Auf den Punkt: Das Plaud Note ist ein flaches Diktiergerät (ca. 3 mm Bautiefe) für 170 Euro, das per MagSafe am iPhone haftet und unabhängig davon aufzeichnet. Laut Testbericht transkribiert es Gespräche präzise, erkennt verschiedene Sprecher und verdichtet einstündige Meetings automatisch auf wenige, gut lesbare Absätze – ein echter Vorteil gegenüber Diktierapps, die bei eingehenden Anrufen abbrechen.
Das Plaud Note ist ein eigenständiges Diktiergerät, das per MagSafe an der iPhone-Rückseite haftet, aber vollkommen unabhängig vom Telefon aufzeichnet. Es kostet 170 Euro und richtet sich an alle, die Meetings, Interviews oder Gespräche regelmäßig dokumentieren müssen.
Was steckt im Gerät?
Mit rund drei Millimetern Bautiefe und dem Format einer Kreditkarte ist das Plaud Note unauffällig. Die Metalloberfläche wirkt solide, ein Schiebeschalter wechselt zwischen zwei Aufnahmemodi: Raumaufnahme über zwei Mikrofone oder Telefonmodus über einen Vibrationssensor, der die Schwingungen des Smartphones direkt abnimmt – ohne Lautsprecher. Ein Display fehlt; ein kleines LED-Licht signalisiert die laufende Aufnahme.
Die Akkulaufzeit beträgt laut Hersteller bis zu 30 Stunden, im Standby hält das Gerät wochenlang durch. Geladen wird über ein magnetisches Spezialkabel – praktisch im Alltag ist das nicht. Ein USB-C-Anschluss fehlt.

Was leistet die KI-Transkription?
Nach der Aufnahme überträgt die Plaud-App die Datei kabellos und startet die Umwandlung in Text. Im Test funktionierte das zuverlässig: Fachbegriffe, lange Sätze und mehrere Sprecher wurden korrekt erkannt, inklusive Zeitstempel und Sprecherzuordnung. Protokolle lagen wenige Minuten nach Gesprächsende als lesbarer Text vor.
Besonders stark: die automatischen Zusammenfassungen. Die KI gliedert Inhalte thematisch, extrahiert To-dos und schreibt in flüssiger Sprache. Im Test verdichtete das Plaud Note einstündige Meetings auf wenige Absätze, ohne wesentlichen Kontext zu verlieren. Einschränkung: Der Stil bleibt neutral. Wer einen journalistischen oder erzählerischen Ton möchte, muss das manuell anstoßen.
Ein klarer Vorteil gegenüber Diktierapps auf dem Smartphone: Kommt ein Anruf, läuft das Plaud Note einfach weiter. Es lässt sich von Systembenachrichtigungen nicht unterbrechen.

Was kann die App?
Die Plaud-App ist übersichtlich und bietet Funktionen, die man sonst aus professionellen Transkriptionstools kennt: Aufnahmen durchsuchen, exportieren, als Word-Dokument oder Mindmap weiterverarbeiten. Datenschutzseitig werden alle Daten laut Hersteller verschlüsselt übertragen und gespeichert, der Zugriff lässt sich einschränken.
Was bringt das Plaud Note Pro?
Parallel zum Standardmodell hat Plaud das Plaud Note Pro vorgestellt. Es behält das flache Format, baut aber auf vier MEMS-Mikrofone mit KI-gestütztem Beamforming, die Sprache über bis zu sechs Meter Entfernung erfassen sollen. Ein integriertes AMOLED-Display zeigt Status direkt am Gerät, der Moduswechsel erfolgt automatisch. Die Akkulaufzeit steigt auf bis zu 60 Stunden.
Neu ist außerdem „Press-to-Highlight“: Während der Aufnahme lassen sich wichtige Passagen per Tastendruck markieren. Diese Funktion soll laut Hersteller später auch für das Standardmodell kommen. Das Pro richtet sich an Vielnutzer, die regelmäßig lange Gespräche protokollieren. Wer gelegentlich Interviews oder Meetings aufzeichnet, kommt mit dem regulären Note aus.
Was kostet das Plaud Note?
Das Plaud Note ist für 170 Euro erhältlich, der Hersteller ist unter plaud.ai erreichbar.
Häufige Fragen
Funktioniert das Plaud Note ohne iPhone?
Das Plaud Note haftet per MagSafe am iPhone, arbeitet aber vollständig autark. Es zeichnet auch dann auf, wenn das Smartphone gerade einen Anruf entgegennimmt oder anderweitig beschäftigt ist. Die Datenübertragung zur App erfolgt kabellos nach der Aufnahme.
Wie genau ist die Transkription des Plaud Note?
Im Test erkannte das Plaud Note Fachbegriffe, lange Sätze und mehrere Sprecher zuverlässig – inklusive Zeitstempel und Sprecherzuordnung. Einstündige Meetings wurden auf wenige, gut lesbare Absätze verdichtet, ohne wesentlichen Kontext zu verlieren.
Was ist der Unterschied zwischen Plaud Note und Plaud Note Pro?
Das Pro-Modell bietet vier statt zwei Mikrofone mit Beamforming (Reichweite bis 6 Meter), ein AMOLED-Display, automatischen Moduswechsel und bis zu 60 statt 30 Stunden Akkulaufzeit. Das Standardmodell reicht laut Test für gelegentliche Interviews und Meetings.
Sind die Aufnahmen mit dem Plaud Note datenschutzkonform?
Laut Hersteller werden alle Daten verschlüsselt übertragen und gespeichert. Der Zugriff lässt sich in der App einschränken. Ob das den Anforderungen einzelner Unternehmen oder der DSGVO vollständig genügt, sollte im Einzelfall geprüft werden.
Was kostet das Plaud Note?
Das Plaud Note kostet 170 Euro und ist über plaud.ai erhältlich.
