Auf den Punkt: DJI hat am 14. Mai 2026 in Cannes die Osmo Pocket 4P präsentiert. Die Handheld-Gimbal-Kamera kommt erstmals mit zwei Objektiven – darunter einem Dreifachzoom – sowie einem neuen Imaging-System für größeren Dynamikumfang und bessere Schwachlichtaufnahmen. Konkrete technische Spezifikationen, Preis und Verfügbarkeitsdatum hat DJI bislang nicht öffentlich kommuniziert.

DJI hat die Osmo Pocket 4P am 14. Mai 2026 beim Filmfestival in Cannes vorgestellt. Das Gerät ist die bisher ambitionierteste Ausbaustufe der Pocket-Serie und richtet sich laut DJI explizit an professionelle Filmschaffende, die auf Mobilität angewiesen sind. Vollständige technische Spezifikationen wurden zum Zeitpunkt der Vorstellung noch nicht veröffentlicht.

Was ist neu an der Osmo Pocket 4P?

Das auffälligste Merkmal der neuen Kamera ist das Dual-Optik-System. Anhand der in Cannes gezeigten Bilder sind zwei Objektive erkennbar: eine Weitwinkellinse, die dem bisherigen Pocket-Charakter entspricht, sowie ein Dreifachzoom-Objektiv. Damit lassen sich entfernte Motive deutlich stärker heranzoomen als bei den Vorgängermodellen.

Anzeige

DJI spricht außerdem von einem neuen Imaging-System, das einen kinoreifen Dynamikumfang liefern soll und Farbkorrekturen in der Post-Produktion unterstützt. Ergänzt wird das durch verbesserte Porträtfunktionen, die natürliche Hauttöne und eine filmische Tiefenwirkung erzeugen sollen – ein Punkt, der für Interviews, Dokumentationen und Vlogs relevant ist.

Zwei DJI Osmo Pocket 4P mit Dual-Objektiv auf Präsentationssockeln bei der Produktvorstellung
Beide Osmo-Pocket-4P-Einheiten zeigen das neue Dual-Objektiv-Setup mit 1-Zoll-Sensor. DJI stellte die Kamera am 14. Mai 2026 in Cannes vor. Quelle: DJI

Wie gut schlägt sich die Kamera bei schlechtem Licht?

DJI hebt die Schwachlichtleistung als zentrales Verkaufsargument hervor. Laut Hersteller ermöglichen modernste Sensortechnologie und intelligente Algorithmen exzellente Aufnahmen in schwierigen Lichtsituationen – von nächtlichen Stadtaufnahmen bis zu Innenräumen mit wenig natürlichem Licht. Belastbare Testdaten oder unabhängige Vergleiche liegen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor.

Die bewährte DJI-Gimbal-Stabilisierung ist weiterhin an Bord. DJI kombiniert sie mit dem neuen Imaging-System und positioniert die Osmo Pocket 4P damit als Gerät, das professionelle Bildstabilität mit kompakten Abmessungen verbindet.

DJI Osmo Pocket 4P mit Dual-Objektiv, gehalten vor dem Palais des Festivals in Cannes
Die DJI Osmo Pocket 4P wurde erstmals in Cannes präsentiert – im Hintergrund der rote Teppich des Palais des Festivals. Quelle: DJI

Für wen ist die Osmo Pocket 4P gedacht?

DJI zielt mit der 4P erkennbar auf ein Segment, das bisher zwischen Einsteiger-Kompaktkameras und professionellen Cinema-Rigs keine passende Lösung gefunden hat: unabhängige Filmemacherinnen und Filmemacher, Dokumentaristen und Content-Creator, die schnell einsatzbereit sein müssen. Die Vorstellung in Cannes – einem der wichtigsten Branchentreffen der Filmindustrie – ist bewusst gewählt, um den Anspruch auf professionelle Nutzung zu unterstreichen.

Die Kamera soll nahtlos in DJIs bestehendes Kreativ-Ökosystem integriert sein, das unter anderem die Stabilisierungs-Plattformen Ronin und Inspire umfasst. Das ermöglicht theoretisch den Einsatz in gemischten Produktions-Setups, in denen die Pocket 4P als kompakte Ergänzung zu größerem Equipment fungiert.

Eingeladene Gastredner der DJI-Cannes-Präsentation: sechs renommierte DPs und Regisseure in Porträts
DJI lud zur Osmo Pocket 4P-Präsentation in Cannes Oscar-nominierte DPs wie Paul Guilhaume und Christopher Blauvelt ein. Quelle: DJI

Was kostet die Osmo Pocket 4P und wann ist sie verfügbar?

Zu Preis und Verfügbarkeitsdatum hat DJI bislang keine öffentlichen Angaben gemacht. Die Vorstellung in Cannes richtete sich an eine ausgewählte Gruppe von Filmschaffenden; eine breitere Ankündigung mit vollständigen Spezifikationen steht noch aus. Interessierte müssen sich mit den bisher bekannten Bildern und den vom Hersteller kommunizierten Feature-Beschreibungen begnügen.

Die Vorgänger-Serie Osmo Pocket 3 war zuletzt ab rund 519 Euro im Handel erhältlich. Ob und wie stark die 4P preislich darüber liegt, bleibt offen – das Dual-Optik-System und die betonte Ausrichtung auf professionelle Nutzer lassen einen höheren Einstiegspreis zumindest als plausibel erscheinen.

Häufige Fragen

Was unterscheidet die Osmo Pocket 4P von der Pocket 3?

Die 4P kommt erstmals mit zwei Objektiven – einer Weitwinkellinse und einem Dreifachzoom. Dazu kommen ein neues Imaging-System mit größerem Dynamikumfang und verbesserte Porträt- sowie Schwachlichtfunktionen. Genaue Sensor-Specs hat DJI noch nicht veröffentlicht.

Wann ist die DJI Osmo Pocket 4P erhältlich?

Ein konkretes Verkaufsdatum hat DJI bislang nicht genannt. Die Kamera wurde am 14. Mai 2026 in Cannes vorgestellt, zunächst nur für eine ausgewählte Gruppe von Filmschaffenden.

Was kostet die Osmo Pocket 4P?

DJI hat noch keinen Preis kommuniziert. Die Vorgängerin Osmo Pocket 3 kostete rund 519 Euro. Angesichts des Dual-Optik-Systems und der Profi-Ausrichtung ist ein höherer Preis möglich.

Hat die Osmo Pocket 4P zwei Kameras?

Ja. Anhand der in Cannes veröffentlichten Bilder sind zwei Objektive erkennbar: ein Weitwinkel und ein Dreifachzoom-Objektiv. Detaillierte Brennweiten-Angaben stehen noch aus.

Eignet sich die Osmo Pocket 4P für professionelle Filmproduktionen?

DJI positioniert sie explizit für professionelle Filmschaffende und unabhängige Dokumentaristen. Ob sie Profi-Anforderungen in der Praxis erfüllt, lässt sich erst nach unabhängigen Tests beurteilen.