← Alle Modelle
Toyota Kleinbus

Proace Verso Electric

ab 44.230 €
Reichweite WLTP
348 km
Verbrauch WLTP
24.3 kWh/100 km
Leistung
100 kW (136 PS)
0–100 km/h
12.1 s
Vmax
130 km/h
Batterie netto
46.3 kWh
Laden DC max
101 kW
Laden AC max
11 kW
Antrieb
FWD
Sitze
9

Alle Daten

Antrieb & Leistung

Antriebsart
BEV
Leistung (kW)
100 kW
Leistung (PS)
136 PS
Antrieb
FWD
0–100 km/h
12.1 s
Höchstgeschwindigkeit
130 km/h

Batterie & Reichweite

Batterie (netto)
46.3 kWh
Batterie (brutto)
50 kWh
Reichweite WLTP
348 km
Verbrauch WLTP
24.3 kWh/100 km

Laden

AC max
11 kW
DC max
101 kW
Systemspannung
400 V

Karosserie & Markt

Karosserie
Kleinbus
Fahrzeugkategorie
N - Kleinbus
Länge
4983 mm
Sitze
9

Versicherung (Typklassen)

Haftpflicht (KH)
19
Teilkasko (TK)
23
Vollkasko (VK)
26
Einstufung
2024

Hersteller & Markt

Konzern
Toyota
Herkunftsland
Japan
Marktstart
2024
Status
bestellbar
Preis
ab 44.230 €
Datenstand
3. Juni 2026

Auch im Heft

Den Test gibt's als Video — und im Heft (Electric Drive 03/2021).

Getestet in Electric Drive 03/2021, S. 52 — Toyota Proace Verso Electric

Einleitung

Viel umbauter Raum bietet maximale Möglichkeiten im Alltag, und in dieser Hinsicht sind Vans eben unschlagbar. Mit dem Proace Verso von Toyota kommt nun ein neuer, vollelektrischer Vertreter dieser Gattung – mit vertrauten technischen Genen. Der schicke Raumtransporter basiert auf der PSA-Plattform und ist somit ein naher Verwandter des Opel Zafira Life und der Geschwister von Citroen und Peugeot. Wie diese gibt es auch den Toyota in einer eher Nutzfahrzeug-orientierten Variante als Proace und den schickeren Verso als lifestyligen Peoplemover.

Design

Der Formfaktor unterscheidet sich nicht großartig von den Wettbewerbsmodellen, die auf der gleichen Plattform basieren. Viel Platz, seitliche Schiebetüren, die auf Wunsch auch elektrisch öffnen, und eine große Heckklappe machen den Verso zum Universalgenie in Sachen Transport. Es gibt ihn in zwei Längen, nämlich mit knapp 4,96 m oder gut 5,30 m. Mit knapp fünf Metern entspricht die Länge beispielsweise einem Audi A6 oder einem Volvo XC 90, doch in Sachen Innenraum ist so ein Verso natürlich allen überlegen. Mit 1,90 Höhe passt er übrigens auch in die meisten Tiefgaragen sowie zu Hause in Garage oder Carport. Das optionale Glasdach mit seinen zwei transparenten Hälften sorgt für perfekte Lichtverhältnisse. In der gehobenen Ausstattung gibt es die LED-Signatur an den Frontleuchten sowie abgedunkelte Scheiben.

Technik

In Sachen Antrieb sind die Baukasten-Werte: Der 100 kW starke Motor mit seinen 260 Nm wird wahlweise von einer 50 bzw 75 kWh fassenden Batterie befeuert. Das verhilft dem Proace Verso zu einer Beschleunigung in 12,1 s von 0 auf 100 km/h. Bei 130 Sachen ist dann auch schon – elektronisch abgeregelt – Schluss, um den Verbrauch in Grenzen zu halten. Nicht, dass der Toyota nicht windschnittig wäre, aber die große Stirnfläche fordert natürlich ihren Tribut. Die Reichweiten sind mit 230 bzw 330 km für den 75 kWh-Akku dennoch ordentlich und auch realistisch. Der angegebene WLTP-Verbrauch von 25,3 kWh ist völlig realistisch, wenn man den Gasfuß zügelt. Man kann auch deutlich weniger verbrauchen, wenn man den Toyota entspannt gleiten lässt und sich in Sachen Tempo zurückhält.

