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Mercedes-Benz Stufenheck

EQS

ab 94.403 €
Mercedes-Benz EQS
Reichweite WLTP
810 km
Verbrauch WLTP
15.9 kWh/100 km
Leistung
270 kW (367 PS)
0–100 km/h
6.2 s
Vmax
210 km/h
Batterie netto
112 kWh
Laden DC max
330 kW
Laden AC max
11 kW
Antrieb
RWD
Sitze
5

Versionen im Überblick 9

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400 Basis 450plus SUV 450plus SUV 450 4MATIC 500 4MATIC SUV 500 4MATIC 580 4MATIC SUV 580 4MATIC SUV Maybach 680
Preis ab 94.403 108.635 110.801 114.609 123.284 124.545 134.732 147.923 200.634
Reichweite WLTP 810 km 920 km 720 km 673 km 869 km 673 km 869 km 673 km 612 km
Verbrauch WLTP 15,9 kWh/100 km 15,5 kWh/100 km 18,8 kWh/100 km 20 kWh/100 km 16,3 kWh/100 km 20 kWh/100 km 16,3 kWh/100 km 20 kWh/100 km 22 kWh/100 km
Leistung 270 kW · 367 PS 300 kW · 408 PS 265 kW · 360 PS 265 kW · 360 PS 350 kW · 476 PS 330 kW · 449 PS 430 kW · 585 PS 400 kW · 544 PS 484 kW · 658 PS
0–100 km/h 6,2 s 5,9 s 6,8 s 6,1 s 4,5 s 5,3 s 4,1 s 4,7 s 4,4 s
Vmax 210 km/h 210 km/h 210 km/h 210 km/h 210 km/h 210 km/h 210 km/h 210 km/h 210 km/h
Batterie netto 112 kWh 122 kWh 118 kWh 118 kWh 122 kWh 118 kWh 122 kWh 118 kWh 118 kWh
Laden DC max 330 kW 350 kW 200 kW 200 kW 350 kW 200 kW 350 kW 200 kW 200 kW
Laden AC max 11 kW 11 kW 11 kW 11 kW 11 kW 11 kW 11 kW 11 kW 22 kW
Antrieb RWD AWD AWD AWD AWD AWD AWD AWD

Alle Daten (400)

Antrieb & Leistung

Antriebsart
BEV
Leistung (kW)
270 kW
Leistung (PS)
367 PS
Antrieb
RWD
0–100 km/h
6.2 s
Höchstgeschwindigkeit
210 km/h

Batterie & Reichweite

Batterie (netto)
112 kWh
Batterie (brutto)
118.5 kWh
Reichweite WLTP
810 km
Verbrauch WLTP
15.9 kWh/100 km

Laden

AC max
11 kW
DC max
330 kW
Systemspannung
800 V

Karosserie & Markt

Karosserie
Stufenheck
Fahrzeugkategorie
F - Oberklasse
Länge
5225 mm
Sitze
5
Variante
400

Versicherung (Typklassen)

Haftpflicht (KH)
19
Teilkasko (TK)
29
Vollkasko (VK)
28
Einstufung
2024

Hersteller & Markt

Konzern
Mercedes-Benz
Herkunftsland
Deutschland
Marktstart
2023
Status
bestellbar
Preis
ab 94.403 €
Datenstand
3. Juni 2026

Auch im Heft

Den Test gibt's als Video — und im Heft (Electric Drive 04/2021).

Getestet in Electric Drive 04/2021, S. 26 — Mercedes EQS

Einleitung

Mit dem EQS bringt Mercedes seine erste vollelektrische Premium-Limousine auf den Markt. Die elektrische Luxusklasse aus Stuttgart steht auf einer völlig neu entwickelten Elektroarchitektur. Alles beim Mercedes EQS ist eine komplette Neukonzeption und hat mit einer Plattform für Verbrennungsfahrzeuge nichts mehr gemeinsam. Punkte wie Radstand und Spurweite, aber auch weitere Systembauteile, insbesondere die Batterien, sind durch den modularen Baukasten völlig variabel. Schon bald werden auf der neuen Elektroplattform weitere Modelle folgen, so zum Beispiel die EQE Limousine und die SUV-Varianten von EQE und EQS.

