#3
- Reichweite WLTP
- 455 km
- Verbrauch WLTP
- 17.2 kWh/100 km
- Leistung
- 200 kW (272 PS)
- 0–100 km/h
- 5.9 s
- Vmax
- 180 km/h
- Batterie netto
- 47 kWh
- Laden DC max
- 130 kW
- Laden AC max
- 7.4 kW
- Antrieb
- RWD
- Sitze
- 5
Alle Daten
Antrieb & Leistung
- Antriebsart
- BEV
- Leistung (kW)
- 200 kW
- Leistung (PS)
- 272 PS
- Antrieb
- RWD
- 0–100 km/h
- 5.9 s
- Höchstgeschwindigkeit
- 180 km/h
Batterie & Reichweite
- Batterie (netto)
- 47 kWh
- Batterie (brutto)
- 49 kWh
- Reichweite WLTP
- 455 km
- Verbrauch WLTP
- 17.2 kWh/100 km
Laden
- AC max
- 7.4 kW
- DC max
- 130 kW
- Systemspannung
- 400 V
Karosserie & Markt
- Karosserie
- SUV
- Fahrzeugkategorie
- JB - Kleinwagen
- Länge
- 4400 mm
- Sitze
- 5
Versicherung (Typklassen)
- Haftpflicht (KH)
- 15
- Teilkasko (TK)
- 20
- Vollkasko (VK)
- 21
- Einstufung
- 2024
Hersteller & Markt
- Konzern
- Geely
- Herkunftsland
- China
- Marktstart
- 2024
- Status
- bestellbar
- Preis
- ab 38.490 €
- Datenstand
- 3. Juni 2026
Einleitung
Der smart mit der größeren Nummer ist noch ein Stückchen größer geworden. Gerade in der Top-Variante Brabus gibt es aber ein Auto, das den Spagat zwischen Spaß und Vernunft beherrscht. So ergibt sich ein Auto, das vielleicht nicht günstig, aber durchaus preiswert ist. Die Gleichung smart=klein geht also auch bei #3 nicht auf, doch inzwischen wurde es ja mehrfach durch die Blume bestätigt, dass die Spatzen, die einen kleinen #2 im klassischen smart-Stil von den Dächern pfeifen, auf ihren Flügen durch die chinesischen Lande ihren Augen trauen konnten.
Design
Insgesamt ein gut und schön gemachtes Auto, auch wenn hier und da ein bisschen zu viel harter Kunststoff zu spüren ist. Im Brabus gibt es neben der Kraft der zwei Herzen und dem damit verbundenen Allradantrieb noch ein exklusives Design: rote Bremssättel, Mikrofasersitze mit Kühlfunktion. Das ebenfalls mit Alcantara verzierte Lenkrad liegt sehr schön in der Hand, und Smart hat eine ganze Menge Knöpfe weg rationiert. Bereits die Basisvariante verfügt über LED-Scheinwerfer, elektrische Türgriffe, 19-Zoll-Felgen und neben den rahmenlosen Türen über eine elektrische Heckklappe.
Technik
200 kW, 343 Nm und Heckantrieb bieten alle Versionen des smart #3 – bis auf den Brabus. Bei ihm wird der Serienantrieb durch einen 115 kW starken E-Motor an der Vorderachse unterstützt, was also einen Allrad-Antrieb mit einer Systemleistung von bis zu 315 kW ergibt. Die maximale Drehmoment dieser Kombination wird mit 543 Newtonmetern angegeben, und der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt innerhalb von 3,7 Sekunden. Die Einstiegsversion verfügt über eine Lithiumeisenphosphat-Batterie (LFP) mit einer Kapazität von 49 kWh. Die anderen Versionen bekommen die Lithium-Nickel-Kobalt-Magnesium-Batterie mit einer Bruttokapazität von 66 kWh, davon sind netto 62 kWh nutzbar.
Ladeleistung
Die Peak-Ladeleistung beim Einstiegsmodell wird mit maximal 130 kW angegeben, bei den anderen sind es bis zu 150 kW. Sprich: In unter 30 Minuten soll man immer wieder von 10 auf 80 % State of Charge aufladen können. Und mit der 66 kWh Batterie ist man dank bis zu 22 kW Ladeleistung an AC auch an innerstädtischen Ladestationen in knapp 3 bis 4 Stunden wieder voll aufgeladen. Wenig wertig und damit etwas unpassend wirken die Abdeckungen für die Ladebuchsen: einfache Gummikappen, die beim Laden herumbaumeln. Die hochwertigeren Ausstattungen haben serienmäßig den 22-kW-Lader an Bord – in der kleinsten Ausstattungslinie sind es nur 7,4 Kilowatt. Der Ladeanschluss befindet sich an der von manchen ungeliebten linken Seite hinten – in engeren Garagen oder Carports praktisch, auf öffentlichen Straßen fährt man mit einem Ladeanschluss auf der hinteren rechten Seite besser.
