Die Homematic IP App von eQ-3 lernt mit Version 3.9.13 eine Menge dazu, und zwar ohne dass im Haus ein einziges Gerät getauscht werden muss. Das ist der eigentliche Punkt dieses Updates: Hardware entscheidet längst nicht mehr allein, und regelmäßige Updates sind mehr als Fehlerbehebung. Homematic IP wird dadurch spürbar leistungsfähiger.

Wenn der Letzte die Tür zuzieht

Das Herzstück ist Geofencing. Das Zuhause löst Aktionen abhängig vom Standort eines oder mehrerer verbundener Smartphones aus. Verlässt der letzte Nutzer das Haus, sinkt die Solltemperatur der Heizung, und die Haustür wird verriegelt.

Durch die Einrichtung führt der neue Homematic IP Assistant. Zwei typische Anwendungsfälle liegen als vorgefertigte Aktionen bereit: die standortbasierte Zutrittssteuerung und die Heizungsregelung. Wer mehr will, nutzt Geofencing als Auslöser für eigene, standortbasierte Automatisierungen.

Das Auto wird zur Fernbedienung

Neu ist auch die Unterstützung von Apple CarPlay und Android Auto. Die App stellt drei Tabs bereit, die sich jeweils mit drei Aktionen belegen lassen. So lässt sich das Garagentor über das Infotainmentsystem öffnen und schließen oder der Alarmstatus des Zuhauses anzeigen. Wichtige Benachrichtigungen, etwa Einbruch- oder Gefahrenalarme, erscheinen direkt auf dem Fahrzeugdisplay.

Admin-Rechte ohne Umweg zurückholen

Ist das Smartphone verloren oder defekt, gab es bisher den Wiederherstellungsschlüssel. Jetzt existiert eine zweite Methode: Die Rechte eines bestehenden Admins lassen sich übertragen. Zum Schutz vor Missbrauch ist die Admin-PIN nötig, und der bestehende Admin kann die Übertragung verweigern.

Kameras und Zentrale ziehen mit

Die Homematic IP Sicherheitskameras erhalten individuell festlegbare Alarmbereiche und können in der Live-Ansicht eine Tür öffnen. Weitere aktuelle und geplante Optimierungen führt die Feature-Roadmap auf der Homematic IP Website auf.

Die Home Control Unit bekommt parallel die Version 1.8.10. Sie bringt Plugins für die Kommunikationsstandards Modbus und MQTT und erlaubt die Installation von Partner-Plugins auf der Zentrale. Damit öffnet sich das System für die Integration weiterer Lösungen.

Schrittweise, wie üblich

Die kostenlose App 3.9.13 wird seit dem 27. Oktober 2026 schrittweise freigegeben. Der Rollout sollte nach wenigen Tagen abgeschlossen sein.

Häufige Fragen

Was ist neu in der Homematic IP App 3.9.13?

Die Version bringt Geofencing mit Homematic IP Assistant, Unterstützung für Apple CarPlay und Android Auto, eine Wiederherstellung von Admin-Rechten per Admin-PIN sowie neue Kamerafunktionen wie individuelle Alarmbereiche und Türöffnen aus der Liveansicht.

Wie funktioniert Geofencing in Homematic IP?

Aktionen werden abhängig vom Standort eines oder mehrerer Smartphones ausgelöst. Verlässt der letzte Nutzer das Haus, sinkt etwa die Solltemperatur, und die Haustür wird verriegelt. Auch eigene Automatisierungen sind möglich.

Was lässt sich per CarPlay und Android Auto steuern?

Es gibt drei Tabs mit jeweils drei belegbaren Aktionen, etwa Garagentor öffnen und schließen oder den Alarmstatus anzeigen. Einbruch- und Gefahrenalarme erscheinen zudem auf dem Fahrzeugdisplay.

Wann kommt das Update?

Der schrittweise Rollout der kostenlosen App-Version 3.9.13 startete am 27. Oktober 2026 und sollte innerhalb weniger Tage abgeschlossen sein.

Was bringt die Home Control Unit Version 1.8.10?

Sie umfasst Plugins für Modbus und MQTT und ermöglicht die Installation von Partner-Plugins auf der Smart-Home-Zentrale.