Auf den Punkt: Ab dem 18. Mai 2026 bietet Electra seinen Tarif „Electra+ Smart" für 4,99 Euro Grundgebühr im Monat und 0,34 €/kWh an – ein Rückgang von zuvor 9,99 Euro bzw. 0,39 €/kWh. Das Unternehmen bezeichnet diesen kWh-Preis als den niedrigsten öffentlichen Schnelllade-Abo-Preis in Deutschland. Der App-Preis bleibt bei 0,54 €/kWh, Ad-hoc per Kreditkarte bei 0,69 €/kWh. In Deutschland betreibt Electra aktuell 26 Stationen.
Ab dem 18. Mai 2026 kostet der Electra-Abo-Tarif „Electra+ Smart“ 4,99 Euro im Monat bei einem Ladepreis von 0,34 €/kWh. Beide Werte sinken gegenüber dem Vorgängertarif „Electra+ Boost“, der 9,99 Euro pro Monat und 0,39 €/kWh kostete.
Was kostet Laden bei Electra künftig?
Die Tarifstruktur gliedert sich in drei Ebenen. Wer spontan und ohne Registrierung laden möchte, zahlt per Kreditkarte 0,69 €/kWh. Die Electra-App ohne Abo kostet 0,54 €/kWh — dieser Preis bleibt unverändert. Für Vielnutzer gibt es zwei Abos: „Electra+ Essential“ für 1,99 Euro im Monat, dessen Ladepreis von 0,49 auf 0,44 €/kWh sinkt, sowie das neue „Electra+ Smart“ für 4,99 Euro im Monat mit 0,34 €/kWh.
Electra positioniert „Electra+ Smart“ als günstigstes Schnelllade-Abo in Deutschland gemessen am reinen kWh-Preis. Der Claim bezieht sich auf dauerhaft zugängliche öffentliche Tarife, ausdrücklich nicht auf zeitlich begrenzte Sonderaktionen oder lokale Einzelfälle.
Für wen rechnet sich welches Modell?
Das Prinzip ähnelt gestaffelten Tarifen aus dem Mobilfunk: Wer wenig oder unregelmäßig lädt, fährt ohne monatliche Bindung günstiger. Ab einer gewissen Nutzungsfrequenz amortisiert die Grundgebühr den niedrigeren kWh-Preis. Bei „Electra+ Smart“ mit 4,99 Euro Grundgebühr gegenüber dem App-Preis von 0,54 €/kWh bricht der Tarif bereits bei rund 25 kWh pro Monat auf.
Beide Abos sind monatlich kündbar. Electra betont, dass die neuen Konditionen als dauerhafte Tarifstruktur gedacht sind, nicht als befristete Einführungsaktion. Langfristige Preisveränderungen durch Energiekosten, Netzentgelte oder regulatorische Vorgaben sind gleichwohl möglich.
Wie weit ist das Electra-Netz in Deutschland?
In Deutschland betreibt Electra aktuell 26 Schnellladestationen. 16 weitere befinden sich im Bau und sollen bis Ende des zweiten Quartals 2026 in Betrieb gehen. Europaweit zählt das Unternehmen knapp 700 Ladeparks mit rund 4.000 Ladepunkten in zehn Ländern. Bis 2030 plant Electra einen Ausbau auf 15.000 Schnellladepunkte, schwerpunktmäßig in städtischen Räumen und an Hauptverkehrsachsen.
In Österreich gelten ab sofort dieselben Tarife wie in Deutschland. Zudem entsteht in Völkermarkt an der A2 ein neuer Ladehub, den Electra als leistungsstärksten öffentlichen Ladestandort Österreichs bezeichnet.
Was steckt hinter den dynamischen Preisen in Frankreich und Belgien?
In Frankreich und Belgien, wo Electra Marktführer bei Schnellladestationen ist, führt das Unternehmen zum gleichen Zeitpunkt dynamische Preise ein. Der Ladepreis verschiebt sich je nach Tageszeit und Stationsauslastung um jeweils 10 Cent pro Kilowattstunde nach oben oder unten — sowohl in den Abo-Tarifen als auch beim App-Preis. Das Ziel: gleichmäßigere Auslastung der vorhandenen Infrastruktur und kürzere Wartezeiten an stark frequentierten Standorten.
Für Deutschland ist Dynamic Pricing vorerst nicht geplant. Der Fokus liegt hier auf dem Netzausbau und dem Markthochlauf. In Frankreich und Belgien ist das Netz bereits stärker ausgelastet, weshalb Nachfragesteuerung über Preissignale dort früher sinnvoll ist.
Wie transparent sind die Preise vor dem Ladevorgang?
Ein zentrales Anliegen des neuen Tarifmodells ist die Lesbarkeit: Jeder gültige Preis soll vor dem Ladestart klar angezeigt werden — unabhängig davon, ob jemand spontan per Kreditkarte, über die App oder per Abo lädt. Gerade bei dynamischen Preisen, die sich über den Tag verschieben, ist die Echtzeit-Anzeige des aktuell geltenden Kilowattstundenpreises die entscheidende Voraussetzung dafür, dass Nutzende sinnvoll zwischen Tarifen wählen können.
Häufige Fragen
Was kostet der Tarif Electra+ Smart ab dem 18. Mai 2026?
Electra+ Smart kostet 4,99 Euro Grundgebühr im Monat und 0,34 €/kWh. Das ist eine Senkung gegenüber dem Vorgängertarif, der 9,99 Euro und 0,39 €/kWh kostete. Das Abo ist monatlich kündbar.
Wie viele Ladestationen hat Electra in Deutschland?
Aktuell betreibt Electra in Deutschland 26 Schnellladestationen. 16 weitere befinden sich im Bau und sollen bis Ende des zweiten Quartals 2026 in Betrieb gehen.
Was kostet das Laden ohne Abo bei Electra?
Über die Electra-App ohne Abo zahlt man 0,54 €/kWh. Spontanes Laden per Kreditkarte ohne Registrierung kostet 0,69 €/kWh. Beide Preise bleiben mit den neuen Tarifen unverändert.
Gibt es bei Electra auch dynamische Preise in Deutschland?
Nein. Dynamische Preise führt Electra ab Mai 2026 nur in Frankreich und Belgien ein, wo das Netz bereits stärker ausgelastet ist. In Deutschland liegt der Fokus vorerst auf Netzausbau.
Ab wann lohnt sich das Abo Electra+ Smart gegenüber der App?
Bei einem App-Preis von 0,54 €/kWh und Abo-Preis von 0,34 €/kWh sowie 4,99 Euro Grundgebühr amortisiert sich der Tarif ab etwa 25 kWh Ladevolumen pro Monat.
Sind die neuen Electra-Tarife auch in Österreich gültig?
Ja. Ab dem 18. Mai 2026 gelten in Österreich dieselben Tarife wie in Deutschland, inklusive des günstigen Abo-Preises von 0,34 €/kWh für Electra+ Smart.
