Seal U
- Reichweite WLTP
- 420 km
- Verbrauch WLTP
- 19.9 kWh/100 km
- Leistung
- 160 kW (218 PS)
- 0–100 km/h
- 9.3 s
- Vmax
- 175 km/h
- Batterie netto
- 71.8 kWh
- Laden DC max
- 115 kW
- Laden AC max
- 11 kW
- Antrieb
- FWD
- Sitze
- 5
Versionen im Überblick 2
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| 71.8 kWh Comfort Basis | 87 kWh Design | |
|---|---|---|
| Preis ab | 41.990 € | 44.990 € |
| Reichweite WLTP | 420 km | 500 km |
| Verbrauch WLTP | 19,9 kWh/100 km | 20,5 kWh/100 km |
| Leistung | 160 kW · 218 PS | 160 kW · 218 PS |
| 0–100 km/h | 9,3 s | 9,6 s |
| Vmax | 175 km/h | 175 km/h |
| Batterie netto | 71,8 kWh | 87 kWh |
| Batterie brutto | 73 kWh | 89 kWh |
| Laden DC max | 115 kW | 140 kW |
| Laden AC max | 11 kW | 11 kW |
| Antrieb | FWD | FWD |
Alle Daten (71.8 kWh Comfort)
Antrieb & Leistung
- Antriebsart
- BEV
- Leistung (kW)
- 160 kW
- Leistung (PS)
- 218 PS
- Antrieb
- FWD
- 0–100 km/h
- 9.3 s
- Höchstgeschwindigkeit
- 175 km/h
Batterie & Reichweite
- Batterie (netto)
- 71.8 kWh
- Batterie (brutto)
- 73 kWh
- Reichweite WLTP
- 420 km
- Verbrauch WLTP
- 19.9 kWh/100 km
Laden
- AC max
- 11 kW
- DC max
- 115 kW
- Systemspannung
- 400 V
Karosserie & Markt
- Karosserie
- SUV
- Fahrzeugkategorie
- JD - Mittelklasse
- Länge
- 4785 mm
- Sitze
- 5
- Variante
- 71.8 kWh Comfort
Versicherung (Typklassen)
- Haftpflicht (KH)
- 19
- Teilkasko (TK)
- 23
- Vollkasko (VK)
- 29
- Einstufung
- 2024
Hersteller & Markt
- Konzern
- BYD
- Herkunftsland
- China
- Marktstart
- 2024
- Status
- bestellbar
- Preis
- ab 41.990 €
- Datenstand
- 3. Juni 2026
Einleitung
Der BYD Seal U ist ein batterieelektrischer SUV der Mittelklasse, der die elektrifizierte Familie zu einem fairen Einstiegspreis entspannt von A nach B bringen soll. Er macht nichts wirklich großartig, aber auch nichts wirklich schlecht.
Design
Neben komfortablen Platzverhältnissen fällt der große Touchscreen für das Infotainmentsystem auf. Spätestens, wenn er sich um 90 Grad dreht.
Technik
Verantwortlich für den Vortrieb zeigt sich ein an der Vorderachse werkelnder Elektromotor mit einer Peak-Leistung von 160 kW (218 PS), der ein maximales Drehmoment von 330 Nm zur Verfügung stellt. Der 87 kWh Akku kommt in der hauseigenen Blade-Bauweise. Die Batterie ist laut BYD besonders langlebig und somit auch nachhaltig.
Ladeleistung
Den Akku kann man an der AC Wallbox mit 11 kW aufladen. Um den 87 kWh Akku mit bis zu 140 kW von 10 auf 80 % zu bringen, braucht man im Idealfall wohl 43 Minuten. Auf der Langstrecke braucht man ein wenig extra Geduld beim Laden. Schade, dass BYD das Firmenwissen um Handytechnik nicht nutzte, um das Android-basierte Infotainment-System mit einer kabellosen Schnittstelle für Apple CarPlay und Android Auto auszurüsten.
