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Nissan Kleinbus

Townstar EV

ab 39.990 €
Nissan Townstar EV
Reichweite WLTP
285 km
Verbrauch WLTP
18 kWh/100 km
Leistung
90 kW (122 PS)
0–100 km/h
12.6 s
Vmax
132 km/h
Batterie netto
45 kWh
Laden DC max
80 kW
Laden AC max
11 kW
Antrieb
FWD
Sitze
5

Alle Daten

Antrieb & Leistung

Antriebsart
BEV
Leistung (kW)
90 kW
Leistung (PS)
122 PS
Antrieb
FWD
0–100 km/h
12.6 s
Höchstgeschwindigkeit
132 km/h

Batterie & Reichweite

Batterie (netto)
45 kWh
Batterie (brutto)
48 kWh
Reichweite WLTP
285 km
Verbrauch WLTP
18 kWh/100 km

Laden

AC max
11 kW
DC max
80 kW
Systemspannung
400 V

Karosserie & Markt

Karosserie
Kleinbus
Fahrzeugkategorie
N - Kleinbus
Länge
4488 mm
Sitze
5

Versicherung (Typklassen)

Haftpflicht (KH)
18
Teilkasko (TK)
19
Vollkasko (VK)
23
Einstufung
2024

Hersteller & Markt

Konzern
Nissan
Herkunftsland
Japan
Marktstart
2023
Status
bestellbar
Preis
ab 39.990 €
Datenstand
3. Juni 2026

Auch im Heft

Den Test gibt's als Video — und im Heft (Electric Drive 01/2024).

Getestet in Electric Drive 01/2024, S. 30 — Hoch-(Dach-)Gefühle

Einleitung

Mit dem Townstar bietet Nissan einen der wenigen elektrischen Hochdachkombis auf dem Markt. Der Nachfolger des NV 200 bietet dank seiner 45-kWh-Batterie laut WLTP eine Reichweite von bis zu 285 Kilometern.

Design

Optisch steht der Townstar mit der Einstiegsvariante mit einem Preis von 39.990 Euro ziemlich gut da.

Technik

Die CCS-Ladetechnik (der Vorgänger NV 200 hatte noch CHAdeMO) ermöglicht schnelles Aufladen an Gleichstrom-Schnellladesäulen mit bis zu 80 kW, was zwar nicht rasend schnell ist, aber angesichts des vergleichsweise kompakten Akkus durchaus in Ordnung geht. Der Elektromotor leistet 90 kW. Das Leergewicht liegt bei knapp 1.900 Kilo.

Ladeleistung

Knapp 40 Minuten muss man für einen Ladevorgang auf 80 Prozent einkalkulieren. Erfreulich ist die Ladeleistung an AC, denn hier kann man, zumindest optional, mit 22 kW laden und benötigt dann weniger als zwei Stunden, bis der Akku wieder zu 100 Prozent gefüllt ist. Allerdings fehlt der Einstiegsvariante die 22-kW-Ladefunktion, hier kann der AC-Lader nur mit 11 kW an der Wallbox oder öffentlichen Ladepunkten nuckeln.

Fahrleistung

Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei knapp über 130 km/h, das ist sicher ausreichend, aber irgendwie fühlt man sich halt doch immer ein wenig bevormundet. 12,6 Sekunden vergehen bis zur 100er Marke. Das drückt keine Augäpfel in den Kopf, geht aber angesichts des Leergewichts in Ordnung. Das Handling des Townstar ist überaus angenehm. Die Lenkung ist leichtgängig und dennoch verbindlich. Der Wendekreis von 11,30 m ist nicht rekordverdächtig. Zudem ist es im Innenraum elektrotypisch angenehm leise. Thema Verbrauch: Nissan gibt diesen mit etwa 20 kWh an. Das konnten wir bei gutem Wetter unterbieten, wer aber öfter auf der Autobahn unterwegs ist, muss mit höheren Werten rechnen – die große Stirnfläche fordert da einfach ihren Tribut. Bei Tempo 120 waren es gut 25 kWh, im Stadtverkehr hingegen waren wir mit rund 18 Kilowattstunden unterwegs. Alle Werte gelten hier für das Auto mit Fahrer, wer den Laderaum und vor allem die Zuladung von fast 500 Kilo ausnutzt, darf natürlich noch ein paar kWh aufschlagen. Die 285 km laut WLTP sind so also nur unter besten Bedingungen zu erreichen.

