Auf den Punkt: Der Škoda Peaq ist das neue Elektro-Flaggschiff der Marke und startet in Deutschland ab 49.900 Euro. Das 4,87 Meter lange SUV bietet bis zu sieben Sitze, 935 Liter Kofferraumvolumen und eine Reichweite von über 640 Kilometern mit der 91-kWh-Batterie. Drei Antriebsvarianten stehen zur Wahl: Peaq 60 mit 150 kW Heckantrieb, Peaq 90 mit 210 kW und Peaq 90x mit 220 kW Allradantrieb. Bestellstart war der 23. Juni 2026.
Der Škoda Peaq ist ab 49.900 Euro bestellbar und löst den Kodiaq als größtes Modell der Marke ab — allerdings rein elektrisch. Mit 4.874 Millimetern Länge und 2.965 Millimetern Radstand ist das Siebensitzer-SUV 116 Millimeter länger und 174 Millimeter langachsiger als der Kodiaq mit Verbrennungsmotor. Es ist zugleich das erste Škoda-Modell im Segment der großen SUVs.

Was steckt unter der Haube — welche Antriebsvarianten gibt es?
Der Peaq ist in drei Varianten erhältlich, die sich durch Batterie, Leistung und Antriebskonzept unterscheiden. Der Peaq 60 nutzt einen 63-kWh-Akku (59 kWh netto), leistet 150 kW (204 PS), treibt die Hinterräder an und beschleunigt in 8,4 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h, die Reichweite bei über 450 Kilometern.
Der Peaq 90 und der Peaq 90x greifen beide auf die 91-kWh-Batterie (86 kWh netto) zurück — die größte, die jemals in einem Škoda verbaut wurde. Der Peaq 90 leistet 210 kW (286 PS) mit Heckantrieb, sprintet in 7,1 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht über 640 Kilometer Reichweite. Der Peaq 90x mit Allradantrieb kommt auf 220 kW (299 PS), 6,7 Sekunden und mehr als 610 Kilometer. Beide Topvarianten sind auf 180 km/h begrenzt.

An der Hinterachse setzt Škoda bei allen Varianten auf einen Permanentmagnet-Synchronmotor. Beim 90x treibt zusätzlich ein Asynchron-Elektromotor die Vorderachse an. Für das Laden brauchen beide Batterievarianten jeweils rund 28 Minuten (91 kWh) beziehungsweise 27 Minuten (63 kWh) von 10 auf 80 Prozent — flott genug für eine Kaffeepause, aber eben kein Ergebnis einer 800-Volt-Architektur. Der Peaq basiert auf dem MEB+, also auf 400-Volt-Technik, was die Ladezeiten trotz hoher Batteriekapazität auf knapp unter 30 Minuten begrenzt. Wer auf kürzere Stopps hofft, schaut noch bei der Konkurrenz.

Anhänger kann der Peaq 60 und 90 mit bis zu 1.800 Kilogramm (gebremst) ziehen, der 90x schleppt bis zu 2.000 Kilogramm. Ungebremste Anhänger sind bei allen Varianten auf 750 Kilogramm limitiert. Die Wärmepumpe ist in Deutschland serienmäßig an Bord. Bidirektionales Laden ist ebenfalls an Bord: Über V2L lässt sich externe Last betreiben, in Kombination mit einer passenden Wallbox von MOON POWER auch V2H und V2G — vorbehaltlich der jeweils geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen.

Wie groß ist der Innenraum wirklich?
Der Radstand von 2.965 Millimetern — 124 Millimeter mehr als beim Superb — sorgt für großzügige Platzverhältnisse in allen drei Sitzreihen. In der Siebensitzer-Konfiguration bleiben noch 299 Liter Kofferraumvolumen nutzbar; in der Fünfsitzer-Variante wächst der Laderaum auf 935 Liter, mehr als bei jedem anderen Škoda-Modell. Dazu kommt ein 37-Liter-Frunk unter der Fronthaube für Ladekabel und Kleingepäck.
Das Interieur ist in fünf Design Selections erhältlich: Suite Schwarz, Suite Keramik, Lodge, Loft und Sportline. Die beiden Suite-Varianten verwenden die Lederalternative Techtona in Schwarz beziehungsweise Hellgrau. Serienmäßig gibt es Ambientebeleuchtung und ein beheizbares Zwei-Speichen-Multifunktionslenkrad; die Sportline-Version hat ein Drei-Speichen-Sportlenkrad.

Das sogenannte Relax-Paket — in Deutschland Teil des Ausstattungspakets Maxx — wertet den Innenraum erheblich auf: AGR-zertifizierte Vordersitze mit Massagefunktion, elektrisch ausfahrbare Beinstützen, zwei Kopfstützenkissen, ein Klapptisch in der Mittelkonsole und eine Wellness-App mit sechs Modi, die Klimaanlage, Ambientebeleuchtung und Sitzheizung koordiniert. Das Ergebnis ist ein Reiseerlebnis, das tatsächlich loungeartigen Ansprüchen genügt — zumindest auf den vorderen Plätzen.
Das neue Bedienfeld auf der Mittelkonsole gliedert sich in zwei Zonen: oben Schließen, Warnblinker und Lautstärke-Scrollrad, unten drei Regler für Temperatur und Gebläse. Die Türgriffe im Innenraum sind in die Armlehnen integriert und mit Silikon bezogen.

