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DS Fließheck

N°8

ab 57.700 €
DS N°8
Reichweite WLTP
758 km
Verbrauch WLTP
15.7 kWh/100 km
Leistung
169 kW (230 PS)
0–100 km/h
7.7 s
Vmax
190 km/h
Batterie netto
73.7 kWh
Laden DC max
160 kW
Laden AC max
11 kW
Antrieb
FWD
Sitze
5

Alle Daten

Antrieb & Leistung

Antriebsart
BEV
Leistung (kW)
169 kW
Leistung (PS)
230 PS
Antrieb
FWD
0–100 km/h
7.7 s
Höchstgeschwindigkeit
190 km/h

Batterie & Reichweite

Batterie (netto)
73.7 kWh
Batterie (brutto)
79.9 kWh
Reichweite WLTP
758 km
Verbrauch WLTP
15.7 kWh/100 km

Laden

AC max
11 kW
DC max
160 kW
Systemspannung
400 V

Karosserie & Markt

Karosserie
Fließheck
Fahrzeugkategorie
E - Obere Mittelklasse
Länge
4834 mm
Sitze
5

Versicherung (Typklassen)

Haftpflicht (KH)
20
Teilkasko (TK)
24
Vollkasko (VK)
27
Einstufung
2024

Hersteller & Markt

Konzern
Stellantis
Herkunftsland
Frankreich
Marktstart
2025
Status
bestellbar
Preis
ab 57.700 €
Datenstand
3. Juni 2026

Einleitung

Der DS N° 8 ist mehr als ein neues Modell – er ist ein Statement. Mit knapp 4,93 Metern Länge und klarer Formensprache positioniert sich der große Fünftürer selbstbewusst im Segment der gehobenen Mittelklasse. DS verzichtet bewusst auf aggressive Kanten und setzt stattdessen auf flächige Eleganz – französische Grandezza statt technischer Kälte. Das Design polarisiert sicher, wie so oft bei DS. Den Mainstream aus dem Windkanal bekommt man hier nicht. Und das, obwohl die N° 8 einen extrem guten cW-Wert von 0,24 hat.

Design

Das Design: elegant, fließend, mit viel Liebe zum Detail. Definitiv anders als die anderen. Aus jedem Blickwinkel sieht ein(e) DS ein bisschen anders aus als andere Autos. Was DS schon immer geprägt hat, wird im N° 8 auf ein neues Niveau gehoben: Die Kabine präsentiert sich hochwertig, eigenständig und detailverliebt. Alles hat einen eigenen, prägnanten Look, überall entdeckt man immer wieder liebevolle Details. Das einzige, offensichtliche Konzerngleichteil ist der für Stellantis typische Schiebeschalter für die Fahrstufen, da hätten wir gerne etwas anderes, exklusiveres gesehen. Materialien wie Nappaleder, Alcantara und strukturierte Metallelemente prägen den Stil. Je nach Ausstattung darf man sich über Ziernähte im Clous-de-Paris-Muster oder Perlenstickereien freuen – Handwerkskunst, wie sie sonst eher in der Haute Couture zu finden ist.

Technik

Technisch basiert das Fahrzeug auf der STLA-Medium-Plattform aus dem Stellantis-Konzern. Dabei war von Anfang an klar: Der N° 8 wird rein elektrisch angetrieben. Zur Wahl stehen derzeit drei Antriebsvarianten: eine 170 kW starke Basisversion mit 74-kWh-Batterie, eine Langstreckenvariante mit 98 kWh und bis zu 180 kW Leistung sowie ein 350 PS starker Allradantrieb, der ebenfalls mit der großen Batterie kombiniert wird. Das Ganze nennt sich dann Long Range AWD – und verspricht Reichweiten von bis zu 664 Kilometern. Die effizienteste Version schafft laut WLTP sogar 749 Kilometer. Mit seiner 400-Volt-Technologie setzt DS beim N° 8 auf eine etwas zurückhaltendere Ladeleistung.

Ladeleistung

Maximal 160 kW sind möglich – damit lässt sich die große Batterie in rund 27 Minuten von 20 auf 80 Prozent bringen. Für viele Anwendungen und eine relaxte Reise mehr als ausreichend, angesichts der üppigen Reichweiten wird man die Ladestation ohnehin nur selten zu Gesicht bekommen. Serienmäßig wird an der Wallbox mit bis zu 11 kW AC geladen, optional sind auch 22 kW verfügbar. Eine Besonderheit: Der N° 8 unterstützt Vehicle-to-Load, kann also Strom an externe Geräte abgeben – praktisch etwa beim Camping oder auf dem Marktstand.

