EQE
- Reichweite WLTP
- 664 km
- Verbrauch WLTP
- 15.8 kWh/100 km
- Leistung
- 195 kW (265 PS)
- 0–100 km/h
- 6.9 s
- Vmax
- 210 km/h
- Batterie netto
- 89 kWh
- Laden DC max
- 170 kW
- Laden AC max
- 11 kW
- Antrieb
- RWD
- Sitze
- 5
Versionen im Überblick 10
Alle Versionen nebeneinander — beste Werte pro Zeile hervorgehoben. Über den Stern nimmst du eine konkrete Version in den Vergleich auf.
| 300 Basis | 350plus | 350 4MATIC | SUV 300 | 500 4MATIC | SUV 350plus | SUV 350 4MATIC | SUV 500 4MATIC | AMG 53 4MATICplus | SUV AMG 53 4MATICplus | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Preis ab | 67.187 € | 71.412 € | 74.149 € | 83.479 € | 84.764 € | 86.811 € | 89.548 € | 99.841 € | 110.706 € | 139.438 € |
| Reichweite WLTP | 664 km | 691 km | 625 km | 586 km | 622 km | 611 km | 555 km | 597 km | 502 km | 452 km |
| Verbrauch WLTP | 15,8 kWh/100 km | 16,1 kWh/100 km | 16,8 kWh/100 km | 17,9 kWh/100 km | 16,9 kWh/100 km | 18,3 kWh/100 km | 19 kWh/100 km | 19,3 kWh/100 km | 20,7 kWh/100 km | 23,2 kWh/100 km |
| Leistung | 195 kW · 265 PS | 235 kW · 320 PS | 235 kW · 320 PS | 195 kW · 265 PS | 330 kW · 449 PS | 235 kW · 320 PS | 235 kW · 320 PS | 330 kW · 449 PS | 505 kW · 687 PS | 460 kW · 625 PS |
| 0–100 km/h | 6,9 s | 6,1 s | 5,9 s | 7,1 s | 4,4 s | 6,4 s | 6 s | 4,7 s | 3,5 s | 3,7 s |
| Vmax | 210 km/h | 210 km/h | 210 km/h | 210 km/h | 210 km/h | 210 km/h | 210 km/h | 210 km/h | 220 km/h | 240 km/h |
| Batterie netto | 89 kWh | 96 kWh | 90,6 kWh | 90,6 kWh | 90,6 kWh | 96 kWh | 90,6 kWh | 96 kWh | 90,6 kWh | 90,6 kWh |
| Laden DC max | 170 kW | 173 kW | 173 kW | 173 kW | 173 kW | 173 kW | 173 kW | 173 kW | 173 kW | 173 kW |
| Laden AC max | 11 kW | 11 kW | 11 kW | 11 kW | 11 kW | 11 kW | 11 kW | 11 kW | 22 kW | 22 kW |
| Antrieb | – | AWD | AWD | RWD | AWD | – | AWD | AWD | AWD | AWD |
Alle Daten (300)
Antrieb & Leistung
- Antriebsart
- BEV
- Leistung (kW)
- 195 kW
- Leistung (PS)
- 265 PS
- Antrieb
- RWD
- 0–100 km/h
- 6.9 s
- Höchstgeschwindigkeit
- 210 km/h
Batterie & Reichweite
- Batterie (netto)
- 89 kWh
- Batterie (brutto)
- 98 kWh
- Reichweite WLTP
- 664 km
- Verbrauch WLTP
- 15.8 kWh/100 km
Laden
- AC max
- 11 kW
- DC max
- 170 kW
- Systemspannung
- 400 V
Karosserie & Markt
- Karosserie
- Stufenheck
- Fahrzeugkategorie
- E - Obere Mittelklasse
- Länge
- 4946 mm
- Sitze
- 5
- Variante
- 300
Versicherung (Typklassen)
- Haftpflicht (KH)
- 20
- Teilkasko (TK)
- 25
- Vollkasko (VK)
- 27
- Einstufung
- 2024
Hersteller & Markt
- Konzern
- Mercedes-Benz
- Herkunftsland
- Deutschland
- Marktstart
- 2025
- Status
- bestellbar
- Preis
- ab 67.187 €
- Datenstand
- 3. Juni 2026
Einleitung
Der EQE will als vollelektrisches Auto das sein, was die E-Klasse zu Verbrennerzeiten war: eine der besten Optionen für lange Strecken und Vielfahrer. Es ist der kaum kleinere, bezahlbare EQS. Mercedes' EVA-Plattform hat bereits im EQS gezeigt, welches Potenzial sie hat. Nun fährt mit dem EQE die deutlich günstigere Business-Limousine auf der gleichen Basis vor.