Wie sieht der Peaq aus?
Das Design folgt der Škoda-Designsprache „Modern Solid“: klare Linien, minimale Ornamentik, eine hochgezogene Schulterlinie und breite D-Säulen mit Škoda-Schriftzug. Vorne und hinten trägt der Peaq die T-förmige Lichtsignatur, die beim Epiq eingeführt wurde. Das glänzend schwarze Tech-Deck-Face verbindet die Leuchten optisch zu einem umlaufenden Schleifenmotiv.
Zwei Škoda-Premieren prägen die Karosserie: Erstmals setzt die Marke bündig eingelassene Türgriffe ein, die bei Fahrt in die Karosserie einfahren und so die Aerodynamik verbessern. Und erstmals ist ein Panoramadach verbaut — mit 2,1 Quadratmetern Glasfläche das größte der Markengeschichte. Es ist elektrochromatisch und in neun Segmente unterteilt, die sich über das Infotainmentsystem oder ein Dach-Touchpanel steuern lassen. Zum Produktionsstart ist das Panoramadach mit Dynamic Shade Control allerdings exklusiv für die Sportline-Variante erhältlich; die Verfügbarkeit für andere Varianten folgt später.

Das Ergebnis all dieser aerodynamischen Maßnahmen — bündige Türgriffe, aktive Luftklappe hinter der Frontschürze, Air Curtains, Finlets, Heckdiffusor, flacher Unterboden — ist ein Luftwiderstandsbeiwert von cw 0,249. Für ein SUV dieser Größe ist das ein bemerkenswerter Wert. Der Peaq ist in zehn Farben und mit Felgen von 19 bis 21 Zoll erhältlich. Mehr als 50 Kilogramm Recyclingmaterialien stecken in Innen- und Außenbereich — der höchste Anteil aller aktuellen Škoda-Modelle.
Ein kleines Detail an der Windschutzscheibe: Auf der Beifahrerseite sind drei Radfahrer eingeätzt — eine Anspielung auf Škodas Ursprünge als Fahrradhersteller mit dem Modell „Slavia“. Die Scheibenwischer haben integrierte Spritzdüsen, die den Verbrauch an Scheibenwaschflüssigkeit laut Škoda um rund 50 Prozent senken.
Was kann der Peaq in Sachen Sicherheit und Assistenz?
Serienmäßig sind umfangreiche Assistenzsysteme an Bord: Front Assist mit Fußgänger- und Radfahrererkennung und City-Notbremsung, Crossroad Assist mit neuen Eckradarsensoren, Turn Assist, Lane Assist, Side Assist mit Ausparkfunktion und Ausstiegswarner sowie der prädiktive adaptive Abstandsassistent pACC. Zehn Airbags — darunter ein zentraler Airbag zwischen Fahrer und Beifahrer sowie hintere Seitenairbags — gehören ebenfalls zur Serienausstattung.
Optional ist Travel Assist 3.0, das fortschrittlichste Assistenzsystem in Škodas aktuellem Angebot. Es umfasst Stauassistent, Notfallassistent und reagiert auf Ampeln; der assistierte Spurwechsel folgt zu einem späteren Zeitpunkt nach. Die 360°-Umgebungskamera (Area View) zeigt auf Wunsch ein transparentes 3D-Modell des Fahrzeugs auf dem Display, was Ein- und Ausparken vereinfacht. Der intelligente Parkassistent mit Trained Park Assist und Remote Park Assist rundet das Paket ab. Die Müdigkeitserkennung nutzt eine neue Kamera im Rückspiegelgehäuse, die Augenbewegungen des Fahrers verfolgt.
Was bietet das Infotainment und die Konnektivität?
Digitales Herzstück ist ein 13,6-Zoll-Infotainmentsystem auf Android-Basis — erstmals in einem Škoda-Modell vertikal verbaut. Die Oberfläche wurde gegenüber der Vorgängergeneration überarbeitet und bietet ein Rasterlayout, systemweite Suche sowie Zugriff auf Apps von Drittanbietern wie Spotify und YouTube. Drahtloses Laden für zwei Smartphones ist optional mit Qi2-Standard, integrierten Magneten und aktiver Kühlung verfügbar; die maximale Ladeleistung beträgt 25 W.

Das Sonos-Soundsystem mit 16 Lautsprechern und 755 Watt Gesamtleistung ist Teil des Maxx-Pakets (beziehungsweise international des Relax-Pakets). Ein Doppel-Subwoofer mit 200 Watt und 18-Liter-Gehäuse übernimmt die Bassarbeit, 3D-Lautsprecher in den A-Säulen erzeugen ein nach vorne gerichtetes Klangbild, Surround-Lautsprecher im Fond runden das Ergebnis ab.

