EX30
- Reichweite WLTP
- 476 km
- Verbrauch WLTP
- 17 kWh/100 km
- Leistung
- 110 kW (150 PS)
- 0–100 km/h
- 8.6 s
- Vmax
- 180 km/h
- Batterie netto
- 49 kWh
- Laden DC max
- 134 kW
- Laden AC max
- 11 kW
- Antrieb
- RWD
- Sitze
- 5
Alle Daten
Antrieb & Leistung
- Antriebsart
- BEV
- Leistung (kW)
- 110 kW
- Leistung (PS)
- 150 PS
- Antrieb
- RWD
- 0–100 km/h
- 8.6 s
- Höchstgeschwindigkeit
- 180 km/h
Batterie & Reichweite
- Batterie (netto)
- 49 kWh
- Batterie (brutto)
- 51 kWh
- Reichweite WLTP
- 476 km
- Verbrauch WLTP
- 17 kWh/100 km
Laden
- AC max
- 11 kW
- DC max
- 134 kW
- Systemspannung
- 400 V
Karosserie & Markt
- Karosserie
- SUV
- Fahrzeugkategorie
- JB - Kleinwagen
- Länge
- 4233 mm
- Sitze
- 5
Versicherung (Typklassen)
- Haftpflicht (KH)
- 17
- Teilkasko (TK)
- 20
- Vollkasko (VK)
- 20
- Einstufung
- 2024
Hersteller & Markt
- Konzern
- Geely
- Herkunftsland
- Schweden
- Marktstart
- 2026
- Status
- bestellbar
- Preis
- ab 34.990 €
- Datenstand
- 3. Juni 2026
Auch im Heft
Den Test gibt's als Video — und im Heft (Electric Drive 06/2023).
Einleitung
Der Volvo EX30 ist ein kompaktes SUV mit coolem, nachhaltigem Design, das optional viel Reichweite und Leistung sowie jede Menge pfiffige Lösungen bietet. Unterschiedliche Innenausstattungen, einige eleganter, andere sehr ökologisch angehaucht, verleihen dem EX30 einen individuellen Charakter.
Design
In den Türen, die sehr schön gemachte Türgriffe haben, findet sich sehr viel Stauraum, was auch daran liegt, dass hier – wie andernorts üblich – keine Lautsprecher untergebracht sind. Eine große Ablage zwischen den Sitzen ist mit einer zweiten Ebene weiter strukturiert, hier finden sich auch die USB-C-Ports. Zwei Telefone können gut sichtbar abgelegt werden, von denen das linke induktiv geladen wird. In der Armlehne verbirgt sich ein weiteres Staufach, das durch einen Auszug zu zwei Cupholdern wird. Alles sehr clever gelöst. Hat man die Cupholder in Benutzung, kommt man allerdings nur sehr schwer an die untere Ablage heran. Das zentrale Handschuhfach öffnet sich per Bildschirmmenü – nicht jedermanns Sache, aber auch durchaus sinnvoll, da man es bei ausgeschaltetem Auto nicht öffnen kann. Die Fensterheber sind leider ebenfalls in die Mittelarmlehne gewandert, ein zusätzlicher Umschalter ermöglicht die Steuerung der hinteren Fenster.
Technik
Das Einstiegsmodell, der EX30 Single Motor, kombiniert einen 200 kW starken Motor mit einer 51 kWh großen LFP-Batterie und erreicht eine WLTP-Reichweite von bis zu 344 Kilometern. Die kostengünstige und ressourcenschonende Batterietechnologie trägt zu einem attraktiven Basispreis bei. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h gelingt in 5,7 Sekunden. Die erweiterte Version, der EX30 Extended Range, steigert die Reichweite mit einem 69 kWh-fassenden NMC-Akku auf beeindruckende 480 Kilometer und beschleunigt in 5,3 Sekunden auf 100 km/h. Das Top-Modell, der EX30 Twin Motor Performance AWD, setzt mit zwei Elektromotoren und einem Systemdrehmoment von 400 Nm neue Maßstäbe. Es bietet nicht nur eine Reichweite von 460 Kilometern, sondern auch eine Rekordbeschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,6 Sekunden, was es zum schnellsten Volvo aller Zeiten macht.