Design
Den Erstkontakt bei einem Auto prägt immer das Design, und da kann der EQE definitiv punkten. Klar, es ist ein strömungsoptimiertes Stück Handwerkskunst. Dennoch ist es den Designern gelungen, ihm begehrenswerte Linien zu verpassen. Leicht geduckt und mit guten Proportionen steht er da. Vorne das typische EQ-Gesicht mit dem geschlossenen Kühlergrill und den zahllosen, markanten Sternen. Das Heck mit dem typischen, durchgehenden Leuchtenband ist gewissermaßen auch schon gelernt. Statt einer großen Heckklappe öffnet sich hier nur der Kofferraumdeckel. Versenkte, motorisch ausfahrende Türgriffe sind ebenfalls ein Zeichen der Zeit. Im Innenraum fühlt man sich auf Anhieb heimisch. Materialität und Haptik sind auf allerhöchstem Niveau.
Technik
Mercedes' EVA-Plattform bildet die Basis. Von der Luftfederung über die mitlenkende Hinterachse in zwei Varianten (4 Grad oder 10 Grad) bis hin zum HEPA-Filter für die Außenluft ist hier alles an Bord oder bestellbar. Der 350+ verfügt über 215 kW und erreicht in 6,4 Sekunden die 100 km/h-Marke bei einer Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Allerdings müssen hier auch mindestens 2.355 Kilo bewegt werden. Die Batteriekapazität liegt bei 100 kWh brutto und 90 kWh netto.
Ladeleistung
Wenn dann wieder Strom in die Batterie soll, geschieht das per AC standardmäßig mit 11 kW und optional mit 22 kW. Im ersten Fall nuckelt der EQE dann gut acht Stunden an der Wallbox, bis er wieder randvoll ist. Mit dem 22-kW-OnBoard-Charger geht das in gut vier Stunden. An Gleichstrom lädt der Mercedes mit bis zu 170 kW. Ist die Ladesäule als Navigationsziel eingegeben und die Vorlaufzeit bis dorthin ausreichend, dann kommt man dank der Vorkonditionierung mit perfekt temperiertem Stromspeicher an. Der Ladevorgang startete nach ein paar Sekunden direkt mit 170 kW, um dann erst bei etwa 50 Prozent auf 140 kW abzufallen. Mercedes beweist hier ganz klar, dass man auch mit 400-Volt-Technik beeindruckende Ladegeschwindigkeiten realisieren kann. Vor allem, dass die Ladekurve angenehm flach verläuft, ist sehr beeindruckend.
Fahrleistung
Das Wetter rund um Frankfurt war während der Fahrvorstellung durchwachsen. Motorisch ist der 350+ sicherlich kein Kind von Traurigkeit, die 215 kW reichen in jeder Situation aus. Wir haben uns ganz bewusst für einen Ausritt auf den Feldberg entschieden, um auch ein paar Höhenmeter in unser Fahrprofil zu bekommen. Bergab durfte der Benz dann wieder rekuperieren, was er ziemlich souverän erledigt. Auf insgesamt rund 150 km konnten wir den 350+ weitestgehend unter allen Bedingungen zwischen Schrittverkehr und Autobahnfahrt ausprobieren. Im Mittel standen dann am Schluss faire 19,1 kWh Verbrauch im Bordcomputer. Angesichts der klimatischen Randbedingungen ein hervorragender Wert für so viel Auto. Fahrwerkstechnisch ist der EQE ebenfalls ohne Fehl und Tadel. Das optionale Luftfahrwerk erhöht den Komfort nochmals wahrnehmbar, und wer sich viel in Städten und Parkhäusern herumtreibt, sollte die Hinterradlenkung mit 10 Grad Einschlagwinkel wählen, denn dann liegt der Wendekreis für dieses ausgewachsene Automobil bei kleinwagentypischen 10,9 Metern.
