600e
- Reichweite WLTP
- 409 km
- Verbrauch WLTP
- 15.1 kWh/100 km
- Leistung
- 115 kW (156 PS)
- 0–100 km/h
- 9 s
- Vmax
- 150 km/h
- Batterie netto
- 50.8 kWh
- Laden DC max
- 107 kW
- Laden AC max
- 11 kW
- Antrieb
- FWD
- Sitze
- 5
Alle Daten
Antrieb & Leistung
- Antriebsart
- BEV
- Leistung (kW)
- 115 kW
- Leistung (PS)
- 156 PS
- Antrieb
- FWD
- 0–100 km/h
- 9 s
- Höchstgeschwindigkeit
- 150 km/h
Batterie & Reichweite
- Batterie (netto)
- 50.8 kWh
- Batterie (brutto)
- 54 kWh
- Reichweite WLTP
- 409 km
- Verbrauch WLTP
- 15.1 kWh/100 km
Laden
- AC max
- 11 kW
- DC max
- 107 kW
- Systemspannung
- 400 V
Karosserie & Markt
- Karosserie
- SUV
- Fahrzeugkategorie
- JB - Kleinwagen
- Länge
- 4171 mm
- Sitze
- 5
- Variante
- Basis
Versicherung (Typklassen)
- Haftpflicht (KH)
- 16
- Teilkasko (TK)
- 20
- Vollkasko (VK)
- 25
- Einstufung
- 2024
Hersteller & Markt
- Konzern
- Stellantis
- Herkunftsland
- Italien
- Marktstart
- 2023
- Status
- bestellbar
- Preis
- ab 36.490 €
- Datenstand
- 3. Juni 2026
Auch im Heft
Den Test gibt's als Video — und im Heft (Electric Drive 06/2023).
Einleitung
Mit einer Länge von 4,17 Meter und einer Breite von 1,98 Meter inklusive Spiegeln zeigt sich der Fiat 600e zwar als Riese in einem Segment der Zwerge, aber wer sagte, dass Größe keine Rolle spielt? Ganz im Gegenteil: Der Fiat 600e wirkt im Vergleich zu vielen Mitbewerbern geradezu kompakt, misst 1,52 Meter in der Höhe und verfügt über einen Radstand von 2,56 Meter. Entwickelt in Turin, basierend auf Bauteilen und Ideen von den Brüdern und Schwestern im Stellantis-Konzern wird der Fiat 600e im polnischen Tychy gefertigt.
Design
Hier wird wie im Original die Größe effizient genutzt; die Familie sitzt bequem, und dank der modernen Sicherheits- und Konnektivitätsfunktionen bleibt auch das Nervenkostüm entspannt.
Technik
Beim Antrieb sind wir auf der Via della Potenza. Der Elektromotor des Fiat 600e leistet stolze 115 kW/156 PS und ein maximales Drehmoment von 260 Nm. Das heißt, man gleitet nicht nur lässig-leise durch die Stadt, sondern kann auch richtig Gas geben. Der 54 kWh große Akku ermöglicht eine WLTP-Reichweite von bis zu 600 Kilometern, die sich innerstädtisch realisieren lassen sollen. Die Fahrdynamik profitiert von bewährten Bauteilen wie der MacPherson-Einzelradaufhängung vorne und der Verbundlenkerachse hinten, die den 600e sanft über die Straßen gleiten lassen. Im Sportmodus zeigt er Zähne. Übersteuern? Ja, aber charmant! Die Reifen im Format 215/55-18 und die Verbindung des tiefen Schwerpunkts mit dem guten Fahrwerk lassen den Fiat 600e fast sportlich durch die Kurven zirkeln.
Ladeleistung
Der Ladevorgang von 20 bis 80 Prozent des 54 kWh großen Akkus dauert nur 27 Minuten – weniger Zeit also, als für ein ordentliches Risotto benötigt wird. Dafür fehlt dem Fiat 600e die V2L-Ladefunktion, und nur in der größten Ausstattungslinie gibt es einen zusätzlichen 12-Volt-Anschluss. Im Endeffekt könnte man noch eine Vorkonditionierung der Batterie oder einen stärkeren Onboard-Lader wünschen.
