Der Microduck von Pollen Robotics ist ein 25 Zentimeter großer, zweibeiniger Roboter, der watschelt, sich hinsetzt, Rollschuh fährt und Gegenstände mit dem Schnabel aufhebt. Die Vorbestellung startete am 27. August 2026. Das Einführungsangebot kostet 399 US-Dollar vor Steuern und Versand, die ersten Auslieferungen sind vor Weihnachten 2026 geplant, zunächst in Nordamerika und Europa. Pollen Robotics sitzt in Bordeaux und ist seit April 2025 das Robotik-Team von Hugging Face. Der Microduck ist nach Reachy Mini der zweite Verbraucherroboter des Teams.

Der Roboter wiegt unter 800 Gramm, hat 15 Motoren, Kamera, LiDAR und zwei IMUs. Ein Rockchip RK3566 mit KI-Beschleuniger rechnet an Bord, dazu kommen WLAN und Bluetooth. Der wechselbare NP-F550-Akku hält je nach Nutzung etwa eine Stunde. Im Karton liegen Roboter, Akku, USB-C-Kabel und ein Controller, sodass man ohne Programmierung losspielen kann. Zusatzpakete für Ladegeräte, Ersatzteile und Zubehör kosten 39 bis 119 Dollar. Die Schale gibt es in Cream, Graphite, Lavender und Sky.

Die Software ist Open Source (Apache-2.0): SDK, Simulationsumgebung und Trainingswerkzeuge für Reinforcement Learning liegen auf GitHub. Verhalten trainiert man in der MuJoCo-Simulation und überträgt es auf den Roboter. Die Konstruktionsdateien für Mechanik und Elektronik fallen laut Hersteller nicht unter diese Aussage. Kameraauflösung, LiDAR-Reichweite, Funkversionen, SDK-Sprachen und eine Altersempfehlung sind noch nicht final.

Für das vernetzte Zuhause ist ein Blogbeitrag vom 23. Oktober interessant: Der Microduck erstellt per SLAM mit Beinodometrie und einem 8×8-Tiefensensor eine Karte seines Raums und findet sich nach dem Umsetzen wieder. Das läuft ohne Cloud und Laptop direkt auf dem Roboter. Der mittlere Positionsfehler lag in zwei Tests bei 2,7 und 4,8 Zentimetern. Bisher kartiert er nur einen Raum, und der Boden unter einem Sofa gilt als frei.