Fahrleistung
Die Lenkung ist ausgesprochen präzise und direkt. Ein Umgreifen ist auch in engen Kurven kaum notwendig, und die Beschleunigung aus der Kurve ist beim Allradler beeindruckend. Die 315 kW, also 428 PS, ziehen den kompakten Schweden gleichmäßig an allen vier Ecken nach vorne. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Das Fahrwerk des EX30 steckt auch Speedbumps ohne Murren weg. Obwohl der Volvo ohne Spielereien wie ein Luftfahrwerk auskommen muss, ist die Abstimmung so gelungen, dass es wirklich für jede Fahrsituation passt. Vom Auto selbst ist auch bei diesen Torturen kein Ächzen oder Knarren zu hören. Der Heckantrieb mit 200 kW ist in keinster Weise ein Downgrade. Mit 5,3 Sekunden benötigt er zwar knapp zwei Sekunden länger auf die 100er-Marke, aber insgesamt ist der Single Motor mit Long-Range-Akku sicher die Wahl der Vernunft für alle, die ein E-Auto für lange Strecken brauchen. Die Rekuperation lässt sich bei allen Modellen leider nur über das Bildschirmmenü variieren – umständlich für alle, die mal gerne zwischen den verschiedenen Leveln wechseln wollen. Im Hecktriebler waren es nach gut 100 km Distanz 17,9 kWh/100 km, der Allradler lag bei knapp 20 kWh.
Platzangebot
Die hinteren Passagiere haben ebenfalls zwei USB-C-Ports zur Verfügung und bei kleinem Fahrer und Beifahrer ausreichend Platz. Sitzen vorne ausgewachsene Personen, muss man sich irgendwie arrangieren. Das Kofferraumvolumen beträgt 318 Liter.
Infotainment
Es gibt kein Fahrerdisplay. Ähnlich zum Model 3 hat man bei Volvo beschlossen, dass alle Informationen, auch Essenzielles wie die Geschwindigkeit oder Navigationsanweisungen, auf einem großen Zentraldisplay auftauchen und sonst nirgends. Das ist zunächst irritierend, dann ablenkend. Nicht nur, dass man sich antrainieren muss, immer nach rechts unten zu schauen: Es ist auch nicht so, dass relevante Informationen wirklich unübersehbar dargestellt werden. Man muss sich erst einmal mit sehr vielen Informationen auf dem 12,3 Zoll großen Touchscreen arrangieren. Das geht nach einiger Zeit, ist aber dennoch eine Umgewöhnung und nicht wirklich ein Gewinn. Auch wer die bislang angenehm minimalistischen Benutzeroberflächen von Volvo kennt, wird sich hier nicht direkt zurechtfinden. Man muss von der Spiegeleinstellung bis zu den Assistenzsystemen erst einmal die Menüstruktur erkunden, um die gewünschte Funktion zu finden. Traumhaft gut gelingt hingegen die elektrische Sitzverstellung für Fahrer und Beifahrer mit einem intuitiven Bedienelement an der Sitzseite. Das Medienangebot umfasst die üblichen Quellen von DAB über FM bis hin zu lokalen Quellen wie dem Smartphone. Ergänzend gibt es – das Infotainment basiert auf Android – diverse Apps für lokale Radiosender, Spotify etc. CarPlay und Android Auto gab es zum Testzeitpunkt noch nicht, beides soll aber bei oder kurz nach Markteinführung verfügbar sein bzw. über ein OTA-Update nachgeliefert werden. Volvo hat dem EX30 eine Soundbar verpasst, wie man sie vom heimischen TV kennt. Über das komplette Armaturenbrett zieht sich eine Konstruktion mit Lautsprechern, die nicht nur auf dem Papier guten Klang verspricht und diverse Surroundmodi bietet, sondern das im Alltag echt gut umsetzt.
Ausstattung
Volvo hat den Allradler mit einem nur 3.100 Euro größeren Preisschild als den Hecktriebler versehen. Die Versuchung, sich doch den Extrakick zu gönnen, ist also groß. Wenn man sich die puristische Core-Ausstattung verkneift und stattdessen zur Variante Plus greift, landet man bei rund 45.000 Euro. Mit der Quasi-Vollausstattung Ultra nähert man sich dann der 50.000er-Marke, muss aber auf nichts mehr verzichten – außer eben ein Fahrerdisplay. Der Kaufpreis beginnt ab 41.790 Euro für den Single Motor und 48.490 Euro für den Twin Motor.
Fazit
Von den gefahrenen Varianten ist der EX30 mit Heckantrieb sicher die vernünftigste Wahl. Wenn man sich dann die puristische Core-Ausstattung verkneift und stattdessen zur Variante Plus greift, landet man bei rund 45.000 Euro und hat dafür ein – wie wir finden – ziemlich gutes Auto. Mit der Quasi-Vollausstattung Ultra nähert man sich dann der 50.000er-Marke, muss aber auf nichts mehr verzichten – außer eben ein Fahrerdisplay.
Videos 3
Tests
Kurz-Reviews
Weitere Videos
Im Heft erschienen
Vorgestellt in
- Vorgestellt in Electric Drive 04/2023, S. 42 — Volvo EX30
Getestet in
- Getestet in Electric Drive 06/2023, S. 26 — Volvo EX30