Die MyŠkoda-App ermöglicht Remote Charging, Plug & Charge nach einmaliger Powerpass-Autorisierung, einen Abfahrtszeitplaner und Online-Klimasteuerung. Neu ist ein Camp-Modus, der die Fahrzeugbelüftung über Nacht auf einer eingestellten Temperatur hält — vorausgesetzt, der Ladezustand liegt über 20 Prozent und eine stabile Internetverbindung besteht. Ein digitaler Fahrzeugschlüssel für iPhone und Android soll noch im Laufe des Jahres 2026 folgen.
Was ist der Peaq Sportline?
Die Sportline-Variante ist von Bestellstart an erhältlich und kombiniert alle drei Antriebsvarianten mit einem eigenständigen Auftritt. Äußerlich kennzeichnen glänzend schwarze Akzente — Schriftzüge, Škoda-Logo an den D-Säulen, Sportline-Emblem am Heck — die Ausstattungslinie. Sie ist die einzige Peaq-Variante mit optionaler Zweifarblackierung mit schwarzem Dach. LED-Matrix-Scheinwerfer und das beleuchtete Tech-Deck-Face sind serienmäßig, ebenso schwarze 20-Zoll-Felgen (21 Zoll optional).
Innen dominiert Schwarz: Sportsitze mit integrierter Kopfstütze, perforierter Mikrofaser und Techtona-Bezug mit weißen Kontrastnähten, schwarzer Dachhimmel, Drei-Speichen-Lenkrad und Edelstahlpedalerie. Die Pakete Clever und Plus sowie getönte hintere Seiten- und Heckscheiben (SunSet) sind serienmäßig enthalten. Das Panoramadach mit Dynamic Shade Control steht zum Produktionsstart exklusiv für den Sportline zur Verfügung.
Was kostet der Škoda Peaq — und für wen ist er gedacht?
Der Einstieg in die Peaq-Welt beginnt in Deutschland bei 49.900 Euro für den Peaq Selection 60. Das ist viel Geld — und gleichzeitig wenig Überraschung in einem Segment, das bislang von Premium-Anbietern dominiert wird. Ein großes Elektro-SUV mit sieben Sitzen, fast fünf Meter Länge und über 640 Kilometern Reichweite hat seinen Preis; günstig ist das nicht.
Das Segment der großen Elektro-SUVs ist bislang dünn besetzt — der Peaq trifft dort auf wenig direkte Konkurrenz aus dem Volumensegment. Wer Platz, Reichweite und Ausstattung auf diesem Niveau sucht, zahlt anderswo oft mehr. Dass Škoda das mit 400-Volt-Technik und entsprechend knapp 30 Minuten Ladezeit liefert, ist ein pragmatischer Kompromiss — wer heute lieber 15 Minuten an der Schnellladesäule steht, muss weiterhin in andere Fahrzeugklassen schauen.
Der Peaq wird in Mladá Boleslav gefertigt. Beide Batteriesysteme entstehen ebenfalls dort. Den Bestellstart hat Škoda auf den 23. Juni 2026 gelegt.
Häufige Fragen
Was kostet der Škoda Peaq in Deutschland?
Der Škoda Peaq startet in Deutschland bei 49.900 Euro für das Einstiegsmodell Peaq Selection 60 mit 63-kWh-Akku und 150 kW Heckantrieb.
Wie weit kommt der Škoda Peaq mit einer Ladung?
Der Peaq 90 mit 91-kWh-Akku und Heckantrieb schafft über 640 Kilometer. Der Peaq 90x mit Allradantrieb kommt auf mehr als 610 Kilometer, der Peaq 60 mit 63-kWh-Akku auf mehr als 450 Kilometer.
Wie schnell lädt der Škoda Peaq?
Der Peaq mit 91-kWh-Akku lädt von 10 auf 80 Prozent in 28 Minuten, der 63-kWh-Akku benötigt dafür 27 Minuten. Die Ladetechnik basiert auf 400-Volt-Architektur (MEB+).
Hat der Škoda Peaq sieben Sitze?
Ja, der Peaq ist optional mit einer dritten Sitzreihe für bis zu sieben Personen erhältlich. In der Siebensitzer-Konfiguration stehen noch 299 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung.
Kann der Škoda Peaq bidirektional laden?
Ja. Der Peaq unterstützt V2L (Vehicle-to-Load), und in Kombination mit einer passenden MOON POWER Wallbox auch V2H (Vehicle-to-Home) und V2G (Vehicle-to-Grid), vorbehaltlich geltender rechtlicher Rahmenbedingungen.
Was ist der Unterschied zwischen Peaq Selection und Peaq Sportline?
Die Sportline-Variante unterscheidet sich durch glänzend schwarze Exterieur-Akzente, serienmäßige LED-Matrix-Scheinwerfer, Sportsitze, schwarzen Dachhimmel und Drei-Speichen-Lenkrad. Sie ist die einzige Version mit optionaler Zweifarblackierung mit schwarzem Dach.