Fahrleistung
Unabhängig von der Motorisierung ist der smart #3 bis zu 180 km/h schnell. Die WLTP-Verbräuche variieren je nach Ausstattung zwischen 16,3 und 17,6 kWh auf 100 km und können im Alltag erreicht werden. Die Spitze der Fahrmodi ist der Brabus-Modus. Bei "Pedal to the metal" drückt einen der Allradler brutal in den Sitz, und alles im Auto, was nicht niet- und nagelfest ist, macht erst mal einen Satz nach hinten. Über die brachiale Beschleunigung hinaus fährt sich das Auto wirklich gut. Es lenkt ordentlich, es bremst ordentlich, und wir finden das Fahrwerk auch im Brabus angenehm. Der ist natürlich durchaus straffer abgestimmt. Etwas störend haben wir die Rekuperation empfunden. Die ist nicht linear: Nimmt man den Fuß vom Fahrpedal, rekuperiert der smart #3, verzögert also, aber gefühlt mit einer Art Gummibandeffekt – erst weniger, dann wieder mehr, dann wieder weniger. Optional lässt sich das One-Pedal-Driving einstellen, das bis zum Stillstand verzögert. Die Abrollgeräusche sind im Brabus durchaus hörbar, aber der Asphalt spanischer Straßen ist eher ein bisschen rauer als in unseren Breiten. Die Windgeräusche halten sich bei den erlaubten Geschwindigkeiten bis 100 km/h in Grenzen bzw. sind kaum wahrzunehmen. Die Reichweiten variieren je nach Ausstattung zwischen 415 und 455 km (bei der Einstiegsversion mit 49 kWh maximal 325 km).
Platzangebot
Hinter der Heckklappe, die sich elektrisch öffnen lässt, verbirgt sich ein Stauvolumen von 370 l. Bei umgelegter Rücksitzbank sind es sogar 1.160 Liter. Auf den mit Alcantara bezogenen Sitzen des Brabus, die noch ein bisschen Mehr an Seitenhalt bieten, lässt sich ohne Probleme eine angenehme Sitzposition finden. Auf dem Rücksitz gibt es auch dann genug Platz, wenn der Fahrersitz auf 1,84 m große Menschen eingestellt ist. Bei 1,80 m "Bauhöhe" sitzt man recht bequem und hat ausreichend Kopf- und Beinfreiheit. Nur die Sitzfläche ist etwas kurz geraten. Hinten gibt es elektrische Fensterheber, Luftausströmer, zwei USB-Anschlüsse und ein riesiges Glas-Panoramadach, durch das man wunderschön nach draußen gucken kann.
Infotainment
Die Funktionen finden sich alle im Infotainment-System wieder – das gut organisiert ist, denn wichtige Funktionen liegen im schnellen Zugriff, und Apple CarPlay funktioniert jetzt auf dem großen Display drahtlos. Hinter dem Lenkrad gibt es ein relativ kleines Fahrerdisplay – das man in der Regel wegen des guten Head-Up-Displays überhaupt nicht beachtet. Wer die Beats Premium Audio-Systeme vom VW-Konzern kennt und schon mal gehört hat, muss sich nicht fürchten: Im smart #3 Brabus mit Beats Audio hört sich das System richtig gut an. In Sachen Sicherheit holt smart das große Besteck raus: sieben Airbags, der Smart Pilot Assistent, ein adaptiver Tempomat mit Stop-and-Go-Funktion, Spurhalteassistent, Totwinkelerkennung, Verkehrszeichenerkennung, Autobahnassistenz mit Spurwechsel- und Stauassistent, Parkassistenzsensoren, 360-Grad-Kamera, und ab höheren Ausstattungslinien gibt es einen automatischen Parkassistent sowie das adaptive Fernlicht. Das Head-up-Display zieht ab der Ausstattungslinie Premium mit ein, und dann gibt es auch eine Wärmepumpe, das Beats Audiosystem und die Ambientebeleuchtung.
Ausstattung
Die Preise starten ab 38.490 Euro. Mit einem kleinen Plus hinter der Variante smart #3 Pro sind es mindestens 43.490 Euro, die Premium-Edition startet ab 46.490 Euro und der Brabus ab 50.990 Euro. Das ist nicht mehr günstig, denn da sind wir schon im Premiumsegment angekommen, aber das passt irgendwie schon zur Ausstattung. Bereits die Basisvariante verfügt über das Panoramadach, die LED-Scheinwerfer, die 360-Grad-Kamera, elektrische Türgriffe, Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer, 19-Zoll-Felgen, eine Klimaautomatik und neben den rahmenlosen Türen über eine elektrische Heckklappe. Im Vergleich zu seinen Mitbewerbern ist der smart #3 auch als Brabus-Version preislich gesehen sehr interessant. Allerdings nur in Relation zu den anderen Fahrzeugen in diesem Bereich, denn 50.000 Euro sind für ein kompaktes SUV schon eine ganze Menge Holz.
Im Heft erschienen
Vorgestellt in
- Vorgestellt in Electric Drive 01/2024, S. 34 — Viele, viele bunte Smarties