Auf den Punkt: Die eufy Video Doorbell S4 ist eine Video-Türklingel mit 180°×180°-Panoramalinse, 3K-Auflösung (9 Megapixel) und 24 fps. Ein KI-Tracking-System verfolgt Personen automatisch und hält sie im Bildmittelpunkt. Radar- und PIR-Bewegungssensoren sollen Fehlalarme um 99 Prozent reduzieren. Der eingebaute 64-GB-Speicher ermöglicht lokale Aufzeichnung ohne Cloud-Pflicht. Kompatibel ist das Gerät mit Alexa, Google Assistant und Apple HomeKit (letzteres nur mit der HB3-Homebase).
eufy bringt mit der Video Doorbell S4 eine Türklingel auf den Markt, die durch eine ungewöhnliche Optik auffällt: Die Linse deckt sowohl horizontal als auch vertikal 180 Grad ab, sodass das gesamte Eingangsbereich-Szenario lückenlos erfasst wird. Die Auflösung liegt bei 3K (3024 × 3024 Pixel, 9 Megapixel), die Bildwiederholrate bei 24 fps.

Was steckt hinter dem VR-Modus und dem KI-Tracking?
Das Besondere an der S4 ist die Kombination aus Panoramabild und aktivem Tracking. Die KI erkennt Personen und verfolgt sie automatisch innerhalb des 180°-Blickfelds — ohne dass die Kamera physisch schwenkt. Stattdessen wird der Bildausschnitt per Software nachgeführt und zentriert, was eufy als „Auto Framing“ bezeichnet. Dieser Ansatz, bei dem ein Weitwinkel-Sensor als Basis für einen softwaregesteuerten Ausschnitt dient, wird von eufy unter dem Begriff „VR-Modus“ vermarktet.
Die Gesichtserkennung funktioniert laut Spezifikation auf bis zu 5 Meter Entfernung, die allgemeine Personenerkennung reicht bis 8 Meter. Auch Pakete werden als eigene Kategorie erkannt — ein nützliches Feature für Lieferbenachrichtigungen, ohne dass dafür eine Cloudanbindung zwingend nötig ist.

Wie zuverlässig ist die Bewegungserkennung?
Die S4 setzt auf eine Doppelsensorik: Ein Radarsensor arbeitet zusammen mit einem passiven Infrarotsensor (PIR). Radar erkennt Bewegungen präzise auch bei Dunkelheit oder ungünstigen Wetterbedingungen, PIR reagiert auf Wärmeunterschiede. Durch die Kombination beider Systeme sowie konfigurierbare Erkennungszonen und Filteralgorithmen soll die Fehlalarmrate um 99 Prozent gesenkt werden. Der Erfassungsbereich des Radarsensors beträgt bis zu 40 Fuß, also rund 12 Meter.
Farbige Nachtsicht ist ebenfalls an Bord, sodass auch bei schlechten Lichtverhältnissen erkennbare Videobilder entstehen, nicht nur klassische Schwarz-Weiß-Aufnahmen.
Kabel oder Akku — welche Installationsoptionen gibt es?
Die S4 lässt sich auf drei verschiedene Arten mit Strom versorgen: über einen wiederaufladbaren Akku, per Kabel (Hardwire) oder über ein Solarpanel. Das Solarpanel ist nicht im Lieferumfang enthalten und muss separat erworben werden. Diese Flexibilität macht die Klingel sowohl für Eigenheime mit vorhandener Kabelinstallation als auch für Mietwohnungen ohne feste Verdrahtung geeignet. Die Datenübertragung erfolgt per WLAN — unterstützt werden 2,4 GHz und 5 GHz (Wi-Fi 6, also 802.11ax) sowie die Sicherheitsprotokolle WPA, WPA2 und WPA3.
Wie läuft die Aufzeichnung, und wird eine Cloud-Anbindung benötigt?
Ein integrierter eMMC-Speicher mit 64 GB ermöglicht Daueraufzeichnung (24/7 Recording) direkt auf dem Gerät. Damit entfällt die Notwendigkeit eines Cloud-Abonnements für die Basisspeicherung — ein Aspekt, der bei Türklingeln im Hinblick auf Datenschutz und laufende Kosten relevant ist. Ob zusätzliche Cloud-Funktionen optional buchbar sind, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Mit welchen Smart-Home-Plattformen ist die S4 kompatibel?
Die Doorbell S4 unterstützt Amazon Alexa und Google Assistant nativ. Apple HomeKit ist ebenfalls aufgeführt, allerdings nur in Verbindung mit der eufy Homebase HB3 — ein separates Hub-Gerät, das zusätzlich erworben werden muss. Matter oder Thread werden in den vorliegenden Spezifikationen nicht genannt.
Für Haushalte, die bereits auf ein Apple-Home-Ökosystem setzen, bedeutet das einen Mehraufwand: Ohne die HB3 funktioniert die HomeKit-Integration nicht. Wer hingegen Alexa oder Google Home nutzt, kann die Klingel direkt einbinden.
Welche technischen Eckdaten hat die Video Doorbell S4?
Das Gehäuse misst 50,8 × 167 × 38,6 mm und wiegt 287,2 Gramm. Die Klingel unterstützt zwei-Wege-Audio, sodass eine Kommunikation mit Besuchern direkt über die App möglich ist. Die Abmessungen und das Gewicht legen eine kompakte, längliche Bauform nahe, wie sie für fest montierte Türklingeln üblich ist.
eufy ist eine Marke unter dem Dach von Anker Innovations. Angaben zu Preis und Verfügbarkeit für den deutschen Markt liegen zum jetzigen Zeitpunkt nicht vor.
Häufige Fragen
Funktioniert die eufy Video Doorbell S4 mit Apple HomeKit?
Ja, aber nur in Verbindung mit der eufy Homebase HB3. Ohne dieses separat erhältliche Hub-Gerät ist keine HomeKit-Integration möglich. Alexa und Google Assistant werden hingegen ohne zusätzliche Hardware unterstützt.
Brauche ich ein Cloud-Abo für die Aufzeichnung?
Nein. Die S4 verfügt über einen eingebauten 64-GB-eMMC-Speicher und unterstützt 24/7-Aufzeichnung lokal auf dem Gerät. Eine Cloud-Anbindung ist für die Grundfunktion nicht erforderlich.
Kann die S4 auch ohne Kabel betrieben werden?
Ja. Die Klingel lässt sich per wiederaufladbarem Akku, per Kabel oder über ein Solarpanel (separat erhältlich) betreiben. Alle drei Varianten sind offiziell unterstützt.
Was bedeutet ‚VR-Modus‘ bei der eufy S4?
Der Begriff beschreibt die softwaregesteuerte Nutzung des 180°×180°-Panoramabilds: Die KI verfolgt Personen und schneidet den Bildausschnitt dynamisch nach, ohne dass die Kamera physisch schwenkt.
Auf welche Distanz erkennt die Kamera Gesichter?
Die Gesichtserkennung funktioniert laut Spezifikation auf bis zu 5 Meter. Personen allgemein werden auf bis zu 8 Meter erkannt.
Unterstützt die S4 Wi-Fi 6?
Ja. Die Klingel unterstützt Wi-Fi 6 (802.11ax) auf beiden Bändern (2,4 GHz und 5 GHz) sowie WPA3 als neuestes WLAN-Sicherheitsprotokoll.