Ladeleistung

An Wechselstrom genehmigt sich der Toyota bis zu 11 kW und schöpft damit das Potenzial von den von der KfW geförderter Wallboxen voll aus, lässt aber natürlich am einen oder anderen öffentlichen Ladepunkt wertvolle kW liegen. An Gleichstrom stehen 100 kW Leistung auf dem Papier – bei einem ersten Ladestopp kamen wir immerhin schon mal auf gut 76 kW, und das, obwohl wir nicht im optimalen Ladefenster unterwegs waren. Der Ladeanschluss für den Proace sitzt vorne links, was an DC-Chargern unterwegs höchst praktisch ist. Wer zu Hause eine Wallbox montieren kann, sollte dies bei der Platzierung beachten, denn wenn man das Ladekabel erst um den Proace herumlegen muss, braucht man schon eine – im positiven Sinne – lange Leitung. Die notwendigen Ladepausen lassen sich dank des riesigen Innenraums recht kurzweilig gestalten, auch wenn keine sinnvolle Infrastruktur in Form von Restaurants oder Tankstellen greifbar ist.

Fahrleistung

Wie fährt sich der Toyota Proace Verso denn nun? Ganz ehrlich: ziemlich lässig. Was ihm an Spurtstärke fehlt, macht er mit seinen Gleiterqualitäten wett, die natürlich auch zum großen Teil dem Elektroantrieb zu verdanken sind. Man sitzt angenehm hoch, kann den linken Arm entspannt auf der Türverkleidung ablegen und mit der rechten Hand bei Bedarf zwischen den Rekuperationsstufen wechseln und so souverän durch die Umgebung gleiten, egal ob in der Stadt oder auf dem Land. Der so riesig wirkende Van gibt sich auch im urbanen Umfeld recht handlich. Mit 12,4 m ist der Wendekreis natürlich nicht auf dem Niveau speziell konstruierter Elektrofahrzeuge, aber eben auch nicht spektakulär groß. Der Fahrkomfort allgemein ist sehr gut, nur auf welligen Straßen neigt der Proace ein wenig zum Wippen. Man fühlt sich souverän motorisiert, speziell im Sport-Modus, und die Rekuperation ist so ausgelegt, dass man sich einen Großteil der Bremsvorgänge ersparen kann.

Platzangebot

Mit sechs Einzelsitzen oder alternativ als 8-Sitzer mit zwei Sitzreihen lassen sich halbe Fußballvereine transportieren, oder man genießt mit weniger Personen eben deutlich mehr Platz. Die auf ihren Schienen in weiten Grenzen verschiebbaren Sitze bieten viel Flexibilität. Wer mag, kann die Reihen zwei und drei auch gegenläufig anordnen, dann sitzt sich die Familie während der Fahrt kommunikativ gegenüber. Wird hingegen mal eben mehr Platz für Gepäck oder Einkäufe benötigt, dann schiebt man das Gestühl so weit nach vorne wie nötig und gewinnt hintern ganz schnell ganz viel Raum. Ist das immer noch nicht genug, kann man die Bestuhlung natürlich auch aus dem Toyota entfernen. Das ist allerdings kein Vorhaben für Schwächlinge, denn schon die Einzelsitze haben ganz schön Gewicht. Gilt es gar, eine dreisitzige Bank zu bewegen, dann sollte man unbedingt eine helfende Hand zur Seite haben. Ein langer Trip mit der Familie und nur zwei Einzelsitzen im Fond wird so zum echten Raumluxus. Nicht unerwähnt bleiben soll natürlich der auch nach Zahlen riesige Stauraum. In der kurzen Variante namens L1 sind das bis zu 5,3 Kubikmeter, die Langversion fasst gar bis zu 6,1 Kubikmeter. Anders formuliert lassen sich bis zu 1,22 breite Gegenstände einladen, und die Innenlänge hinter der ersten Sitzreihe beträgt beim kurzen Modell schon 2,41 m, in der Langversion sind das 2,76 m. Mit umgeklapptem Beifahrersitz lassen sich sogar 3,06 bzw. 3,50 m lange Gegenstände verstauen. Man kann bis zu 1000 kg Anhängelast ziehen, und 60 Kilo Stützlast sollten knapp für zwei Pedelecs sowie den notwendigen Fahrradträger reichen, notfalls nimmt man halt die Akkus aus den Fahrrädern heraus. Viel Flexibilität geht natürlich auch mit ein paar Kompromissen einher. Sitzheizung hinten gibt es beispielsweise nicht, und Stauräume sind auch eher spärlich gesät. Zum Ausgleich gibt es einen pfiffigen Klapptisch, der ebenfalls auf den Schienen verschoben werden kann und so schnell dort ist, wo er gebraucht wird. Vorne kann man sich übrigens in den elektrisch verstellbaren Sitzen nicht nur von der Sitzheizung Gesäß und Rücken erwärmen lassen, es gibt sogar die Option einer Massagefunktion. Hinten ist viel, viel Freiraum, und auf dem Klapptisch kann man dann bestens sein Notebook oder andere Devices platzieren. Dank der optionalen 220-Volt-Steckdose unter dem Beifahrersitz können sich diese dabei sogar aufladen.

