Auf den Punkt: PFU hat die Dokumentenscanner Ricoh SP-2240N und Ricoh SP-2230N vorgestellt. Das günstigere Modell SP-2230N scannt mit bis zu 30 Seiten pro Minute und kostet 480 Euro, das schnellere SP-2240N schafft 40 Seiten pro Minute und ist für 612 Euro erhältlich. Beide Geräte unterstützen PC-loses Scannen per Direkttaste und setzen auf den neuen iiGA-Chip für Bildverarbeitung.
PFU Limited, Hersteller der Ricoh-Dokumentenscanner-Reihe, hat im Juni 2026 zwei neue Einstiegsgeräte vorgestellt: den Ricoh SP-2240N und den Ricoh SP-2230N. Beide Modelle richten sich an Unternehmen, die tägliche Dokumentenprozesse digitalisieren wollen, ohne dafür tief in die Investitionskasse zu greifen.
Was unterscheidet SP-2240N und SP-2230N?
Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal der beiden Modelle ist die Scangeschwindigkeit. Der SP-2240N verarbeitet bis zu 40 Seiten pro Minute (ppm), der SP-2230N kommt auf 30 ppm. Beide Geräte verfügen über einen automatischen Dokumenteneinzug (ADF) mit 80-Blatt-Kapazität und unterstützen neben Standardgeschäftsdokumenten auch Plastikkarten und in der Mitte gefaltete A3-Dokumente.
Beim Preis liegt der SP-2230N bei 480 Euro UVP, der SP-2240N bei 612 Euro. Damit positionieren sich beide Geräte unterhalb der professionellen fi-Serie-Flaggschiffe, teilen aber deren technologische Grundlage.

Wie funktioniert das PC-lose Scannen?
Eine zentrale Neuerung beider Modelle ist der Einsatz des sogenannten iiGA-Chips, eines Next-Generation-SoC (System on a Chip), der die erweiterte DirectScan-Funktion antreibt. Damit lassen sich Dokumente direkt vom Gerät aus scannen, ohne dass ein angeschlossener PC notwendig ist. Den drei Gerätetasten können feste Ziele zugewiesen werden – etwa ein Netzwerklaufwerk oder eine E-Mail-Adresse – sodass sich wiederkehrende Workflows per Tastendruck auslösen lassen. Gescannte Dateien lassen sich außerdem unmittelbar als E-Mail-Anhang weiterleiten.
Wer doch lieber mit dem PC arbeitet, kann über die PaperStream ClickScan-Software Dokumente per Rechtsklick und vordefinierter Einstellung sofort scannen und speichern. Beide Wege – gerätebasiert und PC-gestützt – sind aufeinander abgestimmt und sollen den manuellen Aufwand im Büroalltag reduzieren.
Wichtig dabei: Für die initiale Konfiguration der Scanner-Einstellungen ist weiterhin ein PC erforderlich. Einige DirectScan-Funktionen werden zudem erst in kommenden Software-Updates vollständig verfügbar sein.

Was leisten die Bildverarbeitung und OCR?
Beide Scanner nutzen PFUs Clear Image Capture-Technologie, die laut Hersteller konsistente Bildqualität auch bei unterschiedlichen Dokumenttypen sicherstellen soll. Die intelligente Bildverarbeitung erkennt automatisch das Papierformat und korrigiert die Ausrichtung – unabhängig davon, wie das Dokument eingelegt wurde.
Ergänzend dazu wandeln erweiterte OCR-Funktionen gescannte Seiten in durchsuchbare und weiterverarbeitbare Daten um. Fehler bei der Texterkennung, die anschließend manuell korrigiert werden müssen, sollen damit seltener werden. Für Büros mit hohem Beleglaufaufkommen ist das ein relevanter Faktor: Je weniger Nacharbeit, desto kürzer die Gesamtverarbeitungszeit.
Hinzu kommt die Paper Protection-Funktion, die per Echtzeit-Bildüberwachung erkennt, wenn ein Dokument im Einzug zu klemmen droht, und den Scan dann abbricht, bevor Schäden entstehen. Gerade bei älteren oder empfindlichen Vorlagen ein sinnvolles Sicherheitsnetz.

Für wen sind diese Scanner gedacht?
Digitalisierung steht bei vielen Unternehmen auf der Agenda – in der Praxis hapert es aber oft an der Umsetzung. Ein häufiges Muster: Rechnungen, Verträge und Belege landen als Smartphone-Fotos in der Cloud, irgendwie sortiert, selten einheitlich und bei größeren Dokumentenmengen schlicht zu langsam. Für gelegentliche Einzel-Scans mag das funktionieren – für den regelmäßigen Büroalltag ist ein dedizierter Dokumentenscanner die deutlich souveränere Lösung. Auch verglichen mit Multifunktionsdruckern, die das Scannen meist als Nebenfunktion mitliefern, punkten Einzelscanner wie die SP-Serie mit besserem Einzug, schnellerer Verarbeitung und zuverlässigerer Bildqualität im Dauerbetrieb.
PFU adressiert mit dem SP-2240N und SP-2230N explizit kostenbewusste Unternehmen jeder Größe. Das kompakte Gehäuse macht beide Geräte auch für beengte Schreibtischsituationen oder gemeinsam genutzte Arbeitsbereiche tauglich. Der 80-Blatt-ADF erlaubt dabei längere Scanjobs, ohne dass jemand dauerhaft danebenstehen muss.

Was kosten SP-2240N und SP-2230N?
Der Ricoh SP-2230N ist ab 480 Euro erhältlich, der SP-2240N zu einem UVP von 612 Euro. Beide Modelle basieren auf der Technologieplattform der etablierten Ricoh fi Series. PFU hält nach eigenen Angaben – gestützt auf Erhebungen von Keypoint Intelligence (Japan und Nordamerika, 2024) und InfoSource (Westeuropa, 2024) – weltweit den größten Marktanteil im Segment der Dokumentenscanner.
Häufige Fragen
Was kostet der Ricoh SP-2230N?
Der Ricoh SP-2230N hat einen UVP von 480 Euro. Das schnellere Modell SP-2240N kostet 612 Euro.
Kann der Ricoh SP-2240N ohne PC scannen?
Ja. Über die DirectScan-Funktion und den integrierten iiGA-Chip lassen sich Dokumente direkt vom Gerät scannen. Für die initiale Einrichtung der Einstellungen ist jedoch einmalig ein PC erforderlich.
Wie viele Seiten pro Minute schafft der SP-2230N?
Der SP-2230N scannt mit bis zu 30 Seiten pro Minute. Das teurere Modell SP-2240N erreicht bis zu 40 Seiten pro Minute.
Welche Dokumenttypen unterstützen die neuen Ricoh-Scanner?
Beide Modelle verarbeiten Standardgeschäftsdokumente, Plastikkarten und in der Mitte gefaltete A3-Dokumente. Der automatische Einzug fasst bis zu 80 Blatt.
Was ist der Unterschied zwischen SP-2240N und SP-2230N?
Der Hauptunterschied liegt in der Scangeschwindigkeit: 40 ppm beim SP-2240N gegenüber 30 ppm beim SP-2230N. Der SP-2240N kostet entsprechend mehr (612 Euro vs. 480 Euro).
Für wen lohnt sich ein dedizierter Dokumentenscanner gegenüber einem Multifunktionsdrucker?
Wer regelmäßig größere Dokumentenmengen digitalisiert, profitiert von schnelleren Einzügen, zuverlässigerer Bildqualität und OCR-Funktionen, die Multifunktionsdrucker meist nur eingeschränkt bieten.
