Audi hat technische Details zum A2 e-tron veröffentlicht, der im Herbst 2026 vorgestellt werden soll. In der Leistungsstufe mit 140 kW und optionalem Effizienzpaket weist das Kompaktmodell einen vorläufigen WLTP-Verbrauch von 12,8 kWh pro 100 Kilometer auf. Damit soll er der verbrauchsärmste Serien-Audi aller Zeiten werden.

Zentrales Effizienz-Merkmal ist die Aerodynamik: Der cw-Wert liegt bei 0,24 und ist damit laut Audi der beste Wert im Kompaktsegment der Marke. Air Curtains, Gap Reducer und ein aktiver Kühllufteinlass senken den Verbrauch im WLTP-Zyklus gegenüber einem Fahrzeug ohne diese Maßnahmen um bis zu 0,9 kWh pro 100 Kilometer. Der aktive Kühllufteinlass bleibt im Normalbetrieb geschlossen und öffnet sich nur beim Laden, bei starker Beschleunigung oder hohen Temperaturen.

Audi A2 e-tron Prototyp mit Camouflage-Folie fährt durch einen Tunnel, Heckansicht
Der Audi A2 e-tron im Tarnkleid: Der cw-Wert von 0,24 soll ihn zum effizientesten Serien-Audi aller Zeiten machen. Quelle: Audi

LFP-Batterie mit 61 kWh und bidirektionalem Laden

Als Speicher setzt Audi auf eine 61-kWh-Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP) in Cell-to-Pack-Bauweise. LFP-Zellen kommen ohne seltene Erden aus, altern langsamer als viele Alternativen und lassen sich im Alltag regelmäßig auf 100 Prozent laden. Eine angepasste Kühlungsstrategie hebt die Ladeeffizienz an der Wallbox auf 89,6 Prozent. Darüber hinaus unterstützt der A2 e-tron bidirektionales Laden: Vehicle-to-Load versorgt externe Geräte, Vehicle-to-Home speist das Hausnetz. Die Vehicle-to-Home-Funktion wird zunächst in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar sein.

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Audi A2 e-tron Prototyp mit schwarz-gelbem Camouflage-Wrap an Küstenstraße
Der Audi A2 e-tron trägt noch einen auffälligen Art-Wrap – der Serienwagen soll einen cw-Wert von nur 0,24 erreichen. Quelle: Audi

Beim Antrieb setzt Audi auf eine permanent erregte Synchronmaschine mit Siliziumkarbid-Halbleitern in der Leistungselektronik. Im Vergleich zur bisherigen Silizium-Technologie sinken die Schaltverluste im Teillastbereich um bis zu 33 Prozent. Dünnere Statorlamellen (0,2 statt 0,3 Millimeter) und eine Umstellung von Stern- auf Dreieckschaltung reduzieren zusätzlich die Eisenverluste. Das Getriebe arbeitet mit einem Leichtlauföl und einer langen Übersetzung von 10,2:1, was bei höheren Geschwindigkeiten das Drehzahlniveau senkt.

Audi A2 e-tron Prototyp mit Tarnfolie auf einer Brückenautobahn, Frontansicht in Fahrt
Der Audi A2 e-tron Prototyp trägt noch Tarnfolie – der Serien-Kompaktwagen soll einen cw-Wert von 0,24 erreichen. Quelle: Audi