ID. Buzz
- Reichweite WLTP
- 496 km
- Verbrauch WLTP
- 19 kWh/100 km
- Leistung
- 140 kW (190 PS)
- 0–100 km/h
- 10.7 s
- Vmax
- 145 km/h
- Batterie netto
- 58 kWh
- Laden DC max
- 105 kW
- Laden AC max
- 11 kW
- Antrieb
- RWD
- Sitze
- 6
Alle Daten
Antrieb & Leistung
- Antriebsart
- BEV
- Leistung (kW)
- 140 kW
- Leistung (PS)
- 190 PS
- Antrieb
- RWD
- 0–100 km/h
- 10.7 s
- Höchstgeschwindigkeit
- 145 km/h
Batterie & Reichweite
- Batterie (netto)
- 58 kWh
- Batterie (brutto)
- 61 kWh
- Reichweite WLTP
- 496 km
- Verbrauch WLTP
- 19 kWh/100 km
Laden
- AC max
- 11 kW
- DC max
- 105 kW
- Systemspannung
- 400 V
Karosserie & Markt
- Karosserie
- Kleinbus
- Fahrzeugkategorie
- N - Kleinbus
- Länge
- 4712 mm
- Sitze
- 6
Versicherung (Typklassen)
- Haftpflicht (KH)
- 15
- Teilkasko (TK)
- 23
- Vollkasko (VK)
- 20
- Einstufung
- 2024
Hersteller & Markt
- Konzern
- VW-Konzern
- Herkunftsland
- Deutschland
- Marktstart
- 2026
- Status
- bestellbar
- Preis
- ab 52.271 €
- Datenstand
- 3. Juni 2026
Einleitung
Der 4,71 Meter lange, inklusive Außenspiegel 2,21 Meter breite VW ID. Buzz darf offiziell nicht mehr auf den linken Spuren der meisten Autobahn-Baustellen fahren. Mit einer Höhe von 1,93-1,95 Meter passt er aber immer noch in die meisten Tiefgaragen. Der Radstand von 2,99 Meter verspricht viel Platz für Kind, Kegel oder Ladegut.
Design
Analog zum legendären Volkswagen T1 werden auch beim VW ID. Buzz die Hinterräder angetrieben, nachdem die neueren Generationen des Bulli als Fronttriebler und sogar Allradler daherkamen. Egal wo wir auftauchten, sorgte der ID. Buzz für ein temporäres Gesichtslifting und ähnlich positive Emotionen. Daumen hoch, winkende Menschen am Straßenrand, der ID. Buzz ist anscheinend ein Herzensbrecher. Während der Ladepause kann man sich auf die Suche begeben, denn viele kleine Details verschönern den Innenraum. Fast schon im Skoda-Stil gehören pfiffige Gimmicks wie zum Beispiel ein Flaschenöffner oder ein Eiskratzer zum Lieferumfang. Praktisch: die 230 Volt-Steckdose unterm Beifahrersitz.
Technik
Auch der 150 kW starke Elektromotor sitzt im Heck, man spricht daher von einem klassischen Heckantrieb. Vor dem Motor sitzt, tief im Wagenboden, eine netto 77-kWh-fassende-Lithium-Ionen-Batterie. Deren Gewicht bringt speziell in dieser Fahrzeugklasse große Vorteile. Der Schwerpunkt wird nach unten verlagert, Wankbewegungen werden reduziert und durch die Batterie und die anderen Komponenten konnte eine gute Gewichtsverteilung zwischen der Vorder- und der Hinterachse realisiert werden. Der fehlende Antrieb an der Vorderachse und die großen Radhäuser erlauben, einen größeren Lenkeinschlagwinkel zu realisieren: Der Wendekreis beträgt gerade einmal 11,1 Meter. Das Fahrzeug verfügt an der Vorderachse über ein klassisches McPherson-Federbein-Layout, hinten setzt Volkswagen ein Mehrlenkersystem ein – solide Technik für ein gutes Fahrgefühl.
Ladeleistung
Die 77-kWh-Batterie soll nach WLTP Reichweiten von bis zu 425 Kilometer erlauben, und an einer geeigneten Ladesäule sind Ladeleistungen von bis zu 170 kW möglich. Im Idealfall könnte der ID. Buzz laut VW innerhalb von einer halben Stunde von 5 auf 80 % State of Charge aufgeladen werden. So wird er zum Lademeister im Volkswagen-Konzern, denn die anderen MEB-Derivate könnten das derzeitig noch nicht. An einer 11-kW-Wallbox soll der vollständige Ladevorgang von null auf hundert Prozent ca. 7,5 Stunden dauern. Eine Vorkonditionierung der Batterie ist nicht einfach per Tastendruck möglich, hierfür müsste man entweder eine Routenplanung mit Ladestop erstellen lassen oder direkt eine Ladesäule als Ziel eingeben.
