Die Vespa Elettrica sieht 2027 aus wie immer, und genau das ist der Witz: Unter dem unangetasteten Stahlblech arbeitet ein neuer Motor, den die Piaggio Group komplett in Italien entwickelt und baut. Gerade wurde er auf der EICMA in Mailand gezeigt.
Schon der Name war ein Grund, sich einen dieser italienischen Kultroller zu kaufen. Wenn er dann noch elektrisch fährt, wird die Sache gefährlich verlockend.

Ein Motor ohne Seltene Erden
Der neue Antrieb basiert auf einer modularen Architektur und kommt ohne Teile aus Seltenen Erden aus, deren Abbau und Verarbeitung den Planeten belasten. Dazu gibt es einen neuen Geschwindigkeitssensor, der für bessere Kontrolle sorgen soll. Versprochen werden höhere Effizienz, geringerer Verbrauch und eine lebendigere Performance.
Piaggio hat also nicht an der Optik gedreht, sondern am Innenleben. Bei einer Ikone ist das die klügere Wahl.

Drei Vespas, zwei Tempolimits
Vespa Primavera und Vespa Sprint S sind als Mopeds homologiert und laufen 45 km/h. Der Motor liefert mehr Drehmoment, der Roller soll beim Anfahren im Stadtverkehr spontaner reagieren. Im ECO-Modus sind bis zu 85 km drin, die Batterie lässt sich zum bequemeren Laden herausnehmen.
Die Vespa Primavera Tech ist die A1-Version mit 67 km/h und 100 km Reichweite im ECO-Modus. Dank Motor und neuem Vehicle Management System steigt die Reichweite um 12,5 Prozent, der Energieverbrauch sinkt um 17 Prozent, und selbst im WMTC-Zyklus kommen 90 km zusammen. Das ist ein ordentlicher Satz für einen Antrieb, der schon vorher alltagstauglich war. Die Funktion „Maintenance“ pflegt per Cockpit die Batterie, wenn der Roller länger steht.

Cockpit, Keyless und ein USB-Anschluss im Beinschild

Die Tech trägt ihren Namen zu Recht: Ein neues 5-Zoll-TFT-Cockpit zeigt Restreichweite, Batteriestatus, Rekuperationsstufe und Navigationsinformationen. Mit der Vespa MIA App kommt GPS-Navigation dazu, ebenso Anrufe, Nachrichten und Sprachbefehle. Das Keyless-System ist serienmäßig, zwei LED-Innenleuchten im Beinschild leuchten wie im Auto 30 Sekunden nach. Primavera und Sprint S können MIA als Zubehör bekommen.
Alle Modelle haben LED-Scheinwerfer, Leichtmetallräder, einen Funkschlüssel mit Bike-Finder-Funktion und ein Handschuhfach mit USB-Anschluss. Für die Individualisierung gibt es Topcase, Windschutzscheibe und mehrere Helmlinien, vom Jethelm Argentario bis zu den Demi-Jets Dec, Bling, Blade und Versilia.
Häufige Fragen
Welche Vespa-Elektromodelle gibt es 2027?
Die Range umfasst Vespa Primavera, Vespa Sprint S und Vespa Primavera Tech. Alle drei erhalten den neuen, von der Piaggio Group entwickelten und gebauten Elektromotor.
Wie weit kommt die elektrische Vespa?
Primavera und Sprint S schaffen im ECO-Modus bis zu 85 km, die Primavera Tech 100 km. Im WMTC-Zyklus erreicht die Primavera Tech 90 km.
Wie schnell fahren die Modelle?
Primavera und Sprint S sind Mopeds mit 45 km/h Höchstgeschwindigkeit. Die Primavera Tech ist die A1-Version mit 67 km/h.
Was ist am neuen Motor anders?
Er basiert auf einer modularen Architektur, enthält keine Seltenen Erden und bietet mehr Drehmoment bei den 45-km/h-Modellen. Ein neuer Geschwindigkeitssensor verbessert die Kontrolle.
Lässt sich die Batterie herausnehmen?
Bei Vespa Primavera und Sprint S lässt sich die Batterie leicht herausnehmen, um bequemer zu laden.