Design

Optisch geht der EQS ganz neue Wege. Am Fahrzeug wird ein konsequentes Purpose-Design umgesetzt. Dieses zweckorientierte Design bringt unter anderem Vorteile bei der Aerodynamik: Hier glänzt ein cW-Bestwert von 0,20. Die Front mit kurzem Überhang ist tief und flach. Auf 5,22 Meter Länge zeigt der EQS eine coupéhafte Silhouette mit reduzierten Linien und wenigen Fugen. Bündige Türgriffe sind immer serienmäßig an Bord. Die großzügige Fahrgastzelle zieht sich in einem großen Bogen (One-Bow-Design) von der A-Säule bis zur C-Säule. Das fließend abgerundete Heck sowie die großen 21-Zoll-Räder geben dem EQS einen muskulösen und sportlichen Charakter. Der 3,21 m lange Radstand unterstreicht zusätzlich das gestreckte Design und sorgt für einen stattlichen Auftritt. Typisches Designmerkmal der kompletten Mercedes-EQ Modellfamilie ist die Black-Panel-Front – auch im Gesicht des EQS. Als Sonderausstattung gibt es erstmalig ein dreidimensionales Sternenmuster für die dunkle Grillfläche. Das Star-Pattern basiert auf dem Urstern der früheren Daimler Motorengesellschaft aus dem Jahr 1911. Hinter der Black-Panel-Fläche verstecken sich die diversen Sensoren der Fahrassistenzsysteme wie Ultraschall, Kamera, Radar. Die über ein Leuchtband verbundenen Scheinwerfer umranden die Black-Panel-Einheit. Wie das Luxus-Pendant S-Klasse ist der EQS eindeutig durch das Tagfahrlicht-Signet zu erkennen. Mercedes-typisch besteht es in der Luxusklasse aus drei einzelnen Licht-Punkten sowie der "Augenbraue". Am Heck zeigt der EQS ebenfalls ein durchgehendes Leuchtband. Luxuriös und modern oder anders ausgedrückt "Hyperanalog" präsentiert sich der EQS in Sachen Innenraumgestaltung. Die Instrumententafel ist ein einziger Widescreen und bestimmt das Aussehen von Cockpit und Interieur. Über die gesamte Breite des Fahrzeugs schwingt sich ein Deckglas wellenförmig von Tür zu Tür, das drei hochauflösende Bildschirme scheinbar nahtlos ineinander verschmelzen lässt. Der sogenannte Hyperscreen besteht aus dem Fahrer-Display mit 12,3 Zoll, dem Zentral-Display mit 17,7 Zoll sowie dem Beifahrer-Display mit nochmals 12,3 Zoll langer Bilddiagonale. Die direkt anschließende Instrumententafel steht optisch frei im Raum. Möglich wird diese visuelle Gestaltung durch die Architektur des Elektroantriebs: Der bei angetriebenen Hinterachsen übliche Kardantunnel entfällt.

Technik

Die elektrische Luxuslimousine wird zum Marktstart in zwei Varianten angeboten. Zur Wahl stehen der EQS 450+ mit Hinterradantrieb und 245 kW und der EQS 580 4MATIC mit Allrad und 385 kW Leistung. Eine Performance-Version mit bis zu 560 kW aus dem Hause Mercedes-AMG ist in Planung. Alle EQS besitzen einen elektrischen Antriebsstrang (eATS) an der Hinterachse. Die Allrad-Variante ist zusätzlich mit einem eATS an der Vorderachse ausgerüstet. Das Antriebsmoment wird dann zwischen den beiden Achsen stufenlos und blitzschnell über die Torque Shift Funktion verteilt. Alle antreibenden Motoren arbeiten nach dem Prinzip der permanenterregten Synchronmaschine (PSM). Damit die hohe Leistung auch jederzeit und wiederholt abgegeben werden kann, nutzt Mercedes für die Kühlung eine sogenannte Wasserlanze, die direkt im Rotor wirkt. Auf eine Wärmepumpe verzichtet man beim EQS. Die notwendige Energie bezieht der EQS aus einem leistungsstarken Lithium-Ionen-Batteriesystem mit einer Kapazität von bis zu 107,8 kWh (netto). Je nach Leistung und Antriebskonzept ist der Akku mit zehn oder zwölf Zellmodulen bestückt.

Ladeleistung

Die Batterie kann serienmäßig einphasig mit Wechselstrom (AC) und einer Ladeleistung von 11 (optional 3 Phasen, 22 kW) oder mit Gleichstrom (DC) am Schnellladesystem mit bis zu 200 kW aufgeladen werden. Die AC-Ladezeit beträgt, mit 11 kW etwa 10 Stunden und bei 22 kW reduziert sich die Dauer auf 5 Stunden. Die DC-Ladezeiten an einer Schnellladestation bieten dagegen mehr Komfort: Dort wird die Batterie mit bis zu 200 kW innerhalb von 31 Minuten von 10 auf 80 % geladen. Bei einem Test-Ladevorgang brachte ein kurzer Stopp von etwa 5 Minuten bereits grobe 100 Kilometer an frischer Reichweite. Die Ladeleistung mit 80 Prozent gefüllter Batterie lag bei 130 kW. Richtig stark ist im EQS auch die Rekuperationsleistung von bis zu 290 kW. Es gibt drei Rekuperationsstufen sowie eine Segelfunktion, die über Schaltwippen am Lenkrad eingestellt werden. In der intelligentesten Einstellung "D-Auto" unterstützt ein ECO Assist den Fahrer mit einer situationsgerechten Energierückgewinnung. Beispielsweise gibt es viel Rekuperation, wenn ein Fahrzeug vorausfährt oder und eine Ampel einen Stopp gebietet. Der Fahrer des EQS braucht nicht einmal das Bremspedal zu betätigen. Das so genannte One-Pedal-Fahren klappt bis in den Stand und ist sehr gut umgesetzt.