Platzangebot

Die Praktikabilität des Nissan Townstar Electric manifestiert sich in jedem seiner durchdachten Details. Beginnend mit dem geräumigen Laderaum, der mühelos zwei Europaletten aufnehmen kann, bis hin zu den großen seitlichen Schiebetüren, die das Be- und Entladen selbst an engsten Stellen erleichtern. Mit einem cleveren Innenraumkonzept, das spezielle Fächer für Büroutensilien und intelligente Stauraumlösungen bietet, erweist sich der Townstar als ein wahres Organisationstalent. In der von uns getesteten Kombivariante bietet er zudem eine beeindruckende Bein- und Schulterfreiheit, was sowohl für den gewerblichen Einsatz als auch für den Familienalltag von unschätzbarem Wert ist. Die Tatsache, dass er bis zu 1.500 Kilogramm Anhängelast ziehen kann, unterstreicht die Vielseitigkeit des Japaners. Man sitzt hoch und aufrecht, hat besten Rundumblick und ein beeindruckendes Raumgefühl. Man chauffiert bewusst viel Raum und ist eigentlich stets auf der Suche nach der nächsten Gelegenheit, möglichst viel zu transportieren. Natürlich bietet man an, nicht nur die eigenen Kinder, sondern auch deren Freunde zu fahren, und freut sich diebisch, dass trotzdem hinter der Sitzbank noch satte 819 Liter Ladevolumen zur Verfügung stehen. Die Schiebetüren verschaffen Gewissheit, dass zumindest die Hinterbänkler auch in engen Lücken bestens ein- und aussteigen können. Außerdem lässt sich so der IKEA-Einkauf tetrismäßig im Laderaum verstauen, denn bei umgeklappter Rückbank können das bis zu 1.730 Liter sein, und das bei einer Länge von 1,88 m. Dazu kommen die diversen Staufächer im Innenraum, allen voran das in anderen Fahrzeugen nicht existente Staufach über den Köpfen von Fahrer und Beifahrer. So groß und verlockend dieses ist, man findet allerdings nicht auf Anhieb alles darin wieder.

Infotainment

Dafür helfen die optionale Kamera und diverse Sensorik bei Parkmanövern. Allerdings muss man für diesen Luxus zu den höherwertigen Ausstattungen greifen. Der Einstiegsvariante fehlen einige essenzielle Ausstattungsmerkmale. Denn es gibt nur eine Radiovorbereitung. Gönnt man sich hingegen die Variante Accenta, bekommt man die 22 kW, eine Wärmepumpe, Klimaautomatik statt der manuellen Variante und ein Radio mit DAB sowie Freisprechfunktion. Das sind gut angelegte 2.530 Euro. Für weitere 2.150 Euro bekommt man die N-Connecta-Option und hat dann einen Touchscreen, Navigation, Apple CarPlay und Android Auto sowie Connect-Services zur Fernüberwachung und -steuerung des Townstar. Dazu noch jede Menge Komfortfunktionen. Last but not least gibt es für 45.820 Euro die Tekna-Option mit 360-Grad-Rundumsicht, dem Einparkassistenten und einem Fernlicht-Assistenten.

Ausstattung

Der Townstar startet mit einem Preis von 39.990 Euro. Dieser fehlen allerdings einige essenzielle Ausstattungsmerkmale. Die beiden höheren Varianten N-Connecta und Tekna sind ganz klar die Favoriten, denn ohne CarPlay und einen komfortablen Touchscreen kann man sich ein Elektroauto dieser Kategorie kaum vorstellen. Wie auch die Wettbewerber protzt er, im Sinne eines noch bezahlbaren Preises, nicht mit einem riesigen Akku, sondern eher mit hohem Nutzwert.

Fazit

Mit dem Townstar bietet Nissan einen der wenigen, elektrischen Hochdachkombis auf dem Markt. 45 kWh sind grundsätzlich nicht klein, angesichts des Verbrauchs aber eben nicht unbedingt langstreckentauglich, und die mäßige Ladeleistung unterstreicht das nur. Daher sollte man sich überlegen, wo der genaue Einsatzzweck des Townstar liegt. Als urbanes Großraumutility hingegen ist er absolut faszinierend und somit sicher eine Betrachtung wert. Einer der wenigen elektrisch angetriebenen Hochdachkombis überhaupt mit ultrapraktischer Ausstattung und vielen cleveren Details. Leider nur bedingt langstreckentauglich.

Videos 1

Tests

Wie sparsam kann man den Nissan Townstar EV fahren? Sparsamer als ein Tesla? Electric Drive Test! 21. August 2023

Im Heft erschienen

Vorgestellt in

  • Vorgestellt in Electric Drive 06/2021, S. 72 — Nissan Townstar

Getestet in

  • Getestet in Electric Drive 01/2024, S. 30 — Hoch-(Dach-)Gefühle

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