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Toyota SUV

bZ4X

ab 42.990 €
Toyota bZ4X
Reichweite WLTP
591 km
Verbrauch WLTP
13.9 kWh/100 km
Leistung
125 kW (170 PS)
0–100 km/h
8.6 s
Vmax
140 km/h
Batterie netto
54 kWh
Laden DC max
150 kW
Laden AC max
11 kW
Antrieb
FWD
Sitze
5

Alle Daten

Antrieb & Leistung

Antriebsart
BEV
Leistung (kW)
125 kW
Leistung (PS)
170 PS
Antrieb
FWD
0–100 km/h
8.6 s
Höchstgeschwindigkeit
140 km/h

Batterie & Reichweite

Batterie (netto)
54 kWh
Batterie (brutto)
57.7 kWh
Reichweite WLTP
591 km
Verbrauch WLTP
13.9 kWh/100 km

Laden

AC max
11 kW
DC max
150 kW
Systemspannung
400 V

Karosserie & Markt

Karosserie
SUV
Fahrzeugkategorie
JC - Kompaktklasse
Länge
4690 mm
Sitze
5

Versicherung (Typklassen)

Haftpflicht (KH)
16
Teilkasko (TK)
24
Vollkasko (VK)
24
Einstufung
2024

Hersteller & Markt

Konzern
Toyota
Herkunftsland
Japan
Marktstart
2025
Status
bestellbar
Preis
ab 42.990 €
Datenstand
3. Juni 2026

Auch im Heft

Den Test gibt's als Video — und im Heft (Electric Drive 04/2022).

Getestet in Electric Drive 04/2022, S. 16 — Toyota bZ4X

Technik

Den bZ4X gibt es in zwei Antriebsvarianten. Die günstigere ist ein Frontantrieb mit einem 150 kW starken Motor. Zusammen mit der gut 71 kWh fassenden Batterie erzielt man so Reichweiten von mehr als 500 km nach WLTP. Die Version mit Allradantrieb ist kaum leistungsstärker, denn hier haben der vordere wie auch der hintere Motor jeweils 80 kW Leistung. In dieser Version liegt die maximale Reichweite bei 470 km. Toyota hat sich ein sehr ausgeklügeltes Thermomanagement einfallen lassen, das bis in die einzelnen Zellen hinein funktionieren soll. Alle bZ4X in Europa kommen serienmäßig mit einer Wärmepumpe, die die Vortemperierung des Innenraums in der kalten Jahreszeit zu einem komfortablen Vergnügen macht, das kaum Batterieladung kostet.

Ladeleistung

Die Batterie kann bei den ersten Modellen, die dieses Jahr ausgeliefert werden, an AC mit 6,6 kW geladen werden. Ab Herbst wird dann serienmäßig ein 11-kW-Lader verbaut. An DC lädt der Toyota mit bis zu 150 kW, besitzt allerdings (noch) keine Funktion zur Batterie-Vorkonditionierung. Wer also mit kaltem Kraftspeicher an der Ladesäule vorfährt, kommt nicht in den Genuss der vollen Geschwindigkeit.

Fahrleistung

Bei unserem Test der Allradversion in Vollausstattung rund um Kopenhagen mit einem hohen Anteil an Stadtverkehr, viel Landstraße und ein bisschen Autobahn kamen wir auf einen Verbrauch von 17,5 kWh/100 km. Das liegt nahe am WLTP-Wert und positioniert den Toyota unter den besten Fahrzeugen in seinem Segment. Die Frontantriebs-Version soll gar mit weniger als 15 kWh auskommen, was uns durchaus realistisch erscheint. Der bZ4X besitzt einen zuschaltbaren Eco-Modus, der die Leistung begrenzt. Die Rekuperation ist mit einem Taster in der Mittelkonsole wechselbar. Im höheren Modus hat man zwar kein One-Pedal-Feeling, aber die Verzögerung ist so, dass man sie nach kurzer Eingewöhnung gut zum gezielten Heranbremsen nutzen kann. Die Lenkung fühlt sich ein wenig zäh an, ist allerdings außerordentlich präzise. Interessant wird es, inwieweit sich das mit der ab 2023 erhältlichen Steer-by-Wire-Lenkung ändern wird. Mit seinem vergleichsweise kleinen Wendekreis von 11,4 Metern ist der Toyota auch in der Stadt ein zuverlässiger Sparringspartner. Mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,9 Sekunden liefert er auf dem Papier solide Leistungen ab. Gefühlt geht der Toyota aber deutlich schneller, vor allem bei den entscheidenden Spurts auf der Landstraße. Das Handling ist präzise, in engen Kurven macht sich allerdings naturgemäß das Gewicht bemerkbar. Bodenwellen und Speedbumps federt der bZ4X gut ab, unebene Straßen sind allerdings zu spüren. Die Lautstärke im Innenraum ist völlig in Ordnung. Auch ohne extra gedämmte Scheiben ist es angenehm ruhig und bis hin zur Autobahngeschwindigkeit frei von lästigen Windgeräuschen. Die Spitzengeschwindigkeit von 160 km/h ist bei allen Versionen gleich. Der Fronttriebler braucht bis auf 100 km/h eine gute halbe Sekunde länger. Auf einem speziell vorbereiteten Kurs ließen sich auch die Geländefähigkeiten des bZ4X erproben. Dabei meistert der Toyota auch heftige Verschränkungen und ließ sich dank seiner Wattiefe von 50 cm auch nicht von einer entsprechenden Wasserdurchfahrt abschrecken.