Fahrleistung
Wer das italienische Temperament des Fiat 600e zu oft herausfordert, verabschiedet sich schnell von der versprochenen Reichweite. Im sparsamen Eco-Modus lassen sich die Kilometer langsam und genüsslich reiben. Neben der Verzögerung durch die Rekuperation bietet der Fiat 600e sogar einen One-Pedal-Driving-Modus. Scheibenbremsen an der Vorder- sowie an der Hinterachse sorgen für die notwendige Verzögerung, wenn es drauf ankommt. Die Rekuperation lässt sich in zwei Stufen einstellen, doch die Spreizung dazwischen ist nicht so auffällig wie bei den drei Fahrmodi: Hier spürt man die softwareseitigen Veränderungen deutlich. Die Lenkung lässt, wie inzwischen bei fast allen Marktbegleitern auch, die Rückmeldung vermissen. Leichtgängig kurbeln wir uns über die Testrouten und genießen dabei das gut abgestimmte Fahrwerk. Mit den Reifen im Format 215/55-18 kommt schon der ein oder andere Stoß von unten durch. Unser größter Kritikpunkt: Die Bremse lässt sich zwar leichtgängig, aber nicht feinfühlig dosieren. Im Rahmen einer Pressefahrveranstaltung zeigte der Bordcomputer einen Verbrauch von 15,6 kWh/100 km an; dabei nutzten wir sowohl den Sport- als auch den Eco-Modus. Damit lagen wir im ersten Test ganz knapp über den WLTP-Werten, die zwischen 15,1-15,2 kWh/100 km angegeben werden. Somit ist auch eine maximale kombinierte Reichweite von bis zu 409 Kilometer mit einer kompletten Akkuladung realistisch.
Platzangebot
Unter der vorderen Haube gibt es leider keinen Frunk, der Kofferraum fasst 360 Liter, und klappt man die im Verhältnis 60:40 teilbaren Rücksitze um, vergrößert sich das Stauvolumen auf 1.231 Liter. Eine Anhängerkupplung gibt es nicht, eine Anhänge- und Stützlast auch nicht, und auch von einer Dachlast gibt es keine Spur. Auf Rückfrage hörten wir hinter vorgehaltener Hand, dass man daran wohl arbeiten würde, eventuell wird es da also Lösungen geben. Im Innenraum gibt es viele Ablagen, gut verstellbare Sitze, elektrische Fensterheber mit Komfort-Funktion vorne sowie ausreichend Anschlüsse für die digitalen Geräte.
Infotainment
Um die musikalische Untermalung kümmert sich das Smartphone via Apple CarPlay oder Android Auto, die Lautstärke lässt sich über einen Drehregler einstellen, und die Bedienung lässt sich nur mit einem Wort umschreiben: intuitiv! Im Fiat 600e gefällt das Bedienkonzept. Klar: Das Touch-Display dominiert, aber es gibt auch noch klassische Tasten. Darüber werden unter anderem die Fahrstufen angewählt, genauso die Fahrmodi. Auch die elektronische Parkbremse wird über einen klassischen Taster bedient. Insgesamt betrachtet lässt der Fiat 600e in Sachen Bedienung kaum Fragen offen, und: Es gibt einen Drehknopf für die Lautstärke. Weniger ist im Fiat 600e manchmal mehr: Durch klar strukturierte Anzeigen wird die Ablenkung des Fahrers minimiert, alles was man wissen muss, kann man mit einem kurzen Blick auf das sieben Zoll große Display hinterm Lenkrad erhaschen. Natürlich verfügt der Fiat 600e über einen autonomen Notbremsassistenten. Während die RED Edition bereits ordentlich was auf dem Kasten hat, spielt die Edition LA PRIMA alle Stücke. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt, von der 360-Grad-Parksensorik bis zum teilautomatisierten Fahren nach Level 2.
Ausstattung
Die beiden Varianten mit einem Startpreis von 36.490 Euro für die RED und 42.490 Euro für die LA PRIMA Version sind nicht nur eine Hommage an die Vergangenheit, sondern ein mutiger Schritt in eine elektrische, italienisch geprägte Zukunft. Während die RED Edition bereits ordentlich was auf dem Kasten hat, spielt die Edition LA PRIMA alle Stücke.
Fazit
Ein sympathisches Familienauto für die Stadt macht auch vor längeren Strecken weder Angst noch Halt. Fiat zeigt, dass gut und flott nicht riesig sein muss – nur die Preisschraube steckt auch hier ein bisschen eng angezogen in ihrem Gewinde. Ein Stück Bella Italia für die Straßen dieser Welt, das nicht nur das B-Segment, sondern auch unsere Herzen erobern könnte.
Videos 1
Tests
Im Heft erschienen
Getestet in
- Getestet in Electric Drive 06/2023, S. 18 — Fiat 600e