Automatisch schließende Jalousien, selbstfahrende Staubsauger, Lichtsysteme, die den Abend einläuten: Mehr als die Hälfte der Deutschen (52 Prozent) lebt bereits mit Smart-Home-Technologie. Das zeigt eine repräsentative Bitkom-Umfrage unter 1.159 Personen ab 16 Jahren, die anlässlich der IFA im September erhoben wurde. 2022 lag der Anteil noch bei 43 Prozent, 2024 bei 46 Prozent. Besonders hoch ist die Verbreitung bei Jüngeren: 73 Prozent der 16- bis 29-Jährigen und 70 Prozent der 30- bis 49-Jährigen nutzen vernetzte Geräte zu Hause.

Bitkom-Infografik: Balkendiagramm zu Haushaltsaufgaben für humanoide Roboter – Aufräumen 87 %, Kochen 60 %
87 % der Befragten können sich Roboter-Unterstützung beim Aufräumen vorstellen, nur 40 % beim Leisten von erster Hilfe. Quelle: Bitkom

Doch die Umfrage blickt weiter als zum WLAN-Thermostat. 48 Prozent der Deutschen können sich grundsätzlich vorstellen, einen KI-gesteuerten humanoiden Roboter im Haushalt einzusetzen. Die Skepsis hält sich die Waage: 47 Prozent lehnen das ab. Wer sich einen solchen Roboter vorstellt, denkt dabei vor allem an Aufräumen (87 Prozent der Befürworter), Einkäufe verräumen (77 Prozent) und Putzen (73 Prozent). Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder fasst das Spannungsfeld zusammen: „Ihr menschenähnliches Aussehen fasziniert, kann aber auch verunsichern. Entscheidend für ihre Akzeptanz wird sein, ob sie im Alltag einen konkreten Nutzen bieten.“ 53 Prozent der Befragten haben Sorge, durch einen humanoiden Roboter die Kontrolle im eigenen Zuhause abzugeben, 46 Prozent empfinden die Vorstellung als unheimlich.

KI im Haus: Potenzial und Vorbehalte

Bitkom-Infografik: 32 % würden in einem KI-gesteuerten Haus wohnen, 63 % sehen KI-Potenzial bei Energieeffizienz
Laut Bitkom Research 2026 (n=1.159) machen 40 % Kontrollverlust an KI Angst – aber 63 % glauben an effizientere Energienutzung. Quelle: Bitkom

Knapp ein Drittel der Deutschen (32 Prozent) würde gerne in einem komplett KI-gesteuerten Haus wohnen. 63 Prozent sehen KI vor allem als Mittel zum Energiesparen, 40 Prozent macht das Abgeben von Kontrolle an KI hingegen Angst. Bei Nicht-Nutzern von Smart Home dominiert die Furcht vor Hacker-Angriffen (59 Prozent), gefolgt vom Missbrauch persönlicher Daten (40 Prozent). Unter den aktiven Nutzern hingegen wollen 76 Prozent nie wieder ohne Smart-Home-Anwendungen leben. Im Schnitt betreiben sie sechs davon, am häufigsten smarte Leuchten (46 Prozent) und WLAN-Steckdosen (44 Prozent).

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