Fahrleistung
Beim Losfahren fällt zu allererst auf, dass der BYD Seal U übersichtlich ist. An der grünen Ampel gibt der chinesische Seehund sich behäbig: 9,3 Sekunden vergehen, bevor man im Display die 100 km/h lesen kann. Angenehmerweise tut der SUV statt der Drehzahl den aktuellen Stromverbrauch kund – da lernt man schnell den Effekt effizienten Fahrens und wie es geht. Klingt nicht schlecht, ist aber in der Realität nicht wirklich sportlich. Genauso wenig wie das fast schon frankophil-komfortabel wirkende Fahrwerk. Für schnell zu fahrende Kurven ist der Seal U nicht gedacht, sondern gibt eher den Gleiter. Mit einer Vollladung soll man nach WLTP 500 km weit kommen, bleiben bei 75 % Ladehub (5-80 % SoC) während einer Reise 375 km übrig – bei idealem Wetter, was in Portugal selbst Anfang Januar herrscht. Auf ein paar Autobahn-Kilometern, viel Landstraße und wieder zurück haben wir am Ende 22 kWh/100 km verbraucht – ohne viel Energie ins Sparen zu stecken. Der WLTP-Wert von 20,5 kWh/100 km scheint also erreichbar.
Platzangebot
Vorne wie hinten sitzt der 1,80 m große Mitteleuropäer sehr bequem. Die Sitzheizung könnte ein wenig heißer werden, die Leistung der Sitzbelüftung hingegen passt. Der Kofferraum fasst 552 Liter – nach Umlegen der Rücksitzbank im Verhältnis 40:60 sind es 1.440 Liter. Dazu verfügt der SUV über nennenswert große Türtaschen, zwei Getränkehalter und ein Handschuhfach. Anhänger bis zu einem Gewicht von 1.300/750 kg (gebremst/ungebremst) dürfen mit der optionalen Anhängerkupplung gezogen werden.
Infotainment
Die Routenplanung plant bei der Berechnung keine Ladestopps. Immerhin bekommt man zu manuell hinzugefügten Stopps allerlei Informationen. Das ist nicht schlecht, denn ein wenig Gastronomie und Toiletten können nicht schaden, um die Ladeweile zu vertreiben. Der Seal U bietet in der Mittelkonsole gleich zwei Ladepads zum induktiven Laden von Mobiltelefonen. Beim Rangieren und Einparken hilft eine sehr passable 360-Grad-Kamera. Während Tesla sich auf die Rückmeldungen von Kameras verlässt, werkeln im BYD vier Radarsensoren nach vorne und zwei nach hinten, neben zwölf Kameras und den üblichen Park-Ultraschallsensoren. Der Adaptivtempomat verhält sich unauffällig, der adaptive Spurhalteassistent agiert ein wenig ungeschickt, was aber nur die Hand am Lenkrad spürt, jedoch nicht das Fahrverhalten trübt. Die Verkehrszeichenerkennung hat in Portugal mit wenigen Ausnahmen funktioniert.
Ausstattung
Neben der von uns gefahrenen Ausstattungslinie Design kann man sich den BYD Seal U auch noch als Comfort bestellen. Dabei spart man gut 3.000 Euro, bekommt aber nur 71,8 kWh statt 87 kWh im Akku und nur 115 kW zum Laden. Das Audiosystem schallt aus 8 statt 10 Lautsprechern, das zentrale Display misst nur noch 12,8 Zoll, und es fehlen das Head-Up-Display sowie die beiden Wireless Charging-Pads. Der Einstiegspreis liegt ab 45.000 Euro. BYD verfügt über ein Händlernetz – im Gegensatz zu den meisten chinesischen Marken kann man sich die Fahrzeuge ansehen und Probe fahren. BYD gewährt auf den SEAL U auf verschiedene Komponenten sechs bis acht Jahre Garantie bei bis zu 200.000 Kilometern.
Videos 2
Tests
Weitere Videos
Im Heft erschienen
Vorgestellt in
- Vorgestellt in Electric Drive 02/2024, S. 38 — BYD Seal U