Fahrleistung

Laut Herstellerangabe soll mit dem EQS 580 4MATIC eine maximale Reichweite von 676 km nach WLTP möglich sein. Der EQS 450+ ohne Allrad kommt mit 780 Kilometer noch ein Stück weiter. Beim Fahrtest durch die Schweiz im EQS 580 4MATIC konnte der Verbrauch auch in der Praxis überzeugen. Bei normaler Fahrt ist die Werksangabe von 18,3-21,4 kWh/100 km einfach zu erreichen. Im Test zeigte sich ein durchschnittlicher Wert von angesichts der Fahrzeugklasse ausgezeichneten 19 kWh/100km. Gut funktionierte im Praxistest das Navigationssystem mit Berücksichtigung der eventuell notwendigen Ladestopps. Mercedes nennt dies "Electric Intelligence". Das MBUX übernimmt plant die Route an Hand vieler Faktoren, darunter beispielsweise die Topografie und Temperatur. Die Berechnung der Stopps gibt konkret an, was die optimale Ladezeit und Ladestand an der jeweiligen Ladestation ist und optimiert so die Gesamtfahrzeit. Es wird also nicht zwingend jedes Mal vollgeladen. Der Fahrer kann den gewünschten Ladestand am Ziel und an der Ladesäule vorgeben oder individuelle Ladepunkte hinzufügen bzw. vorgeschlagene Ladestationen ausschließen. Ein weiterer Vorteil der mit MBUX berechneten Ladestopps ist die Vorkonditionierung der Batterie: So wird die Batterie vorab ins optimale Temperaturfenster gebracht. Der EQS ist das vollelektrische Mitglied der Familie S-Klasse, was die Ansprüche an den Fahrkomfort der Limousine entsprechend hoch ansetzt. Diese Erwartungen erfüllt der EQS im Test durch und durch. Das Fahrwerk ist sanft und feinfühlig, aber trotzdem nicht zu weich abgestimmt. Die serienmäßige Luftfederung AIRMATIC schluckt alle Arten von Bodenwellen und Schlaglöchern hervorragend weg. Beim Fahren entsteht so umgehend ein Gefühl, als würde man gleiten. Hinzu kommt die enorme Stille im Innenraum, besonders wenn der künstliche Fahrsound deaktiviert ist. Dafür zeichnen im Fahrbetrieb der optimal gedämpfte elektrische Antriebsstrang und der geringe Luftwiderstand des Fahrzeugs verantwortlich. Weder ein Summen und Surren noch lautstarke Windgeräusche dringen in den Innenraum durch. Selbst Abrollgeräusche der Reifen werden gut gefiltert. So wirkt die Fahrt im neuen EQS dann fast wie entkoppelt und losgelöst. Man kann so jederzeit den entspannten und unaufgeregten Charakter des Fahrzeugs genießen. Aber auch sportliche Fahrleistungen hat der EQS zu bieten. Mit Nachdruck und mehr als gewaltig spurtet die immerhin rund 2,5 Tonnen schwere Limousine beim Tritt auf das Fahrpedal los. Zu Gunsten von Effizienz und Reichweite sind maximal 210 km/h möglich. Eine dynamische und kurvenreiche Fahrt ist kein Fremdwort für den Luxusgleiter: Die Straßenlage ist ausgezeichnet, und das neue elektrische Flaggschiff fühlt sich durch eine gute Abstimmung und eine mitlenkende Hinterachse sehr handlich an. Die um bis zu zehn Grad mitlenkenden Räder reduzieren auch den Wendekreis auf gerade einmal 10,9 Meter, extrem gering für so ein langes Auto.