Infotainment

Das Infotainment gibt sich leicht Toyota-modifiziert, aber ansonsten ebenfalls plattformtypisch. In der gehobenen Ausstattung verwöhnt das Audiosystem nicht nur mit DAB und Bluetooth sowie Medien von angeschlossenen Smartphones, sondern beherrscht auch Apples CarPlay und Android Auto und somit die komplette Vielfalt der dort verfügbaren Medien und Navigationslösungen. Aber selbstverständlich gibt es auch eine Onboard-Navigation, auch wenn diese unserer Meinung nach mit den aktuellen Smartphone-Lösungen nicht mithalten kann. Das große Infotainment bietet auch mehr Klang: Surroundsound mit neun Lautsprechern samt Centerspeaker im Armaturenbrett ist hier nämlich mit einem Subwoofer unter dem Beifahrersitz kombiniert, so kommt ganz schön Stimmung in den Proace Verso.

Ausstattung

Der Einstieg in die Welt des Proace Verso beginnt in der Version Team Deutschland dank der guten Ausstattung allerdings schon bei 58.530 Euro. Die 75-kWh-Variante startet bei 64.530 Euro, kostet also 6.000 Euro mehr. Der Aufpreis auf die Langversion ist mit 855 Euro moderat, die stilvollen Individualsitze statt der durchgehenden Rückbank schlagen mit 1000 Euro zu Buche. Sonst gibt es an nennenswerten Extras nur das Navigationssystem. In der noch besser ausgestatteten Version Executive gehören elektrische Schiebetüren, das Panorama-Glasdach und abgedunkelte Scheiben zur Serie. Außerdem gibt es hier die LED-Signatur an den Frontleuchten, elektrische Sitzverstellung und Massagesitze vorne. Dann stehen allerdings auch schon 66.300 Euro auf dem Zettel – mit dem kleinen Akku wohlgemerkt. Gönnt man sich also den langen ProAce in der Executive-Ausstattung mit der großen Batterie und wählt dann noch die Individualsitze, landet man bei 74.905 Euro. Da muss man dann schon mal durchatmen, bekommt dann aber auch einiges an Komfort geboten. Alle Verso-Modelle kommen übrigens aufgrund der Einstiegspreise nur in den Genuss der eingeschränkten Bafa-Förderung von insgesamt 7.500 Euro.

Fazit

Der Toyota Proace Verso ist gewissermaßen die Luxus-Variante der schicken, elektrischen Vans. Es ist clever umbauter Raum, solide motorisiert und gut ausgestattet. Wer sich einen der Konzernbrüder ohnehin bestens ausgestattet hätte, trifft auch hier eine gute Wahl.

Videos 1

Tests

2021 Toyota Proace Verso Electric Fahrbericht Test Review Reichweite Ladeleistung Electric Drive 3. Mai 2021

Im Heft erschienen

Getestet in

  • Getestet in Electric Drive 03/2021, S. 52 — Toyota Proace Verso Electric

Ähnliche Modelle