Die Ultraviolette X-47 Venom schaut nach hinten, und zwar bis zu 200 Meter weit. Das Elektromotorrad der indischen Marke hat ein 77-GHz-Heckradar an Bord, das Ultraviolette am 3. November 2026 auf der EICMA in Mailand vorgestellt hat. Es ist das erste Motorrad auf der neuen 100-Volt-Plattform VX-100.

Das Radar namens UV Hypersense passt sich Schräglagen von bis zu 20 Grad an und gleicht Roll- und Nickbewegungen aus. Es liefert Totwinkel-Assistent, Spurwechselassistent, Überholwarnung und Heckkollisionswarnung. Im Ernstfall zeigt es die Gefahr in den Hypersense-Spiegeln an und schaltet die Warnblinkanlage ein. Laut Hersteller ist es das erste Radarsystem seiner Klasse. Dazu kommt eine Rückfahrkamera als Park Assist.

Ultraviolette X-47 Venom in Rot-Schwarz mit goldenen Gabeln vor moderner Glasfassade
Das Ultraviolette X-47 Venom setzt auf eine 100-Volt-Plattform und integriertes Radarsystem. Quelle: Ultraviolette

Die Fahrdaten: 30 kW (40 PS), 550 Nm am Rad, 155 km/h Spitze, 0 auf 100 km/h in 5,9 Sekunden. Die WMTC-Stadtreichweite liegt bei 235 km, das Leergewicht bei 206 kg. Der UV LIGHTFURY Motor nutzt Soft Magnetic Composites. Drei Fahrmodi (Glide, Combat, Ballistic), zehn Rekuperationsstufen und ein Tempomat gehören dazu.

Fahrer auf Ultraviolette X-47 Venom in Gelb-Schwarz bei Fahrt auf freier Straße
Das Ultraviolette X-47 Venom kombiniert sportliches Design mit moderner Sicherheitstechnik wie Radar und Rückfahrkamera.

Bei der Sicherheit setzt Ultraviolette auf eine Pyro-Sicherung, die den Stromkreis bei einem kritischen Fehler binnen Mikrosekunden unterbricht. Die SRB-11-Batterie steckt in einem Aluminiumgussgehäuse mit Schutzart IP67. Geladen wird per Typ-2-Anschluss mit dem 1,6-kW-Onboard-Lader, optional mit externem 3-kW-Booster.

Die X-47 Venom ist in Europa für alle Inhaber der Führerscheinklasse A1 zugelassen. Der Einführungspreis beträgt 8.450 Euro, die Auslieferungen beginnen Anfang 2027. In Deutschland, Österreich und der Schweiz vertritt Zero Center AG die Marke.