Der HighLow Chair von Studiotools soll eine Lücke in Meetingräumen schließen: Höhenverstellbare Tische sind dort laut Hersteller vielerorts Standard, die Bestuhlung dazu aber auf Sitzen oder Anlehnen beschränkt. Der vom Inhouse-Designer Moritz Willm entworfene Stuhl, den das Schweizer Unternehmen zur Orgatec 2026 vorstellt, vereint Bürostuhl und Stehhilfe. Eine abkippbare Rückenlehne erlaubt den Wechsel zwischen Sitzen und angelehntem Stehen.
Die Gelenkmechanik hat Studiotools nach eigenen Angaben komplett inhouse entwickelt. Die gedämpfte Konstruktion ist aus Werkzeugstahl gefertigt, der Stuhl ist international patentiert. Die Sitzfläche ist gepolstert und unterfedert. Der Stuhl lässt dynamisches Sitzen seitlich, rittlings oder zurückgelehnt zu. Je nach Ausführung lassen sich zwei bis vier Stühle stapeln, die Rollen sind bremsbar. Den Bouclé-Bezug aus englischer Schurwolle gibt es in 33 Farben.

Der Tisch dazu

Im Oktober folgte der HighLow Table, entwickelt mit dem Studio KASCHKASCH. Die Platte misst 182 mal 42 Zentimeter. Der Tisch ist stufenlos höhenverstellbar per Gasdruckfeder und braucht keinen Strom. Er steht auf feststellbaren Rollen. Die geringe Tiefe ist Programm: Statt ihn im Lager zu verstauen, soll er als „In-Space Storage“ an der Wand im Raum bleiben und sich spontan nutzen lassen. In der Ausführung HighLow Connect lassen sich die Tische in jedem Winkel verbinden, etwa zu Reihen, U-Formen oder Tischkreisen.

Studiotools-Gründer Reto Schnyder begründet das Format mit Gesprächen: Menschen wünschten sich für die eigene Arbeitsfläche wenig Tiefe, rund 42 Zentimeter reichten selbst mit Laptop, Notizbuch und Getränk. Dafür wollten sie mehr Breite. Preise und Marktstart nennen die Pressetexte nicht.
