Auf den Punkt: Duravit bringt mit „Balcoon" eine Bad-Serie von Designerin Patricia Urquiola auf den Markt. Charakteristisch sind Konsolen mit integrierter Rückwand, runde oder ovale Aufsatzbecken auf quadratischem Sockel sowie Waschtisch-Oberflächen aus Silestone von Cosentino. Die Kollektion umfasst Waschbecken, WCs, Bidets, Badewannen, Möbel und Armaturen. Keramiken sind in Weiß sowie im Farbton „Clay Terra Matt" erhältlich. Die Serie wurde mit dem German Design Award ausgezeichnet.

Duravit und Patricia Urquiola präsentieren gemeinsam „Balcoon“, eine vollständige Bad-Kollektion, die das gestalterische Spiel mit zwei Ebenen zum Leitmotiv erhebt – von den Waschtisch-Elementen über Keramiken bis hin zu Möbeln und Armaturen. Die Serie wurde mit dem German Design Award ausgezeichnet.

Was steckt hinter dem Konzept der Kollektion?

Der Name „Balcoon“ leitet sich direkt vom gestalterischen Grundprinzip ab: Höhenunterschiede, Auskragungen und die Überlagerung von Materialien und Texturen erzeugen eine räumliche Spannung, die an einen Balkon erinnert. Prägend dafür sind die Waschplatzelemente mit Konsole und integrierter Rückwand, auf denen runde oder ovale Aufsatzbecken auf einem quadratischen Sockel platziert sind. Diese Kombination verleiht dem Waschplatz eine skulpturale, architektonisch aufgeladene Wirkung.

Anzeige

Das Zwei-Ebenen-Spiel zieht sich konsistent durch die gesamte Kollektion: wandhängende Waschbecken, WCs und Bidets greifen das Prinzip formal auf. Auch die Einbaubadewannen folgen der gleichen Logik – ein ovaler, erhabener Wannenrand liegt auf einer fugenlosen Acrylplatte, die bis in die Ecken reicht und leicht zu reinigen ist.

Duravit Balcoon Badewanne in Sandbeige mit schwarzer Wandarmatur, Pflanze und Waschtischkonsole
Die Balcoon-Badewanne fügt sich nahtlos in die wandbündige Verkleidung ein – typisch für Urquiolas skulpturalen Designansatz. Quelle: Duravit

Welche Materialien und Farben bietet Balcoon?

Die Keramiken der Serie sind in klassischem Weiß, seidenmattem Weiß und dem eigens entwickelten Farbton „Clay Terra Matt“ erhältlich – ein erdiger Terrakotta-Ton, der die haptischen Qualitäten der Keramik betonen soll. Die Möbel kommen in einer von der Natur inspirierten Palette von fünf Farbtönen, darunter Elfenbein und Sandbeige. Für die Möbelfronten stehen geriffelte Oberflächen und eine Terrazzo-Optik zur Wahl.

Für Waschtische und Rückwände bietet Duravit Silestone von Cosentino in drei Farbtönen an: Cinder Craze, Brass Relish und Concrete Pulse, alle aus der Kollektion Urban Crush. Die Namen stehen für Bezüge zu hellem Beton, Kupfer und dunklem Sandstein – Töne, die den architektonischen Charakter der Serie unterstreichen.

Silestone ist eine hybride Mineraloberfläche, die porenfrei, flecken- und kratzbeständig ist. Cosentino gibt 25 Jahre Garantie auf das Material. Der Werkstoff enthält mindestens 20 % recycelte Materialien wie Glas und einen unter 40 % reduzierten Anteil kristalliner Kieselsäure. Produziert wird mit 99 % wiederaufbereitetem Wasser und 100 % Strom aus erneuerbaren Quellen.

Duravit Balcoon Bad-Kollektion: Waschtisch mit Silestone-Konsole, Clay-Terra-Matt-Becken und ovalem Spiegel
Die Balcoon-Serie von Patricia Urquiola kombiniert ein rundes Aufsatzbecken auf quadratischem Sockel mit einer Konsole aus Silestone. Quelle: Duravit

Was umfasst die Kollektion im Detail?

Balcoon ist als vollständiges Badprogramm angelegt. Neben den charakteristischen Waschplatzelementen mit Konsole und integrierter Rückwand gehören wandhängende Waschbecken mit Hahnlochbank, bodenstehende WCs und Bidets, Einbaubadewannen sowie verschiedene Möbelmodule zum Sortiment. Letztere reichen vom kompakten Halbhochschrank – der eine Drehtür mit einem symmetrisch geteilten offenen Regal kombiniert – bis zum Doppelwaschplatz mit zwei Aufsatzbecken.

Auch die Armaturen sind Teil der Kollektion. Ein zylindrischer Griff geht in einem sanften Bogen in den Armaturenkörper über. Drei Oberflächenvarianten stehen zur Verfügung: Chrom, Schwarz Matt und Edelstahl gebürstet. Die Armaturen verfügen über die Funktionen „Fresh Start“ und „Minus Flow“, die laut Hersteller Wasser und Energie einsparen sollen.

Duravit Balcoon Aufsatzbecken in Clay Terra Matt auf grauer Silestone-Konsole mit schwarzer Armatur
Das ovale Balcoon-Aufsatzbecken in „Clay Terra Matt" sitzt auf einem charakteristischen quadratischen Sockel – die Keramik ist auch in Weiß erhältlich. Quelle: Duravit

Wer steht hinter dem Design?

Patricia Urquiola studierte Architektur in Madrid und schloss ihr Studium am Politecnico di Milano unter Achille Castiglioni ab. 2001 gründete sie ihr eigenes Studio in Mailand, das auf Industriedesign, Architektur und Art Direction spezialisiert ist. Seit 2015 ist sie Kreativdirektorin bei Cassina. Ihre Arbeiten sind in Sammlungen des MoMA New York, des Victoria & Albert Museum London und weiterer internationaler Institutionen vertreten. 2026 wurde Urquiola in Berlin mit dem iF Design Lifetime Achievement Award ausgezeichnet.

Für Duravit ist Urquiola Teil eines Designernetzwerks, dem unter anderem auch Philippe Starck, Antonio Citterio und Sebastian Herkner angehören. Das Unternehmen mit Sitz in Hornberg ist in über 130 Ländern aktiv und hat sich bis 2045 klimaneutrale Produktion als Ziel gesetzt.

Duravit Balcoon Badezimmer mit rundem Aufsatzbecken, Silestone-Konsole und beleuchtetem Rundspiegel
Die Balcoon-Kollektion verbindet skulpturale Aufsatzbecken mit Waschtisch-Oberflächen aus Silestone von Cosentino. Quelle: Duravit

Was zeichnet die Nachhaltigkeit der Materialien aus?

Cosentino positioniert Silestone seit Jahren als ökologisch fortschrittliche Alternative zu klassischen Steinoberflächen. Die Silestone-Kategorie XM – für Farben mit weniger als 10 % Quarzanteil – wurde 2024 eingeführt und reagiert damit auf gesundheitliche Debatten rund um kristalline Kieselsäure in der Verarbeitung. Für alle Silestone-Farben existiert seit 2019 eine Environmental Product Declaration (EPD), die eine unabhängige Bewertung der Umwelteigenschaften ermöglicht. Dass Cosentino sowohl auf verbrauchtes Wasser als auch auf Energie konsequente Kreislaufwirtschaft anwendet, ist im Baustoffsektor noch nicht selbstverständlich – und damit ein handfester, belegbarer Unterschied zu konventionellen Verbundwerkstoffen.