Auf den Punkt: Die Onkyo Icon-Serie besteht aus der Vorstufe P-80 (1.499 Euro) und der Endstufe M-80 (1.599 Euro). Die M-80 liefert 150 W pro Kanal an 8 Ohm, 200 W an 4 Ohm im Class-AB-Betrieb. Beide Geräte kombinieren analoges Design mit VU-Metern, einem HDMI-ARC-Anschluss und dem Raumkorrektur-System Dirac Live für 2-Kanal-Setups. Streaming-Netzwerkfunktionen sind vorhanden, stehen aber nicht im Vordergrund.
Onkyos neue Icon-Serie richtet sich an Hörer, die klassische Stereo-Verstärkertechnik mit modernen Anschlüssen verbinden wollen. Die Kombination aus Vorstufe P-80 und Endstufe M-80 kostet zusammen 3.098 Euro und integriert das Raumkorrektur-System Dirac Live — ungewöhnlich für eine reine Stereoanlage in dieser Klasse.
Was steckt hinter dem analogen Design?
Optisch setzt die Icon-Serie auf massives Aluminium, klare Linien und verzichtet auf Displays. Stattdessen arbeiten analoge VU-Meter im gedimmten Orangeton — ihre Zeiger zeigen Last, Dynamik und Betrieb an. Das ist keine reine Ästhetik-Entscheidung: VU-Meter vermitteln auf einen Blick, wie der Verstärker gerade arbeitet.
Die Aufgabenteilung folgt klassischer HiFi-Logik. Die P-80 übernimmt Steuerung, Signalverarbeitung und Quellenwahl. Die M-80 konzentriert sich ausschließlich auf Leistung: 150 W pro Kanal an 8 Ohm, 200 W an 4 Ohm, Class-AB-Technik mit hoher Stromlieferfähigkeit. Laut Onkyo bleibt die Endstufe auch bei höheren Pegeln klanglich kontrolliert, ohne zu verhärten.

Was leistet Dirac Live in der Praxis?
Dirac Live ist ein Einmesssystem, das über klassische Equalizer hinausgeht: Es analysiert nicht nur den Frequenzgang am Hörplatz, sondern auch Laufzeiten und Phasenlage des Signals. Raumbedingte Überlagerungen — besonders im Bassbereich — werden so gezielt korrigiert. Der korrigierte Frequenzbereich reicht von 20 Hz bis 500 Hz, mehrere Messprofile lassen sich speichern. Als optionale Erweiterung ist Dirac Live Bass Control erhältlich.
In der Praxis wirkt sich das vor allem auf den Tieftonbereich und die Stimmabbildung aus: Der Bass erscheint definierter und weniger von Raummoden abhängig, Stimmen stehen stabiler im Stereobild. Wichtig dabei: Dirac Live greift nur gezielt ein und lässt den Grundcharakter der Lautsprecher unangetastet. Die Einrichtung erfolgt per Messmikrofon und Software und lässt sich nach Raumveränderungen unkompliziert wiederholen.
Wie gut ist die Integration in moderne Wohnzimmer-Setups?
Die Vorstufe P-80 verfügt über einen HDMI-ARC-Anschluss. Damit lassen sich Fernseher, Mediaplayer oder Streaming-Boxen direkt anbinden, ohne zusätzliche Digital-Analog-Wandler. Die Anlage bleibt dabei eine Stereoanlage — kein Surround, kein AV-Receiver-Menü, kein Komfort-Overhead. Streaming- und Netzwerkfunktionen sind laut Onkyo vorhanden, treten aber hinter das analoge Bedienkonzept zurück.
Die Icon-Serie ist damit kein Retro-Gerät und kein Allrounder. Sie positioniert sich als klassisches 2-Kanal-Setup, das dort zeitgemäß ergänzt wird, wo es für den Alltag nötig ist: moderner Schnittstellenanschluss, Raumkorrektur, haptische Bedienung. Wer ein reines Netzwerk-Streaming-Gerät sucht, wird hier nicht fündig.

Was kostet die Onkyo Icon-Serie und wann ist sie verfügbar?
Die Vorstufe P-80 ist laut Onkyo für 1.499 Euro erhältlich, die Endstufe M-80 für 1.599 Euro — zusammen 3.098 Euro. Angaben zum genauen Marktstart in Deutschland oder dem DACH-Raum hat Onkyo in der Pressemitteilung nicht genannt. Weitere Informationen finden sich unter onkyo.com.
Häufige Fragen
Was kostet die Onkyo Icon-Serie P-80 und M-80?
Die Vorstufe P-80 kostet 1.499 Euro, die Endstufe M-80 kostet 1.599 Euro. Zusammen ergibt das einen Gesamtpreis von 3.098 Euro.
Welche Leistung hat die Onkyo M-80 Endstufe?
Die M-80 liefert 150 W pro Kanal an 8 Ohm und 200 W pro Kanal an 4 Ohm. Sie arbeitet im Class-AB-Betrieb mit symmetrischem Aufbau und hoher Stromlieferfähigkeit.
Was macht Dirac Live und warum ist es besser als ein normaler Equalizer?
Dirac Live korrigiert nicht nur den Frequenzgang, sondern analysiert auch Laufzeiten und Phasenlage am Hörplatz. So werden raumbedingte Überlagerungen gezielt behoben, ohne den Charakter der Lautsprecher zu verändern.
Brauche ich für die Onkyo Icon-Serie eine Bridge oder einen Hub?
Nein. Die Kombination aus P-80 und M-80 ist ein eigenständiges Stereo-Setup und benötigt keine zusätzliche Bridge. HDMI ARC ermöglicht die direkte Verbindung mit Fernsehern oder Mediaplayern.
Funktioniert die Onkyo Icon-Serie mit Apple Home, Alexa oder Google Home?
Laut Pressemitteilung von Onkyo sind Streaming- und Netzwerkfunktionen vorhanden, konkrete Kompatibilität mit Apple Home, Alexa oder Google Home wird jedoch nicht angegeben.
Welchen Frequenzbereich korrigiert Dirac Live bei der Icon-Serie?
Dirac Live korrigiert bei der Onkyo Icon-Serie den Bereich von 20 Hz bis 500 Hz. Optional ist Dirac Live Bass Control als Erweiterung erhältlich.
