Auf den Punkt: Polestar hat den Polestar 3 und den Polestar 4 Coupé zum Mai 2026 umfassend aktualisiert. Der Polestar 3 erhält eine 800-Volt-Architektur mit bis zu 350 kW DC-Ladeleistung, lädt von 10 auf 80 Prozent in 22 Minuten und leistet in der Performance-Variante bis zu 500 kW. Der Polestar 4 Coupé bekommt ein neu abgestimmtes Fahrwerk und weist einen CO₂-Fußabdruck ab 19,4 tCO₂e auf. Preise starten bei 78.900 Euro (Polestar 3) und 61.900 Euro (Polestar 4 Coupé).

Polestar hat am 12. Mai 2026 in Köln die aktualisierten Versionen des Polestar 3 und des Polestar 4 Coupé vorgestellt. Der Polestar 3 startet ab 78.900 Euro, der Polestar 4 Coupé ab 61.900 Euro — beide Modelle sind ab sofort bestellbar.

Innenraum des Polestar 3 von oben: heller Ledersitz, schwarzes Lenkrad, großes Touchscreen-Infotainmentsystem
Der Innenraum des Polestar 3 kombiniert helles Leder mit einem großen Zentraldisplay und goldenem Drehregler in der Mittelkonsole. Quelle: Polestar

Was bringt die 800-Volt-Architektur im Polestar 3?

Das technisch bedeutendste Update betrifft den Polestar 3: Das Flaggschiff-SUV wechselt auf eine 800-Volt-Elektroarchitektur. Die maximale DC-Ladeleistung steigt damit auf bis zu 350 kW, die Ladezeit von 10 auf 80 Prozent sinkt unter optimalen Bedingungen auf 22 Minuten — laut Polestar 35 Prozent schneller als beim Vorgänger.

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Zusätzlich führt Polestar die Batteriesoftware „Breathe Charge“ ein. Sie überwacht den Batteriezustand kontinuierlich in Echtzeit und passt die Ladegeschwindigkeit dynamisch an. Bei einer zehnminütigen DC-Ladung soll die erzielbare Reichweite damit um bis zu 38 Prozent höher liegen als ohne diese Funktion, so Polestar in der Pressemitteilung.

Polestar 3 2026 in Olivgrün, Heckansicht mit durchgehendem LED-Rücklichtband
Der Polestar 3 erhält 2026 eine 800-Volt-Architektur und lädt von 10 auf 80 % in nur 22 Minuten. Quelle: Polestar

Wie verändert sich die Antriebsleistung des Polestar 3?

Alle Polestar-3-Varianten erhalten einen neu entwickelten Permanentmagnet-Synchronmotor an der Hinterachse. In den Dual-Motor-Konfigurationen wird dieser mit einem Asynchronmotor an der Vorderachse kombiniert. Die Systemleistung der Performance-Variante erreicht damit bis zu 500 kW.

Zur Effizienzverbesserung trägt eine automatische Abschaltfunktion des Frontmotors im Alltag bei. Ergänzend hat Polestar die Kraftverteilung stärker zur Hinterachse hin verschoben, die Federung und Stabilisatoren an der Vorderachse überarbeitet sowie die Lenkungssoftware neu abgestimmt. Der Hauptcomputer wurde ebenfalls aufgerüstet: Der Polestar 3 nutzt nun den NVIDIA DRIVE AGX Orin-Prozessor, was laut Hersteller die Rechenleistung mehr als verachtfacht und eine verbesserte Steuerung von Sicherheitssystemen und Sensordaten ermöglicht.

Polestar 3 Cockpit mit Lenkrad, digitalem Fahrerdisplay und großem Infotainment-Touchscreen mit Google-Navigation
Das Infotainment-System des Polestar 3 läuft auf Android Automotive mit Google-Diensten – inklusive Navigation und Google Assistant. Quelle: Polestar

Was ist neu beim Design und der Ausstattungsstruktur?

Optisch kommen beim Polestar 3 zwei neue Außenfarben hinzu: „Storm“ und „Krypton“. Dazu gibt es Embleme in Kontrastfarben. Im Innenraum stehen neue Farbvarianten zur Wahl, darunter „Bio-attributed MicroTech“ mit Steppmuster in „Nebula“ und Dekor aus wiederverwendetem Aluminium sowie Nappaleder in „Dune“ mit Dekor aus schwarzer Esche.

Beide Modelle übernehmen zudem die Ausstattungsstruktur des Polestar 5: Die Varianten heißen nun einheitlich „Rear Motor“ und „Dual Motor“. Die Topversion des Polestar 3 trägt die Bezeichnung „Performance“, jene des Polestar 4 Coupé „Dual Motor mit Performance-Paket“. Sicherheitsgurte in Schwedengold markieren optisch die jeweilige Ausstattungsstufe — komplett goldfarben in den Performance-Varianten, mit Streifen beim Dual Motor, schwarz beim Rear Motor.

Was ändert sich beim Polestar 4 Coupé?

Das bislang als Polestar 4 vermarktete Modell trägt ab sofort offiziell den Zusatz „Coupé“. Das aktualisierte Fahrwerk beider Antriebsvarianten umfasst passive Dämpfer mit höherer Kapazität, neue Feder- und Stabilisatorspezifikationen sowie Polyurethan-Rückprallanschläge, die die bisherigen internen Rückprall-Schraubenfedern ersetzen. Polestar verspricht damit ein kontrollierteres Fahrverhalten und schärfere Lenkpräzision.

Die Dual-Motor-Varianten beschleunigen weiterhin in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Beim CO₂-Fußabdruck meldet Polestar Fortschritte: Das in Hangzhou Bay, China, produzierte Dual-Motor-Modell kommt auf 20,3 tCO₂e — 1,1 tCO₂e weniger als zum Marktstart. Die Rear-Motor-Variante liegt bei 19,4 tCO₂e (Hangzhou Bay). Für in Busan, Südkorea, gefertigte Fahrzeuge betragen die Werte 20,7 tCO₂e (Dual Motor) und 19,8 tCO₂e (Rear Motor).

Polestar 4 Coupé 2026 in Weiß auf kurvenreicher Landstraße in Vulkanlandschaft
Der Polestar 4 Coupé 2026 mit überarbeitetem Fahrwerk – Preise starten ab 61.900 Euro. Quelle: Polestar

Was kosten Polestar 3 und Polestar 4 Coupé, und wann sind sie verfügbar?

Beide Modelle können ab sofort bestellt werden. Der Polestar 3 in der Einstiegsvariante Rear Motor startet bei 78.900 Euro, der Polestar 4 Coupé Rear Motor bei 61.900 Euro (jeweils inkl. MwSt. laut Polestar-Angabe). Weitere Konfigurationsdetails und Preise für Dual-Motor- und Performance-Varianten sind auf den Produktseiten unter polestar.com/de verfügbar.