Auf den Punkt: Der iGarden Lawn Mower L AWD ist eine Baureihe aus vier Allrad-Mährobotern, die ohne Begrenzungsdraht und ohne RTK-Antennenstation auskommt. Die Navigation erfolgt per 360°-3D-LiDAR, HD-Kamera und IMU. Die Modelle L AWD 30 bis L AWD 80 sind für Flächen von 1.000 bis 3.000 qm ausgelegt und kosten zwischen 999 und 2.599 Euro.
Elegantes Gehäuse, breite Radspur, sechs Elektromotoren: iGarden, eine Untermarke der chinesischen Fairland Group, bringt mit der L AWD-Serie vier Allrad-Mähroboter auf den deutschen Markt, die Geländewagen-Feeling auf den Rasen bringen. Das Besondere: Die Geräte navigieren vollständig drahtlos – weder Begrenzungsdraht noch externe RTK-Antenne sind nötig.
Wie unterscheiden sich die vier Modelle voneinander?
Die Baureihe umfasst die Varianten L AWD 30, 50, 65 und 80. Mechanik, Antrieb und Sensorik sind bei allen vier identisch – der Unterschied liegt ausschließlich in der Akkukapazität. Das Einstiegsmodell L AWD 30 kommt mit einem 10-Ah-Akku und ist für Flächen bis 1.000 qm bei 2,8 Stunden Mähzeit ausgelegt. Der L AWD 50 schafft mit 15 Ah bis zu 1.500 qm in fünf Stunden, der L AWD 65 mit 18 Ah bis zu 2.000 qm in 6,5 Stunden. Das Topmodell L AWD 80 trägt einen 21-Ah-Akku und ist für 3.000 qm bei acht Stunden Dauerbetrieb konzipiert.
Alle vier Geräte messen 686 × 487 × 301 mm und wiegen rund 20,5 kg. Die Ladezeiten liegen je nach Modell zwischen 2,5 und 3,8 Stunden. Die Ladestation bringt 3,35 kg auf die Waage.

Wie funktioniert die Navigation ohne Draht und ohne RTK?
Statt eines vergrabenen Begrenzungsdrahts oder einer RTK-Antennenstation – wie sie etwa Husqvarna, Mammotion oder Navimow bei ihren kabellosen Modellen einsetzen – kombiniert iGarden einen 360°-3D-LiDAR-Scanner mit einer 1080p-HD-Farbkamera und einer inertialen Messeinheit (IMU). Aus diesen Sensordaten erstellt der Roboter eine dreidimensionale Karte des Gartens und positioniert sich darin nach Herstellerangaben zentimetergenau.
Die Einrichtung ist laut iGarden ohne Vorabinstallation möglich: Ladestation aufstellen, Roboter starten, per App die Mähzonen einzeichnen. Je nach Modell lassen sich bis zu 30 (L AWD 30 und 50) oder 50 Mähzonen (L AWD 65 und 80) definieren. Die Anbindung erfolgt über WLAN, Bluetooth und serienmäßig integriertes 4G – ein Zusatzmodul ist nicht erforderlich. Das 4G-Modul ermöglicht Fernsteuerung, Statusabfragen und Diebstahlortung auch ohne Heimnetz-Reichweite.
Die KI-gestützte Bilderkennung soll Hindernisse nicht nur als Volumen erfassen, sondern klassifizieren – etwa zwischen einem Gartenschlauch, einem Kind oder einem Haustier unterscheiden. Ein Wettersensor schickt den Roboter bei Regen selbstständig zur Ladestation zurück.
Was leistet der permanente Allradantrieb?
Während die meisten Mähroboter dieser Klasse zwei angetriebene Räder nutzen, verbaut iGarden insgesamt sechs Elektromotoren: vier Radnabenmotoren für den Antrieb und zwei separate Lenkmotoren an den Vorderrädern. Laut Hersteller bewältigt das Gerät damit Steigungen bis 70 Prozent, was einem Winkel von rund 35° entspricht. Die hinteren Räder sind unabhängig gefedert; das Chassis gleicht Bodenunebenheiten von bis zu 4 cm aus.
Die unabhängig lenkbaren Vorderräder ermöglichen einen Wenderadius nahe null. Das verhindert, dass die Reifen bei Richtungswechseln in den Rasen einschneiden – ein bekanntes Problem bei Differenzialantrieben. Engstellen ab 80 cm Breite passiert der Roboter laut Herstellerangabe problemlos.
Was sagt der Praxistest?
Smart Homes hatte das Topmodell L AWD 80 zum Test. Die Ersteinrichtung verlief unkompliziert: Ladestation positionieren, App installieren, Gerät per virtuellem Joystick einmal die Rasenkante entlangführen – der LiDAR kartiert dabei die Umgebung mit. Nach rund zwanzig Minuten lag eine vollständige Karte vor, in der sich Sperrzonen für Beete, Teich und Terrasse per Fingerzug einzeichnen ließen. Insgesamt war der Roboter nach knapp einer Stunde einsatzbereit.
Das Schnittergebnis überzeugte. Der L AWD 80 fährt in parallelen Bahnen, die er bei jedem Durchgang leicht verdreht – das beugt Spurrillen vor. Ungemähte Inseln waren auch nach mehreren Durchläufen nicht zu entdecken. Die Schnitthöhe lässt sich per App in 5-mm-Schritten zwischen 30 und 100 mm einstellen, zusätzlich gibt es ein mechanisches Drehrad unter der Haube. Einen Wermutstropfen gibt es: An Rasenkanten lässt der Roboter konstruktionsbedingt rund 5 cm stehen, weil das Schneidwerk mittig unter dem Chassis sitzt. Ein Nachschnitt mit dem Trimmer bleibt also nötig – Modelle mit seitlich überstehendem Mähteller haben hier einen Vorteil.

