-Prägung. Das ESP ist für den Alltag konfiguriert, lässt sich aber in einen Sportmodus schalten, der dem Fahrer mehr Spielraum lässt. In diesem Modus ist auch die regenerative Bremsfunktion deaktiviert.

Peugeot E-208 GTi Innenraum mit roten Sportsitzen, GTi-Schriftzug und digitalem Cockpit
Die Sportsitze des E-208 GTi tragen den markentypischen roten GTi-Schriftzug – der Innenraum wurde von Peugeot Sport entwickelt. Quelle: Peugeot

Wie sieht der E-208 GTi aus – und was steckt dahinter?

Das Exterieur greift bewusst auf GTi-Designcodes zurück, ohne sie zu übersteigern. Die Karosserie sitzt tiefer, die Spur ist breiter, die 18-Zoll-Räder im Lochfelgendesign zitieren die legendären Felgen des 205 GTi und verbessern gleichzeitig die Bremsenkühlung. Rote Akzente finden sich an Kühlergrill, Emblem, Radkästen und Bremssätteln – dezent gesetzt, nicht aufdringlich.

Vorne sorgen drei in den Stoßfänger integrierte Lichtmodule für die Peugeot-typische Krallen-Signatur, hinten setzen drei horizontale LED-Linien den Abschluss. Aerodynamisch ergänzen ein Frontspoiler und ein Heckdiffusor in glänzendem Schwarz das Bild. Sieben Außenfarben stehen zur Wahl, darunter das neue Miramar Blau sowie die Sonderlackierung Elixir Rot.

Im Innenraum dominieren Rot und Schwarz. Rote Teppichböden, Sicherheitsgurte und Fußmatten verweisen auf den 205 GTi. Die Vordersitze mit integrierten Kopfstützen kombinieren Designelemente beider klassischen 205-GTi-Varianten: Der rote Mitteleinsatz nimmt Bezug auf den 205 GTi 1.9, die roten Mesh-Details auf den 205 GTi 1.6. Das Lenkrad ist mit perforiertem Leder und Alcantara an Ober- und Unterseite bezogen, die Lenkung für direkteres Ansprechen kalibriert. Das digitale Cockpit zeigt GTi-spezifische Leistungsanzeigen standardmäßig in rotem Design.

Peugeot E-208 GTi in Weiß von hinten auf nächtlicher Straße bei Sonnenuntergang
Der Peugeot E-208 GTi ist ab 44.900 Euro bestellbar und leistet 281 PS. Quelle: Peugeot

Was bietet der E-208 GTi bei Laden und Konnektivität?

An einer 7,4-kW-Wallbox ist die Batterie in 4 Stunden und 40 Minuten vollgeladen. An einem 100-kW-DC-Schnelllader sind 20 bis 80 Prozent in 27 Minuten möglich. Eine Ladeschwelle bei 80 Prozent lässt sich für den Alltag vorprogrammieren.

Das Infotainment umfasst das PEUGEOT i-Connect Advanced mit TomTom-Navigation, Sprachsteuerung und kabellosem Apple CarPlay sowie Android Auto. Die MyPEUGEOT-App erlaubt Vorkonditionierung, Ladepläne und Navigationsplanung. Eine V2L-Funktion (Vehicle to Load) ermöglicht das Versorgen externer Geräte über das Fahrzeug. Der Free2Move Charge Pass bietet Zugang zu rund einer Million Ladepunkten in Europa.

Alle vollelektrischen Peugeot-Modelle – und damit auch der E-208 GTi – profitieren vom PEUGEOT CARE-Programm: Fahrzeug- und Batterieschutz für bis zu 8 Jahre oder 160.000 km, wobei der erweiterte Schutz an regelmäßige Wartungen bei autorisierten Partnern geknüpft ist.

Peugeot E-208 GTi in Weiß im Ausstellungspavillon, Dreiviertelansicht mit roten Bremssätteln
Der Peugeot E-208 GTi am Rande der 24 Stunden von Le Mans – auffällig sind die markanten Mehrloch-Felgen und die roten Bremssättel als GTi-Erkennungszeichen.

Was kostet der E-208 GTi und wann kann man ihn bestellen?

Der Bestellstart ist am 12. Juni 2026 gefallen. Der Einstiegspreis liegt bei 44.900 Euro inkl. MwSt. Weitere Informationen zu Ausstattungsoptionen und Lieferterminen sind über den autorisierten Peugeot-Handel sowie die Peugeot-Website erhältlich.

Peugeot E-208 GTi in Weiß, Frontansicht mit schwarzem Grill und roten Akzenten auf Ausstellung
Der Peugeot E-208 GTi wurde von Peugeot Sport entwickelt und leistet 281 PS.

Häufige Fragen

Was kostet der Peugeot E-208 GTi?

Der Peugeot E-208 GTi startet bei 44.900 Euro inkl. MwSt. Der Bestellstart erfolgte am 12. Juni 2026.

Wie weit kommt der E-208 GTi mit einer Ladung?

Die WLTP-Reichweite beträgt bis zu 350 km mit den serienmäßigen Michelin Pilot Sport 4S-Reifen. Mit den optionalen Hankook Ventus S1 Evo3-Reifen sind bis zu 374 km möglich.

Wie schnell lädt der Peugeot E-208 GTi?

An einer 7,4-kW-Wallbox dauert eine Vollladung 4 Stunden und 40 Minuten. An einem 100-kW-DC-Schnelllader sind 20 bis 80 Prozent Ladestand in 27 Minuten erreichbar.

Wie stark ist der Motor des E-208 GTi?

Der Elektromotor M4+ leistet 207 kW (281 PS) und liefert 345 Nm Drehmoment. Von 0 auf 100 km/h vergehen 5,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 180 km/h begrenzt.

Wer hat den E-208 GTi entwickelt?

Die technische Entwicklung lag bei Peugeot Sport in Satory bei Paris – derselben Abteilung, die auch den WEC-Hypercar Peugeot 9X8 betreut. Das Design stammt von Peugeot Design.

Welche Garantie gibt es auf Batterie und Fahrzeug?

Über das PEUGEOT CARE-Programm sind Fahrzeug und Batterie bis zu 8 Jahre oder 160.000 km geschützt. Der erweiterte Schutz setzt regelmäßige Wartungen bei autorisierten Peugeot-Partnern voraus.