Platzangebot

Der EQS hat serienmäßig umklappbare Rücksitze und bietet ein Stauvolumen zwischen 610 und 1.770 Litern. Da die Motorhaube oder besser gesagt die Fahrzeughaube sich nicht öffnen lässt, gibt es allerdings keinen "Frunk" im Fahrzeug. Im Fond des EQS genießen die Fahrgäste viel Platz und Beinfreiheit. Sie ist sogar größer als bei der normalen – also kurzen – S-Klasse. Beeindruckend sind die optionalen Komforttüren vorne und hinten: Bei Annäherung öffnet die Fahrertür automatisch. Außerdem kann der Fahrer sowohl die Beifahrertür als auch die hinteren Türen ferngesteuert öffnen und wieder schließen.

Infotainment

Im EQS steckt die neuste Generation des MBUX-Systems (Mercedes-Benz User Experience). Bereits nach den ersten Minuten der Nutzung fällt die neue vereinfachte Bedienung auf, die praktisch keine Menüs mehr zeigt. Alle Auswahloptionen werden stattdessen situativ und auf den Kontext bezogen im Blickfeld der aktuellen Anzeige angeboten. Jede Menge Unterstützung erhält der Fahrer selbstverständlich auch durch ein Paket an Assistenzsystemen. Wie in der S-Klasse kann auf Wunsch Abstand und Geschwindigkeit ganz automatisch geregelt werden. Der Lenk-Assistent hilft samt aktivem Spurhalte-Assistent und aktivem Totwinkel-Assistent dabei, die Fahrspur zu halten. Die vielen Helfer funktionieren auch in der Praxis ausgezeichnet und entlasteten den Fahrer merklich.

Fazit

Unterm Strich kann man über den neuen EQS nur ein komplett positives Fazit ziehen. Das vollelektrische Modell überzeugt in allen Punkten: Komfort, Aerodynamik und Effizienz sind herausragend. Es ist mehr als schwierig, Kritikpunkte zu finden. Derzeit gibt es zurzeit wohl kein anderes Elektroauto auf dem Markt, das besser ist, nicht zuletzt in Sachen Luxus. Mercedes bezeichnet die Verbrenner-S-Klasse gerne als "das beste Auto der Welt". Mit dem neuen EQS haben die Stuttgarter jetzt wohl auch das "beste Elektroauto der Welt" im Angebot. Mercedes hat den Begriff der Luxuslimousine für das Elektrozeitalter neu definiert und das Konzept der S-Klasse 1:1 auf eine stromernde Basis gestellt. Mehr kann man eigentlich nicht erwarten, wenn es um das beste Auto der Welt geht.

Videos 14

Tests

2023 Mercedes-Benz EQS SUV im Offroad / Gelände Test! Was kann der 7-Sitzer abseits der Straße? 1. Oktober 2022

Fahrberichte

2021 Mercedes EQS Mitfahrt technische Daten Leistung Reichweite Ladeleistung Kapazität Ersteindruck 2. April 2021

Vorstellungen

Mercedes-Maybach EQS 680 SUV Weltpremiere in Shanghai auf der Auto Show 2023 | Electric Drive News 29. März 2023
Mercedes Benz EQS SUV technische Daten Fakten Vorstellung Electric Drive News 18. April 2022
2021 Mercedes-Benz EQS Weltpremiere Design Fakten Reichweite Sitzprobe Abmessungen Kofferraum 15. April 2021

Weitere Videos

2024 Mercedes EQS Modellpflege: mehr Reichweite, höhere Anhängelast und der Stern ist zurück! 11. April 2024
DAS ist der Mercedes-Maybach EQS 680 SUV | Fakten & technische Daten! | Electric Drive News 10. Oktober 2023
Mercedes-Maybach EQS 680 SUV - das vermutlich luxuriöseste E-Auto der Welt | Electric Drive News 17. April 2023
So funktioniert der autonome Drive Pilot im Mercedes-Benz EQS und in der S-Klasse | Electric Drive 5. Mai 2022
Mercedes Benz EQS Crashtest! Das sicherste Auto der Welt? Electric Drive News 13. Dezember 2021
Der Mercedes-Benz EQS darf in Deutschland autonom fahren! So funktioniert der ELECTRIC DRIVE PILOT! 10. Dezember 2021
2021 Mercedes-Benz EQS 450+ oder EQS 580 4MATIC? Preis Leistung Reichweite | Electric Drive News 10. August 2021
So sieht der Mercedes EQS Innenraum ohne Hyperscreen aus | Electric Drive News 28. März 2021
2021 Mercedes-Benz EQS Hyperscreen | CES 2021 News 7. Januar 2021

Im Heft erschienen

Vorgestellt in

  • Vorgestellt in Electric Drive 06/2022, S. 52 — Mercedes EQS
  • Vorgestellt in Electric Drive 03/2021, S. 14 — Mercedes EQS

Getestet in

  • Getestet in Electric Drive 04/2021, S. 26 — Mercedes EQS

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