Bei den Hindernistests erkannte der L AWD 80 sämtliche platzierten Objekte – Gartenstühle, Gießkanne, Schubkarre, Werkzeug, liegender Gartenschlauch – zuverlässig und umfuhr sie mit ausreichend Abstand. Sogar eine nachträglich auf den Rasen gelegte Kinderschaufel wurde während der Fahrt registriert: Der Roboter stoppte kurz, kartierte das Objekt und wich aus. Den Stoßfänger als mechanische Sicherheitsebene mussten wir in der gesamten Testphase nicht auslösen sehen.

Der angegebene Schalldruckpegel von 60 dB(A) deckte sich mit dem subjektiven Eindruck – der Roboter läuft deutlich leiser als ein Benzinmäher und eine Spur dezenter als ältere Modelle mit Differenzialantrieb. Bei starken Steigungen werden die Motoren kurzzeitig lauter, fallen dann aber wieder auf normales Niveau zurück. Eine vollständige Akkubelastungsprobe auf 3.000 qm war auf der Testfläche nicht möglich; nach einer Stunde Betrieb stand der Akkustand noch deutlich über 80 Prozent.
Was kostet die L AWD-Serie und wo ist sie erhältlich?
Das Einstiegsmodell L AWD 30 kostet 999 Euro, das Topmodell L AWD 80 ist für 2.599 Euro gelistet. Die Mittelklassemodelle L AWD 50 und 65 liegen preislich dazwischen. iGarden positioniert sich damit im mittleren bis oberen Premium-Segment und tritt direkt gegen den Husqvarna Automower 435X AWD Nera, den Dreame A3 AWD sowie Allrad-Modelle von Mammotion an.
In Deutschland ist die Serie seit dem 20. April 2026 über den iGarden-Onlineshop, Amazon und ausgewählte Fachhändler verfügbar. Generalimporteur für den deutschsprachigen Raum ist die Inverquark GmbH mit Sitz in Kuchl bei Salzburg. Auf Hauptgerät, Ladestation und Netzteil gewährt iGarden drei Jahre Garantie, auf den Akku zwei Jahre. Schutzart IPX6 erlaubt die Reinigung mit dem Gartenschlauch bei einem Wasserdruck unter 60 bar. Diebstahlschutz per PIN und GPS-Tracking sind ab Werk integriert.
Häufige Fragen
Brauche ich für den iGarden L AWD einen Begrenzungsdraht oder eine RTK-Antenne?
Nein. Der iGarden L AWD navigiert vollständig drahtlos per 360°-3D-LiDAR, HD-Kamera und IMU. Weder ein vergrabener Begrenzungsdraht noch eine externe RTK-Antennenstation sind erforderlich.
Mit welchen Smart-Home-Plattformen ist der iGarden L AWD kompatibel?
Die Steuerung erfolgt ausschließlich über die iGarden-App via WLAN, Bluetooth und serienmäßig integriertem 4G. Eine direkte Integration in Apple Home, Google Home oder Amazon Alexa wird in der Pressemitteilung nicht genannt.
Was kostet der iGarden L AWD und wann ist er in Deutschland erhältlich?
Die Preise reichen von 999 Euro (L AWD 30) bis 2.599 Euro (L AWD 80). Erhältlich ist die Serie seit dem 20. April 2026 im iGarden-Onlineshop, auf Amazon und bei ausgewählten Fachhändlern.
Wie steil darf das Gelände für den iGarden L AWD sein?
Laut Hersteller bewältigt der iGarden L AWD Steigungen bis 70 Prozent, was einem Winkel von rund 35° entspricht. Ermöglicht wird das durch vier Radnabenmotoren und zwei separate Lenkmotoren.
Wie groß darf die Rasenfläche maximal sein?
Das Topmodell L AWD 80 ist für bis zu 3.000 qm bei acht Stunden Mähzeit ausgelegt. Das Einstiegsmodell L AWD 30 deckt bis zu 1.000 qm bei 2,8 Stunden ab.
Muss der Roboter bei Regen manuell zur Ladestation gebracht werden?
Nein. Ein integrierter Wettersensor erkennt Regen und schickt den Roboter automatisch zur Ladestation zurück.