Platzangebot

Ein optionales Panoramadach lässt viel Licht ins Innere, ist allerdings durch eine Strebe geteilt. Als Extra kann man zudem ein Solardach konfigurieren, das im Jahr Strom für bis zu 1.800 km liefern soll. Der Innenraum ist geräumig, der Kofferraum dafür mit rund 450 Litern nicht riesig. Einen Frunk gibt es nicht, dafür bietet der bZ4X eine Anhängelast von maximal 750 kg und eine Stützlast von 75 kg. Der Transport von zwei oder drei Elektro-Fahrrädern sollte also kein Problem darstellen.

Infotainment

Das Infotainment bietet natürlich eine integrierte Navigation. Diese konnte allerdings zum Testzeitpunkt noch keine Ladestopps in die Routenplanung integrieren. Auch die Suche rund um den Standort brachte – zumindest in Kopenhagen – eher enttäuschende Resultate. Das bedeutet, dass man parallel andere Tools bemühen muss. Hier empfiehlt es sich dann, auf entsprechende Apps via Apple CarPlay oder Android Auto auszuweichen – beides beherrscht der bZ4X, und auf seinem großen Zentraldisplay ist die Darstellung auch brillant und bestens lesbar. Ein Soundsystem von JBL sorgt für den richtigen Rumms in der Musik. Alles kann bequem über die Funktionstasten am Lenkrad bedient werden, sodass man selten die Hände vom Lenkrad nehmen muss.

Ausstattung

Der preisliche Einstieg beginnt bei 47.490 Euro für den Fronttriebler. Für einen Aufpreis von 3.900 Euro sollte man sich auf jeden Fall das Komfortpaket gönnen. Dieses beinhaltet Annehmlichkeiten wie die 360-Grad-Kamera, Sitz- und Lenkradheizung sowie die elektrische Heckklappe. Für nochmals 3.700 Euro mehr bekommt man das Technikpaket. Hier sind dann Matrix-LED-Scheinwerfer, Sitzbelüftung vorne sowie Sitzheizung hinten und das JBL-Soundsystem an Bord. Das lichtspendende Panoramadach schlägt mit 1.900 Euro zu Buche. Die Allradversion gibt es aktuell nur in Vollausstattung, hier stehen dann nochmals 3.000 Euro mehr auf der Rechnung. In der Summe landet man dann bei 59.990 Euro. Allerdings will Toyota die Hemmschwelle mit ansprechenden Leasingraten senken. Für Privatkunden startet das Vergnügen bei 329 Euro pro Monat inkl. Wartung. Gewerbliches Leasing beginnt bei 364 Euro.

Fazit

Man fährt entspannt und recht lässig im Toyota, egal ob in der Stadt oder auf längeren Strecken. Die Sitzposition ist lässig, das Raumgefühl gut. Über die kleinen Unzulänglichkeiten im Innenraum kann man schnell hinwegsehen und bekommt dann ein geräumiges Elektroauto mit Langstreckenpotenzial. Wir wünschen uns, dass Toyota bei der Software noch ein bisschen nachlegt und die Navigation in Sachen Laden schlauer macht. Bis dahin helfen wir uns mit Lösungen auf dem Smartphone. Wie sehr Toyota auf seinen Wurf vertraut, beweist die Tatsache, dass man in den Genuss von bis zu zehn Jahren Garantie auf die Batterie bei einer Laufleistung von bis zu 1.000.000 Kilometer kommt. Davor ziehen wir den Hut. Mit seiner eigenwilligen Optik fällt er auf – und positiv sind auch die ersten Eindrücke, die das kompakte Crossover im ersten Test hinterlässt. Wir freuen uns schon auf den Langstreckentest im Recharge-Format.

Videos 4

Tests

2022 Toyota bz4x Fahrbericht Review Verbrauch Reichweite Kritik Electric Drive Test Probefahrt 10. Juni 2022

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Im Heft erschienen

Getestet in

  • Getestet in Electric Drive 04/2022, S. 16 — Toyota bZ4X

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