Kein Fanfarenstoß, keine Weltpremieren-Bühne in Las Vegas, kein CEO mit Lederjacke. Mitsubishi erweitert das Eclipse-Cross-Angebot schlicht und leise um eine neue Batterievariante, verbessert die bestehende große Einheit und gibt Käufern damit echte Wahlmöglichkeiten an die Hand. Weitgehend unter dem Radar, wie so oft bei den Japanern, aber mit Blick auf die Zahlen durchaus bemerkenswert.
Zwei Chemien, zwei Charaktere
Im Kern geht es um eine klare Rollenverteilung: Die neue 67-kWh-Batterie setzt auf Lithium-Eisen-Phosphat-Chemie (LFP) und richtet sich an Stadtfahrer, die einen günstigen Einstieg in die Elektromobilität suchen. Bis zu 466 km nach WLTP sind kein spektakulärer Rekord, aber für den Alltag solide genug. Besonders interessant ist die Ladezeit: Per DC-Schnelllader mit bis zu 165 kW Spitzenleistung sind 15 auf 80 Prozent in etwa 24 Minuten erledigt. Das ist flotter, als manch ein teureres Konkurrenzmodell schafft.
Die große Variante bekommt ein Upgrade: Statt der bisherigen 87-kWh-Einheit sitzt jetzt eine 89-kWh-NMC-Batterie unter dem Boden. Die Reichweite klettert auf bis zu 641 km WLTP, 14 km mehr als zuvor. Gravierender ist das Ladezeit-Update: Von 15 auf 80 Prozent dauert es jetzt rund 28 Minuten, neun Minuten weniger als bisher, bei einer Spitzenleistung von 150 kW. Wer regelmäßig Autobahn-Etappen fährt, merkt das.
Was sich beide Varianten teilen

Trotz der Unterschiede im Energiespeicher sind beide Eclipse-Cross-Varianten technisch eng verwandt. Beide leisten 218 PS, unterstützen AC-Laden mit 11 kW, optional auch mit 22 kW. Beide ziehen bis zu 1.100 kg an der Anhängerkupplung. Kein Downsizing beim Können, nur eine andere Entscheidung beim Speicher. Beide Versionen kommen zum Ende des Jahres 2026 auf den Markt.
Mitsubishi gibt zudem acht Jahre Garantie auf die Antriebsbatterie, bis zu 160.000 km. Das gesamte Servicepaket umfasst fünf Jahre Werksgarantie plus drei Jahre verlängerter Garantie sowie 12 Jahre Korrosionsschutz. Das ist kein Marketing-Beiwerk, sondern ein konkretes Argument gegenüber Wettbewerbern, die hier deutlich knapper kalkulieren.
Der Preis, der aufhorchen lässt
Der Eclipse Cross mit 67-kWh-Batterie startet bei 39.990 Euro. Für ein vollwertiges Elektro-SUV mit dieser Reichweite und Ladeleistung ist das ein Preis, der die meisten direkt vergleichbaren Modelle unter Druck setzt. Wer zusätzlich für einen Aktionsrabatt von 4.000 Euro und die staatliche E-Auto-Förderung qualifiziert ist, kann den rechnerischen Aufwand auf bis zu 29.990 Euro senken. Die staatliche Förderung richtet sich nach dem zu versteuernden Haushaltseinkommen und variiert entsprechend, sie gilt für Zulassungen ab dem 1. Januar 2026 und läuft bis Ende 2028.
Hier liegt das eigentliche Argument für den Eclipse Cross: nicht der lauteste Auftritt, sondern ein fair kalkuliertes Paket mit beeindruckenden Batterieoptionen, das seinen Job ohne Aufhebens erledigt. Wer beim Elektrokauf nicht auf den Marketinglärm hört, sondern auf die Daten, wird hier fündig.
Häufige Fragen
Welche Batterieoptionen gibt es für den Mitsubishi Eclipse Cross?
Den Eclipse Cross gibt es ab Ende 2026 mit zwei Batterien: einer 67-kWh-LFP-Batterie (bis zu 466 km WLTP) und einer verbesserten 89-kWh-NMC-Batterie (bis zu 641 km WLTP). Beide Varianten leisten 218 PS.
Ab wann sind die neuen Eclipse-Cross-Varianten erhältlich?
Beide Batterievarianten des Mitsubishi Eclipse Cross kommen zum Ende des Jahres 2026 auf den Markt.
Was kostet der Mitsubishi Eclipse Cross mit der 67-kWh-Batterie?
Der Eclipse Cross mit 67-kWh-LFP-Batterie startet bei einem UVP von 39.990 Euro. Mit einem Aktionsrabatt von 4.000 Euro und staatlicher Förderung von bis zu 6.000 Euro kann der effektive Preis auf bis zu 29.990 Euro sinken.
Wie schnell lädt der Eclipse Cross an einem DC-Schnelllader?
Die 67-kWh-Variante lädt mit bis zu 165 kW und schafft 15 auf 80 Prozent in etwa 24 Minuten. Die 89-kWh-Variante lädt mit bis zu 150 kW und benötigt dafür rund 28 Minuten.
Welche Garantie bietet Mitsubishi auf die Antriebsbatterie?
Mitsubishi gewährt acht Jahre Garantie auf die Antriebsbatterie, bis zu 160.000 km. Das Gesamtpaket umfasst außerdem fünf Jahre Werksgarantie, drei Jahre Anschlussgarantie und zwölf Jahre Korrosionsschutz.
