Artemide Somnĭum heißt das neue Lichtsystem von Designerin Carlotta de Bevilacqua, das zwei Bauteile zu einem macht: Die Linse, die Licht lenkt und einfängt, und der Blendschutz, der sonst die Sicht auf die Lichtquelle abschirmt, bestehen hier aus einem einzigen Gefüge. Üblicherweise sind beide aus unterschiedlichen Materialien gefertigt.

Die Linse misst gerade einmal 30 x 30 mm. Ihre Geometrie behandelt direkte Helligkeit nicht als etwas, das man verdecken muss, sondern bindet sie in Reflexionen und Brechungen ein. So wirkt die Linse zugleich als Blendschutz. Das System erreicht einen UGR-Wert von unter 16 (UGR bezeichnet den Blendungsgrad einer Beleuchtung) und öffnet sich mit kontrolliertem Strahl in den Raum.

Nahaufnahme der transparenten Linsen von Artemide Somnium
Linse und Blendschutz bilden bei Somnĭum ein einziges Bauteil. © Artemide

Somnĭum besteht aus linearen und gebogenen Modulen. Zur direkten Lichtverteilung kommt eine indirekte Emission entlang der Module, die optisch auf ein Minimum reduziert ist. Die elektromechanischen Verbindungen verschwinden im Profil, sodass sich gerade oder geschwungene Strukturen für unterschiedliche Räume bauen lassen.

Heller Raum mit runden und geschwungenen Somnium-Leuchten unter der Decke
Aus den Modulen lassen sich gerade oder geschwungene Strukturen bauen. © Artemide

Für den Arbeitsalltag ist vor allem die Zielgruppe interessant: Artemide nennt moderne Bürolandschaften als bevorzugtes Einsatzfeld und erklärt, das System erfülle alle gängigen Normen für Arbeitsplätze. Möglich sei auch der Einsatz in öffentlichen oder privaten Bereichen, etwa in Eingangs- und Empfangsbereichen.

Beim Thema Nachhaltigkeit führt das Unternehmen geringen Materialverbrauch und niedriges Gewicht an, dazu stark vereinfachte Produktionsschritte. Ein hoher Wirkungsgrad und niedriger Verbrauch sollen die Anforderungen an „grünes Bauen“ erfüllen. Preise und Termine nennt die Mitteilung nicht.