Fahrleistung

Unsere ersten Eindrücke sammelten wir auf abwechslungsreichen Strecken südlich von Genf – zwischen Stadtverkehr, Uferstraßen und kurvigen Bergpassagen. Bereits nach wenigen Kilometern wird klar: Der DS N° 8 ist nicht auf Sportlichkeit programmiert, sondern auf Souveränität. Die adaptive Fahrwerksanpassung, die Unebenheiten per Kamera vorausschauend erkennt und das Fahrwerk in Echtzeit anpasst, sorgt für ein ausgesprochen angenehmes Fahrgefühl. Selbst gröbere Straßenbeläge bügelt das System glatt. Gleichzeitig bleibt die Lenkung präzise, ohne unnötig sportlich wirken zu wollen. Man bewegt sich so, wie es zu erwarten war – man gleitet durch die Landschaft. Aber nicht mit einem sänftenhaften Gefühl, sondern eher so, dass man völlig entstresst, aber nicht ohne Gefühl für die Fahrbahn unterwegs ist. Der Antrieb arbeitet zurückhaltend, aber kräftig. Besonders die Allradversion liefert jederzeit ausreichend Drehmoment, bleibt dabei aber unaufgeregt. Die Rekuperation lässt sich in mehreren Stufen regeln – von freiem Gleiten bis hin zum fast einpedaligen Fahren. Auf der Teststrecke pendelte sich der Verbrauch je nach Fahrweise zwischen 15,8 und 18,2 kWh/100 km ein – ein guter Wert für ein Fahrzeug dieser Größe und Ausstattung.

Platzangebot

Die Sitze bieten exzellenten Langstreckenkomfort, sowohl vorne als auch im Fond. Lediglich die flach abfallende Dachlinie schränkt die Kopffreiheit hinten ein wenig ein – für großgewachsene Mitreisende könnte das relevant werden. Der Kofferraum ist mit 621 Litern bestechend groß, in der Allradversion sind es noch 581 Liter, und hat man das Focal-System konfiguriert, gehen nochmals etwa 15 Liter durch den Subwoofer verloren – verschmerzbar. Bei Bedarf lässt sich der Transportraum durch Umklappen der Rücksitzlehnen entsprechend erweitern, gut 1.500 Liter sind es dann.

Infotainment

Das zentrale Infotainment-Display misst bis zu 17 Zoll und wird ergänzt durch ein digitales Cockpit. Das neue IRIS-System überzeugt durch logischen Aufbau, gute Sprachsteuerung und schnelle Reaktion. Die Bedienung gelingt intuitiv, die Menüs wirken aufgeräumt. Besonders beeindruckend: die hervorragende Geräuschdämmung. Selbst bei hohem Tempo bleibt der Innenraum angenehm leise – unterstützt durch das auf Wunsch erhältliche Focal-Soundsystem mit 14 Lautsprechern.

Ausstattung

Bestellbar ist der DS N° 8 ab sofort – in Deutschland startet die Preisliste bei 57.700 Euro für die Version mit 74-kWh-Batterie. Die Long-Range-Modelle mit gut 97 kWh starten bei 63.200 Euro. Für den Allradantrieb und die damit gleichzeitig leistungsstärkste Variante geht es bei 68.100 Euro los. Alle Preise gelten jeweils für die Pallas-Edition. Würden wir Extras nehmen? Würden wir. Beispielsweise das riesige Panoramaglasdach für 1.000 Euro – auch wenn die Hinterbänkler definitiv mehr davon profitieren als Fahrer und Beifahrer. Und das Tech Pack mit den leistungsfähigen Pixelscheinwerfern, dem Extended Head Up Display sowie dem Drive Assist sollte es auch sein, die 3.250 Euro sind gut investiertes Geld. Oder man greift gleich zur Ausstattung Étoile, die vieles davon schon an Bord hat und mit edlem Alcantara ausgestattet ist. Darf es noch etwas exklusiver sein? Dann empfiehlt sich die Collection Jules Verne. Neben den optischen Details wie ausgesuchten Materialien und Jules Verne Badges an ausgesuchten Stellen hat man da gleich Night Vision, Lounge Sitze mit Nackenheizung, das bereits erwähnte Glasdach und das exzellent klingende Soundsystem von Focal mit dabei. Diese Version gibt es ausschließlich mit der großen Batterie und optional dem Allradantrieb für 77.000 oder 81.000 Euro.

Fazit

Mit dem N° 8 zeigt DS, wie luxuriös Elektromobilität jenseits deutscher Dogmatik aussehen kann. Wer bereit ist, sich auf französische Eleganz und Gelassenheit einzulassen, bekommt ein sehr eigenständiges, hochwertiges und komfortables Fahrzeug mit beeindruckender Reichweite und durchdachter Technik. Keine Show, kein Spektakel – sondern ein souveräner Auftritt mit Substanz. Komfort, viel umbauter Raum und eine Portion Extravaganz. Wer sichergehen will, das gleiche Auto nicht an jeder Ecke zu sehen, liegt bei der N° 8 von DS absolut richtig.

Im Heft erschienen

Vorgestellt in

  • Vorgestellt in Electric Drive 01/2025, S. 22 — DS N°8

Getestet in

  • Getestet in Electric Drive 04/2025, S. 15 — DS N°8 – Savoir-vivre auf Strom

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