Fahrleistung
Damit überzeugt der ID. Buzz auch beim innerstädtischen Wenden in zwei oder drei Zügen. Sportlich ums Eck? Geht! Sparsam fahren? Auch! Die Verbräuche sollen zwischen 20,4 und 22,2 kWh/100 km liegen, was wir in Zukunft in Deutschland verifizieren werden. Im Umland von Kopenhagen erzielten wir auf einer Testdistanz von 177 km einen Testverbrauch von 17,9 kWh/100 km – und da war noch Luft, sowohl nach unten, als auch nach oben. Auf Kopfsteinpflaster und bei größeren Verwerfungen eventuell etwas zu hart abgestimmt, überzeugt der ID. Buzz im Allgemeinen durch ein gute Abstimmung. Der permanenterregte Synchronmotor an der Hinterachse bietet eine maximale Leistung von 150 kW, die 30-Minuten-Dauerleistung wird mit 70 kW angegeben und ist so auch im Fahrzeugschein eingetragen. Innerhalb von 10,2 Sekunden beschleunigt der ID. Buzz auf Tempo 100. Mit einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h ist man schneller unterwegs als mit sämtlichen Modellen des VW T1. Dank eines maximalen Drehmoments von 310 Nm können wir uns im VW ID. Buzz nicht über Antrittsschwäche beklagen. Die Lenkung ist leichtgängig. Wir gehen jede Wette ein, dass auch 500 Kilometer mit einer Akkuladung möglich sind, aber das wollen wir zu einem späteren Zeitpunkt überprüfen.
Platzangebot
Auch das Ladeabteil muss sich nicht verstecken, denn in der PKW-Version steht ein Kofferraumvolumen von 1.121-2.205 Liter zur Verfügung. Die VW ID. Buzz Cargo Version, so wird der Transporter genannt, packt da noch eins drauf: Sie schluckt bis zu 3.900 Liter. Allerdings muss man bei beiden Modellen die Zuladung im Blick behalten, wenn man die Ladegüter über die gerade einmal 63,2 cm hohe Ladekante hebt. Der von uns gefahrene VW ID. Buzz Pro wiegt 2.471 kg und erlaubt ein maximal zulässiges Gesamtgewicht von 3.000 kg, darf also maximal 529 kg einpacken, die Cargo-Version nimmt es mit bis zu 648 kg auf. Nicht eben viel, wenn man den großen Raum ausnutzen möchte. Die Dachlast wird mit 100 kg angegeben, und wer Elektroräder transportieren möchte, sollte das entweder mit einem Dachgepäckträger oder im Innenraum tun, da die Stützlast der Anhängerkupplung mit 50 kg eher gering ausfällt. Die maximale Anhängelast bei einem gebremsten Anhänger und maximal 12 % Steigung liegt übrigens bei 1.000 kg. Aktuell gibt es den VW ID. Buzz nur als Version mit fünf Sitzplätzen, die zweite Sitzreihe lässt sich nicht einfach entfernen, sondern müsste herausgeschraubt werden. Künftig soll es auch eine alternative Bestuhlungen mit sechs oder sogar sieben Sitzplätzen geben. Die Version mit sieben Sitzplätzen hat dann allerdings einen längeren Radstand: Sie verfügt über eine größere Öffnung der Seitentür, um den Einstieg auf die hinteren Plätze zu erleichtern. Beim aktuell getesteten Modell gefällt die verschiebbare zweite Sitzreihe, mit der sich das Kofferraumvolumen oder die Beinfreiheit der zweiten Sitzreihe vergrößern lassen. Auch die Neigung der Sitzlehnen ist in der zweiten Reihe einstellbar, allerdings fiel eine etwas geringe Sitzhöhe in der zweiten Reihe auf. Kindersitze lassen sich auf den äußeren Sitzplätzen via ISO-Fix montieren. Die Fenster im Fond lassen sich derzeit noch nicht öffnen, allerdings sind hier künftig Schiebefenster wie im VW Caddy geplant. Während die Cargo-Version einen festen Platz für das Ladekabel bietet, fliegt es bei der PKW-Variante im Laderaum herum, da es hinter der Service-Klappe keinen Frunk gibt.
Infotainment
Das Infotainmentsystem (Software-Stand 3.2) lässt sich intuitiv oder via Sprachbedienung steuern. Die Routenplanung schließt Hinweise zu Ladestopps mit ein, und auf der Karte des Navigationssystems werden freie (und besetzte) Ladesäulen mit der jeweiligen maximalen Ladeleistung angezeigt. Die zahlreichen Staufächer sind nicht klimatisiert.
Ausstattung
Preislich startet der ID. Buzz – mit einer umfangreichen Pro-Ausstattung – aktuell ab 64.581.30 Euro. Unser Testwagen dürfte allerdings bei ca. 75.000 Euro gelegen haben.
Fazit
Der ID. Buzz ist ein großer Gewinn für die Marke, denn er paart sympathisches Design mit solider Technik und guten Ladeleistungen. Seit den 50ern unterwegs, bekommt der Bulli jetzt einen elektrischen Nachfahren. Wie seine Vorfahren ist auch er ein Sympathieträger, sowohl in optischer als auch in fahrerischer Hinsicht. Eindeutiges Urteil: Haben wollen.
Im Heft erschienen
Vorgestellt in
- Vorgestellt in Electric Drive 04/2023, S. 46 — VW ID. Buzz
- Vorgestellt in Electric Drive 02/2022, S. 14 — VW ID. Buzz
Getestet in
- Getestet in Electric Drive 05/2022, S. 32 — VW ID. Buzz
Im Vergleich
- Im Vergleich Electric Drive 01/2024, S. 48 — Elektromobilität im Winter