Platzangebot
Platz ist mehr als ausreichend vorhanden. Im Vergleich zum EQS fehlen dem EQE gerade einmal 90 mm Radstand, mit 3.120 mm ist dieser aber immer noch auf einem hervorragenden Niveau. Das manifestiert sich in der realen Welt dahingehend, dass man im EQE mehr Platz hat als in der aktuellen E-Klasse. Das Kofferraumvolumen beträgt 430 Liter.
Infotainment
Schon das kleine Zentraldisplay bietet mit 12,8 Zoll langer Diagonale mehr als genug Raum für die wirklich gute Menüstruktur, über die alle relevanten Funktionen mit einer, maximal zwei Gesten erreichbar sind. Gegen Aufpreis kann man sich allerdings auch im EQE den Hyperscreen gönnen, der konstruktiv sicherlich eine Meisterleistung ist. Uns gefällt die kleine Variante fast besser, da bei ihr relevante Informationen nicht schnell mal vom Lenkrad oder der eigenen Hand verdeckt sind. Außerdem kommt das kleine Display immer in Verbindung mit einer Reihe Hardkeys für wesentliche Bedienfunktionen, die bei den Versionen mit Hyperscreen in einem größeren, etwas wackeligen Bedienelement vereint sind. Das gilt natürlich auch für die Flut an Assistenzsystemen und Sonderausstattungen. So kann man sich beispielsweise optional das Digital Light mit seiner Projektionsfunktion gönnen oder das Soundsystem von Burmester. Unterstützend gibt es natürlich Distronic und Spurhalteassistent, ein Parkpaket mit 360-Grad-Kamera, aber auch eine Remote-Parkfunktion, mittels derer man seinen EQE mit dem Smartphone aus oder in enge Lücken bugsieren kann.
Ausstattung
Ab 70.626,50 Euro beginnt das EQE-Leben, wobei man dann allerdings nicht alle Ausstattungsoptionen bekommt. Wer mit ein paar Extras unter 80.000 Euro bleiben möchte, muss schon geschickt kombinieren. Bei den größeren Motorisierungen – zum Redaktionsschluss war das allerdings nur der AMG EQE 43 4MATIC – ist man dann schnell jenseits der 100.000er Marke angelangt. Wer Spaß und Lust daran hat, kann sich herrlich mit dem Konfigurator bei Mercedes austoben. Der hält dann auch solche Schmankerl bereit wie Sonderausstattungen ohne Aufpreis, die sich aber nur in Verbindung mit anderen Extras für lässige 15.000 Euro anwählen lassen.
Fazit
Ist der EQE ein kleiner EQS? Definitiv. In Sachen Ausstattung und Leistung steht er dem großen Bruder kaum nach. In Sachen Preis hingegen schon, zumindest auf den ersten Blick. Kein preisgünstiges Vergnügen, aber sicherlich zurzeit eine der besten, wenn nicht gar die beste Limousine. Businesslimousine in vollelektrisch – darauf haben viele gewartet. Makellos verarbeitet und gegen den einen oder anderen Aufpreis auch ziemlich gut ausgestattet.
Videos 2
Weitere Videos
Im Heft erschienen
Vorgestellt in
- Vorgestellt in Electric Drive 04/2023, S. 50 — Mercedes-AMG EQE 53
- Vorgestellt in Electric Drive 06/2022, S. 42 — Mercedes EQE
- Vorgestellt in Electric Drive 05/2021, S. 52 — Mercedes EQE
Getestet in
- Getestet in Electric Drive 03/2022, S. 24 — Mercedes EQE 350+